Das Judentum hat die deutsche und europäische Kultur und Geschichte in vielfältiger Weise mitgeprägt. Im schulischen Unterricht und in Schulbüchern und anderen Bildungsmedien wird allerdings meist nur auf einzelne Elemente oder wenige historische Epochen verwiesen.
Der Zentralrat der Juden in Deutschland und die Kultusministerkonferenz (KMK) setzen sich dafür ein, die Vielfältigkeit des Judentums im schulischen Alltag sichtbar zu machen. Eine vermehrte Einbindung jüdischer Geschichte, Religion und Kultur in verschiedene Fächer und Jahrgangsstufen soll dazu beitragen, Schülerinnen und Schülern ein lebendiges und differenziertes Bild des jüdischen Lebens in Vergangenheit und Gegenwart zu vermitteln. Dazu sollen auch persönliche Begegnungen mit Jüdinnen und Juden ermöglicht werden. Die Entstehungsgeschichte des Staates Israel sowie seine besondere Bedeutung für Jüdinnen und Juden soll ebenso Gegenstand des Unterrichts sein. Dies sind wesentliche Punkte der “Gemeinsamen Erklärung des Zentralrats der Juden und der Kultusministerkonferenz zur Vermittlung jüdischer Geschichte, Religion und Kultur in der Schule”; (Pressemitteilung).