Für die Bildungsministerkonferenz ist ökonomische Bildung ein unverzichtbarer Bestandteil der Allgemeinbildung, der Schülerinnen und Schüler auf ein kompetentes und verantwortungsbewusstes Handeln in der Wirtschaftswelt vorbereiten soll. Ökonomische Bildung vermittelt ein grundlegendes Verständnis von wirtschaftlichen Zusammenhängen und Prozessen. Sie fördert die Fähigkeit, fundierte Entscheidungen zu treffen und sich kompetent in einer zunehmend komplexen Wirtschaftswelt zu bewegen. Ökonomische Bildung gehört somit zum Bildungsauftrag der allgemeinbildenden Schulen.
Ökonomische Bildung
Lernfeld Wirtschaft und finanzielle Bildung im Unterricht
Das Lernfeld Wirtschaft und finanzielle Bildung ist in den Schulen fest verankert und wird in verschiedenen Formen in schulische Lehr- und Lernprozesse einbezogen. Die Vermittlung wirtschaftlicher Grundkenntnisse vollzieht sich in drei Bereichen:
- innerhalb des Unterrichts - als Teil eines oder mehrerer Fächer bzw. als eigenständiges Schulfach (siehe dazu auch Gesellschaftswissenschaften)
- außerhalb des Unterrichts - beispielsweise in Form von Schülerfirmen oder wirtschaftsbezogenen Schulprojekten
- außerhalb der Schule - durch vielfältige Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern, z. B. Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen.
Die Länder haben ihre Aktivitäten auf diesem Gebiet kontinuierlich ausgeweitet und werden diese Entwicklung in angemessenem Umfang fortsetzen.
Verbraucherbildung
Die Verbraucherbildung als Teilgebiet der ökonomischen Bildung zielt darauf ab, Schülerinnen und Schüler zu befähigen, als Konsumenten informierte und verantwortungsvolle Kaufentscheidungen zu treffen.
In ihrer Empfehlung zur "Verbraucherbildung an Schulen" hat die Kultusministerkonferenz folgende Themen in den Mittelpunkt gestellt:
- Finanzen, Marktgeschehen und Verbraucherrecht
- Ernährung und Gesundheit
- Medien und Information
- Nachhaltiger Konsum.
Zentrale Ziele und allgemeine Grundsätze in der Verbraucherbildung an Schulen, Maßnahmen für die Bildungsverwaltung und –politik, Hinweise zur Umsetzung in der Schule Unterstützungs- und Beratungssystemen sowie die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern sind Inhalt der Empfehlung.