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Bildungsmonitoring

Bildungsmonitoring bezeichnet die systematische Erhebung, Analyse und Bewertung von Daten über das Bildungssystem, um dessen Qualität und Entwicklung zu beobachten und zu steuern.

Ziele

Die Gesamtstrategie der Kultusministerkonferenz zum Bildungsmonitoring verfolgt folgende Ziele:

  • die Entwicklungen im Bildungswesen nicht nur zu beschreiben, sondern auch zu erklären und dies mit Hinweisen zu verbinden, wie die festgestellten Probleme gelöst werden können, 
  • die stetig wachsende Anzahl von Forschungsergebnissen systematisch zu sichten, aufzubereiten und sowohl für die Bildungspolitik als auch für die Bildungspraxis bereitzustellen, 
  • zusätzliche Informationen für die Erklärung von Leistungsunterschieden zwischen den Ländern zur Verfügung zu stellen, 
  • steuerungsrelevantes Wissen auch tatsächlich für die Entwicklung des Bildungssystems und jeder Schule zu nutzen. 

Im Rahmen dieser Gesamtstrategie gibt es vier konzeptionell miteinander verbundene Bereiche: 

1. Teilnahme an internationalen Schulleistungsstudien

Ziel der internationalen Vergleichsuntersuchungen ist es, gesicherte Befunde über Stärken und Schwächen der Schülerinnen und Schüler in den zentralen Kompetenzbereichen im internationalen Vergleich zu erhalten. Aktuell legt die Gesamtstrategie die Teilnahme an PISA, TIMSS und IGLU fest. 

Ausführlichere Informationen zum Thema finden Sie hier.

2. Überprüfung und Umsetzung von Bildungsstandards für die Primarstufe, die Sekundarstufe I und die Allgemeine Hochschulreife

Ziel der Weiterentwicklung der Bildungsstandards für den Primarbereich und der Sekundarstufe I war es, veränderte Anforderungen schulischen Lehrens und Lernens aufzugreifen, insbesondere den Einsatz digitaler Medien gemäß der KMK-Strategie „Bildung in der digitalen Welt“. Ferner wurde darauf geachtet, dass die Bildungsstandards für die drei Schuletappen systematischer als bisher aneinander anschließen. 

Das IQB untersucht in Ländervergleichsstudien (seit 2015: “Bildungstrends”) für die Primarstufe und die Sekundarstufe I, inwieweit Schülerinnen und Schüler in den einzelnen Ländern die in den Bildungsstandards formulierten Kompetenzanforderungen vor Abschluss des jeweiligen Bildungsabschnitts erreichen. 

Für die Allgemeine Hochschulreife gibt es einen gemeinsamen Pool von Abiturprüfungsaufgaben für die Fächer Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik. 

Ausführlichere Informationen zum Thema finden Sie hier.

3. Verfahren zur Qualitätssicherung auf Ebene der Schulen

Die Länder führen zusätzlich länderspezifische wie länderübergreifende Tests durch, z.B. Lernstandserhebungen oder Vergleichsarbeiten in verschiedenen Jahrgangsstufen (insbesondere VERA3 und VERA8), Sprachstandsmessungen für unterschiedliche Altersgruppen oder landesspezifische Leistungsvergleichsuntersuchungen.

All diese Verfahren sind Teil eines Bündels von Maßnahmen, mit denen die Länder eine evidenzbasierte Qualitätsentwicklung und -sicherung auf Ebene der einzelnen Schule anstreben. 

Ausführlichere Informationen zum Thema finden Sie hier.

4. Bildungsberichterstattung

Die gemeinsame Bildungsberichterstattung von Bund und Ländern ist ein weiteres wichtiges Element zur Beobachtung des Bildungssystems. Die Bildungsberichterstattung dient der Information und Rechenschaftsablegung und leistet einen wichtigen Beitrag zur Transparenz wesentlicher Entwicklungen im Bildungsbereich." 

Ausführlichere Informationen zum Thema finden Sie hier.