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Presse

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Pressemitteilungen

17.01.2024: Pressemitteilung: Lernförderlicher Einsatz von Chat GPT und Co. ist entscheidend

17.01.2024: Pressemitteilung: Lernförderlicher Einsatz von Chat GPT und Co. ist entscheidend

Lernförderlicher Einsatz von Chat GPT und Co. ist entscheidend

Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) legt ein Impulspapier zu „Large Language Models und ihre Potenziale im Bildungssystem“ vor. Darin gibt sie Anregungen für den Einsatz im Unterricht, Forschungs- und Entwicklungsaufgaben sowie bildungspolitische Diskussionen.

Bonn, 17. Januar 2024. Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz hat heute (17.01.2024) ein neues Impulspapier veröffentlicht. Darin setzt sich die Kommission mit den Chancen und Herausforderungen von Sprachmodellen (Large Language Models, wie z. B. Chat GPT) für den schulischen Einsatz auseinander. Ferner gibt sie Impulse für die Weiterentwicklung der Sprachmodelle und den Umgang mit aktuellen Fragestellungen. Insgesamt kommt die Kommission zu der Einschätzung, dass Large Language Models großes Potenzial für das Lernen haben und Lehrkräfte bei der Unterrichtsvorbereitung unterstützen können. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass Lehrkräfte für den Einsatz der Tools qualifiziert sind und die Verantwortung für die Verwendung der KI, etwa bei der Aufgabenerstellung oder der Beurteilung von Leistungen, tragen. Zudem benötigen sowohl Schüler:innen als auch Lehrkräfte Kenntnisse zur Funktionsweise und zur kritische Bewertung von Informationen. An dem Impulspapier haben einschlägige wissenschaftliche Expert:innen für den Einsatz künstlicher Intelligenz in Bildungsprozessen mitgewirkt.

Prof. Dr. Ulrike Cress, SWK-Mitglied und Direktorin des Leibniz-Instituts für Wissensmedien: „Wir halten ein Verbot nicht für zielführend. KI-Anwendungen wie Chat GPT haben Einzug in die Lebenswelt der Schüler:innen und Lehrer:innen gehalten. Gleichzeitig gibt es noch wenig belastbare Forschungsergebnisse. Daher regen wir eine Übergangsphase an, in welcher der Einsatz systematisch erprobt und wissenschaftlich begleitet werden kann. Chat GPT und andere Sprachmodelle sind nicht für den Unterricht entwickelt worden. Eine besonders große Herausforderung besteht derzeit noch darin, Tools für den Einsatz im Bildungskontext und in speziellen Fächern zu entwerfen.“

Christine Streichert-Clivot, Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Ministerin für Bildung des Saarlandes: „KI und besonders Large Language Models gehören spätestens seit ChatGTP zu unserem Alltag. Dies muss sich auch in den Bildungseinrichtungen spiegeln. Mir als KMK-Präsidentin ist es wichtig, dass alle Kinder und Jugendliche bei dieser Entwicklung mitreden können und in gleichem Maße von den Vorteilen von KI profitieren. Technologischer Fortschritt darf nicht zu stärkerer sozialer Ungleichheit führen, sondern die Chancen müssen für alle zugänglich sein. Die dafür nötigen Grundkompetenzen frühzeitig in die Schulen zu bringen ist unsere gemeinsame Aufgabe als KMK.“

Ferner plädiert die SWK dafür, Large Language Models erst gegen Ende der Sekundarstufe I einzusetzen. In der Grundschule steht der Aufbau basaler Lese- und Schreibkompetenzen im Fokus. Der Einsatz digitaler Schreib-Tools kann in den ersten Jahren der weiterführenden Schule beginnen, die Verwendung von KI sollte jedoch eng begleitet werden. Ihr regelmäßiger Einsatz als Schreibunterstützung kann ab der achten Jahrgangsstufe erfolgen, während weiterhin auch Texte ohne LLM erstellt werden.

Die SWK hat sich auch mit den Auswirkungen auf Prüfungen beschäftigt. Prof. Dr. Olaf Köller, Co-Vorsitzender der SWK und Geschäftsführender Wissenschaftlicher Direktor des IPN – Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik: „Schon jetzt werden Prüfungen unterschieden in sogenannte hilfsmittelfreie Formate und solche, in denen Hilfsmittel erlaubt sind. Diese Unterscheidung trägt auch für den Einsatz von KI. Wenn Large Language Models zum Einsatz kommen, sollte nicht nur der letztendliche Text, sondern auch die reflektierte Auseinandersetzung der Schüler:innen mit der Erstellung und dem Ergebnis Gegenstand der Beurteilung sein.“

Obgleich das Potenzial der Sprachmodelle für Lehren und Lernen im Fokus des Impulspapier steht, verweist die SWK auch auf Rahmenbedingungen und noch ungeklärte Fragen. Technologische, ethische und rechtliche Probleme können die Rechtmäßigkeit des schulischen Einsatzes von Large Language Models in Frage stellen. Die Kommission sieht staatliche Organisationen in der Pflicht, allen Lernenden und Lehrenden in Bildungseinrichtungen einen (kostengünstigen) Zugriff auf KI-Systeme zu ermöglichen. Aufgabe der Bildungspolitik muss es zudem sein, große Sprachmodelle in geeignete Lernplattformen zu integrieren oder Commons-Alternativen zu entwickeln, deren Funktionsumfang und Verzerrungen bekannt sind und frei beforscht werden können.

