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Sinti und Roma in Deutschland und Europa beheimatet

Sowohl Sinti als auch Roma leben seit etwa 1.000 Jahren in Europa und sind ein integraler Bestandteil der deutschen und europäischen Gesellschaften. Sie sind seit vielen Generationen Bürgerinnen und Bürger ihrer jeweiligen Heimatländer und haben wichtige Beiträge zur deutschen und europäischen Kultur geleistet. Die Bezeichnungen Sinti und Roma sind Überbegriffe, unter denen sich jeweils eine Vielzahl von Gruppen findet.

Wissensvermittlung über Sinti und Roma in der Schule

Die Kultusministerkonferenz hat gemeinsam mit dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma und dem Bündnis für Solidarität mit den Sinti und Roma Europas im Dezember 2022 eine gemeinsame Erklärung zur Vermittlung der Geschichte und Gegenwart von Sinti und Roma in der Schule. Sie hat das Ziel, die Beschäftigung mit der Geschichte und Gegenwart der Sinti und Roma im Unterricht und in außerunterrichtlichen Angeboten zu intensivieren. In besonderer Weise soll dabei wie auch in der Lehrkräftebildung für das Thema Antiziganismus sensibilisiert werden. Zugänge gibt es etwa in Fächern der historisch-politischen Bildung sowie im Religions- und Ethikunterricht, aber auch in sprachlichen, literarischen und künstlerischen Fächern.

Umgang mit Antiziganismus

Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma und die Kultusministerkonferenz haben ihre Zusammenarbeit mit der Erarbeitung einer “Gemeinsamen Empfehlung zum Umgang mit Antiziganismus in der Schule” fortgesetzt, die im März 2025 verabschiedet wurde. Diese Empfehlung beschreibt Ursachen, Erscheinungsformen und Auswirkungen von Antiziganismus. Sie richtet sich an Lehrkräfte aller Schularten, Schulstufen und Fächer, an Schulleitungen und weiteres an Schulen beschäftigtes Personal, Einrichtungen der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften sowie an die zuständigen Institutionen. Sie gibt eine Orientierung zum Umgang mit den verschiedenen Formen des Antiziganismus und zeigt Maßnahmen der Prävention und Intervention auf.