Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist zu einem wichtigen Bestandteil der Bildung im 21. Jahrhundert geworden. Sie befähigt Menschen, aktiv zur Lösung globaler Herausforderungen beizutragen und eine nachhaltige Zukunft zu gestalten. Durch die Integration von BNE in den Unterricht und die Zusammenarbeit aller Beteiligten kann eine Kultur der Nachhaltigkeit gefördert werden, die auf Wissen, Verantwortung und Engagement basiert.
BNE – Antworten finden für die Welt von morgen
In Rio de Janeiro (1992) ging BNE an den Start
Der Begriff „Bildung für nachhaltige Entwicklung" (BNE) wurde auf der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro 1992 geprägt. In deren Abschlussdokument wurde Bildung die Aufgabe zugewiesen alle Menschen zu befähigen, unsere globalisierte Welt aktiv, eigenverantwortlich und verantwortungsbewusst zu gestalten. Die im September 2015 von der Vollversammlung der Vereinten Nationen verabschiedeten 17 globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) sind der global gültige Referenzrahmen für die Weiterentwicklung und Umsetzung nachhaltiger Entwicklung. In der Agenda 2030 wird Bildung als wesentlicher Faktor einer nachhaltigen Entwicklung verstanden.
Kultusministerkonferenz und BNE
Die Kultusministerkonferenz hat sich bereits frühzeitig mit Themengebieten, die heute unter dem Begriff „Bildung für nachhaltige Entwicklung" zusammengefasst werden, auseinandergesetzt. Seit 2024 liegt eine eigenständige Empfehlung der Kultusministerkonferenz zu „Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Schule“ (Pressemitteilung) vor. Erstmalig 2007 und in der Überarbeitung 2015 wurde gemeinsam von der Kultusministerkonferenz und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung der Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung vorgelegt, der seitdem als Grundlage u. a. für die Entwicklung von Lehrplänen, Schulbüchern und die Konzeption von Fortbildung genutzt wird. Er bietet konkrete Empfehlungen für BNE-Lernprozesse und enthält Materialien für den Unterricht.
Im Oktober 2025 konnte der „Orientierungsrahmen Globale Entwicklung – Bildung für nachhaltige Entwicklung in der gymnasialen Oberstufe“ vorgelegt werden. Er bietet eine umfassende Grundlage, um Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) systematisch in der weiterführenden Schule und insbesondere in der Sekundarstufe II zu verankern. Darin werden konzeptionelle Grundlagen mit konkreten Umsetzungshilfen für den Unterricht, die Lehrkräftebildung und die Schulentwicklung verbunden. Die Fachkapitel – von Deutsch über Biologie bis Informatik – enthalten jeweils didaktische Konzepte, Beispielthemen und Unterrichtsskizzen, die sich an den Bildungsstandards und Prüfungsanforderungen für die gymnasiale Oberstufe orientieren. Ergänzt wird der Orientierungsrahmen unter anderem durch Kapitel zur Digitalisierung, zur Lehrkräftebildung und zum gesamtschulischen Ansatz.
Dokumente und Links
- Empfehlung der Kultusministerkonferenz vom 13.06.2024 zur „Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Schule“
- Bericht der KMK vom 17.03.2017
Zur Situation und zu Perspektiven der Bildung für nachhaltige Entwicklung - 2. (aktualisierte und erweiterte) Auflage, Juni 2015 (2. Druck 2016)
Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung,
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Weitere Informationen auf der Seite von Engagement Global.
Herausgegeben von Engagement Global gGmbH, Bonn 2025
KMK/BMZ Orientierungsrahmen Globale Entwicklung – Bildung für nachhaltige Entwicklung in der gymnasialen Oberstufe,Beschluss der KMK vom 09.02.2023
Bildung für nachhaltige Entwicklung – Informationen der Länder
Innovative Projekte und Programme von Bund und Ländern zur Qualitätsentwicklung des Bildungssystems
Einen umfassenden Überblick in Form einer Zwischenbilanz zur Umsetzung der UN-Dekade in den Ländern bietet der aktuelle
Bericht der Kultusministerkonferenz “Zur Situation und zu Perspektiven der Bildung für nachhaltige Entwicklung”