© qunica, Adobe Stock

Integration

In einer zunehmend globalisierten Welt spielt Bildung eine entscheidende Rolle bei der Integration von Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen.

Integration durch Bildung

Bildung ist der Schlüssel für eine gelingende Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in unsere Gesellschaft. Dies stellt die Schulen - auch angesichts einer großen Zahl von Flüchtlingen - vor besondere Aufgaben. In einer Erklärung zur Integration von jungen Geflüchteten durch Bildung benennt die Kultusministerkonferenz als Herausforderungen den raschen Spracherwerb, die Vermittlung demokratischer Grundwerte sowie die Aufnahme und den erfolgreichen Abschluss einer Berufsausbildung oder eines Studiums. 

Zusammenwirken von Schule und Elternhaus

Für die Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund spielen die Eltern und Lehrkräfte eine besondere Rolle.

Die Kultusministerkonferenz und die Organisationen von Menschen mit Migrationshintergrund haben in einer gemeinsamen Erklärung zur Bildungs- und Erziehungspartnerschaft von Schule und Eltern  konkrete Maßnahmen vereinbart, mit denen Bildungs- und Erziehungspartnerschaften an den Schulen gefördert und umgesetzt werden können, vereinbart werden.

In der Erklärung „Integration als Chance – gemeinsam für mehr Chancengerechtigkeit“ wurden Empfehlungen und Selbstverpflichtungen zur Verbesserung von Integration und zur Förderung des Schulerfolgs von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund durch die Verbesserung der Elternarbeit vereinbart.

Die Länder berichten regelmäßig im Rahmen der jährlichen Gespräche der Kultusministerkonferenz mit den Vertreterinnen und Vertretern von Organisationen mit Migrationshintergrund über ihre Maßnahmen zur Umsetzung der gemeinsamen Erklärung. Die jeweils aktuelle Übersicht über die Ländermaßnahmen finden Sie hier.

Rolle der Lehrerinnen und Lehrer

Den speziellen Anforderungen an die Lehrkräfte durch die Interkulturalität im Klassenzimmer hat die Kultusministerkonferenz mit den „Standards für die Lehrerbildung: Bildungswissenschaften“ (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 16.12.2004 i.d.F. vom 12.06.2014) Rechnung getragen. Hier heißt es unter Kompetenz 4: "Lehrerinnen und Lehrer kennen die sozialen und kulturellen Lebensbedingungen von Schülerinnen und Schülern und nehmen im Rahmen der Schule Einfluss auf deren individuelle Entwicklung."

Bereits 1981 hatte die Kultusministerkonferenz „Empfehlungen zur Verbesserung der Lehrerbildung auf dem Gebiet des Ausländerunterrichts“ (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 08.10.1981) ausgesprochen.

Unterricht

Themen wie Migration, Integration und Heterogenität fließen als Querschnittsthemen in den Unterricht ein. Die Länder bieten zudem Aus- und Fortbildungsangebote für Lehrkräfte zur interkulturellen Kompetenz und zum Umgang mit Heterogenität. Im Oktober 2015 haben die Kultusministerkonferenz, die Migrantenorganisationen und die Bildungsmedienverlage die gemeinsame Erklärung "Darstellung von kultureller Vielfalt, Integration und Migration in Bildungsmedien" verabschiedet. Mit dieser Erklärung wird u. a. das Bestreben aller beteiligten Partner zum Ausdruck gebracht, die vielschichtige Heterogenität in deutschen Schulen auch in Bildungsmedien angemessen und diskriminierungsfrei zu berücksichtigen.