Autochthone Minderheiten sind Bevölkerungsgruppen, die seit vielen Generationen in einem bestimmten Gebiet leben und sich durch eine eigene Sprache, Kultur und Identität auszeichnen.
Was sind autochthone Minderheiten?
Autochthone Minderheiten und Volksgruppen in Deutschland
In Deutschland gibt es vier autochthone nationale Minderheiten und Volksgruppen: Die dänische Minderheit, die Lausitzer Sorben, die friesische Volksgruppe und die deutschen Sinti und Roma. Zusammen mit der Sprechergruppe Niederdeutsch sind sie nicht nur ein Teil der deutschen Geschichte, sondern auch eine Bereicherung für die kulturelle Vielfalt und das gesellschaftliche Leben in Deutschland.
Thema im Schulunterricht
Die Sprachen und Traditionen der autochthonen Minderheiten und der niederdeutschen Sprechergruppe sind wichtige Elemente des kulturellen Erbes unseres Landes und wert, in der schulischen Bildung verankert zu werden. Zur Unterstützung dieses Vorhabens hat die Bildungsministerkonferenz in Zusammenarbeit mit dem Bundesrat für Niederdeutsch sowie dem Minderheitenrat die Empfehlung Wissensvermittlung über die vier autochthonen nationalen Minderheiten und Volksgruppen Deutschlands und die Sprechergruppe Niederdeutsch (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 13.12.2024) verabschiedet.
„Die Bewahrung und Vermittlung der Sprachen und Kulturen unserer autochthonen Minderheiten und der niederdeutschen Sprechergruppe ist eine Aufgabe, der sich die Bildungsministerkonferenz verpflichtet sieht. Schulen spielen eine wichtige Rolle dabei, Schülerinnen und Schüler für die Vielfalt unserer Gesellschaft zu sensibilisieren und ein demokratisches Miteinander zu fördern“, so die Präsidentin der Kultusministerkonferenz 2024, Ministerin Christine Streichert-Clivot.
Dokumente und Links
- Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 13.12.2024
Wissensvermittlung über die vier autochthonen nationalen Minderheiten und Volksgruppen Deutschlands und die Sprechergruppe Niederdeutsch