Links

Impulspapier „Large Language Models und ihre Potenziale im Bildungssystem“: https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/KMK/SWK/2024/SWK-2024-Impulspapier_LargeLanguageModels.pdf

Olaf Köller und Ulrike Cress stellen das Impulspapier in einem SWK Talk online am 18.01.2023, 17:00 bis 18:00 Uhr vor und diskutieren anschließend mit der Präsidentin der Kultusministerkonferenz Christine Streichert-Clivot und dem Lehrer und Schulberater Björn Frommann. Die Anmeldung ist unter folgendem Link möglich: https://pretix.eu/swk/LLM/

Gutachten „Digitalisierung im Bildungssystem“ (2022): https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/KMK/SWK/2022/SWK-2022-Gutachten_Digitalisierung.pdf

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Anna Niewerth
Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK)
Geschäftsstelle
0228 501 702
anna.niewerth@swk.kmk.org

08.12.2023: Pressemitteilung: Qualität der Lehrkräftebildung sichern

08.12.2023: Pressemitteilung: Qualität der Lehrkräftebildung zu sichern

Gemeinsame Pressemitteilung von SWK und KMK

Qualität der Lehrkräftebildung sichern

In ihrem neuen Gutachten „Lehrkräftegewinnung und Lehrkräftebildung für einen hochwertigen Unterricht“ empfiehlt die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) Maßnahmen für ein wissenschaftsbasiertes, klar strukturiertes Qualifikationssystem für Lehrkräfte in Studium, Vorbereitungsdienst und während des Berufs. Für den zweiten Weg ins Lehramt hat die SWK Modelle für einen Master mit anschließendem Vorbereitungsdienst entwickelt.

Berlin/Bonn, 08.12.2023.Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz hat heute (08.12.2023) ihr Gutachten „Lehrkräftegewinnung und Lehrkräftebildung für einen hochwertigen Unterricht“ vorgestellt. Das Gutachten formuliert Ziele und Standards für das Studium, den Vorbereitungsdienst und die Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften. Zudem gibt die Kommission Empfehlungen, wie die Ausbildung attraktiver werden kann und wie sich der künftige Lehrkräftebedarf verlässlicher vorhersehen lässt. Im Januar hatte die SWK eine Stellungnahme mit kurzfristigen Maßnahmen zum Umgang mit dem Lehrkräftemangel veröffentlicht. Das aktuelle Gutachten enthält Maßnahmen zur langfristigen Reform der Lehrkräftebildung.

„Viele Schulen leiden unter einem akuten Lehrkräftemangel, gleichzeitig sind die Leistungen der Schülerinnen und Schüler, wie zuletzt PISA gezeigt hat, besorgniserregend. Aus internationalen Studien wissen wir, dass die Kompetenzen der Lehrkräfte entscheidend sind für den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler. Deshalb dürfen die Anforderungen an den Beruf nicht abgesenkt werden. Lehrkräfte brauchen unterrichtsbezogenes Wissen im Fach und Wissen über Lern- und Entwicklungsprozesse von Kindern und Jugendlichen. Eine universitäre Lehrkräftebildung muss dieses Wissen vermitteln und darauf aufbauend Praxiserfahrungen schrittweise ermöglichen. Eine kompetente Begleitung der Praxiserfahrungen ist für den Erwerb von wirksamen Unterrichtskompetenzen entscheidend. Dafür ist bereits in der ersten Phase eine enge Zusammenarbeit mit den Studienseminaren erforderlich“, fasst Prof. Dr. Felicitas Thiel, Co-Vorsitzende der SWK und Professorin für Schulpädagogik und Schulentwicklungsforschung an der Freien Universität zusammen.

Katharina Günther-Wünsch, Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Berliner Senatorin für Bildung, Jugend und Familie: „Ich möchte mich für das SWK-Gutachten zur Qualifizierung von Lehrkräften bedanken und dabei besonders die konsequente Berücksichtigung der Lehrkräftebildung in den Empfehlungen hervorheben. Die klare Positionierung für hohe Qualitätsstandards in der Lehrkräftebildung ist und bleibt unverzichtbar für die zukünftige Entwicklung unseres Bildungssystems. Die Kultusministerkonferenz wird sich eingehend mit den vorgeschlagenen Empfehlungen auseinandersetzen und entsprechende Maßnahmen formulieren. Dabei ist eine umfassende Betrachtung der Lehrkräftequalifizierung notwendig, einschließlich der Ausbildung an Hochschulen und im Vorbereitungsdienst sowie der Fort- und Weiterbildung. Im Kontext der bildungspolitischen Initiativen in Berlin könnte eine Erweiterung des Blickwinkels auf bundesweiter Ebene sinnvoll sein. In Betracht ziehen sollten wir hierbei neue Ansätze zur Lehrkräftequalifikation, wie beispielsweise verkürzte Ausbildungen für Ein-Fach-Lehrkräfte oder duale Studiengänge. Die Notwendigkeit, dass Fachexperten vor der Unterrichtstätigkeit langwierige Studien absolvieren müssen, wirft Fragen auf. Zudem ist es von Bedeutung, die zügige Anerkennung ausländischer Abschlüsse zu fördern und innovative Strategien zur Überwindung sprachlicher Barrieren zu entwickeln. Eine nationale Evaluierung der Möglichkeit des hybriden Lernens für ältere Schülerinnen und Schüler, inspiriert von laufenden Modellversuchen in Berlin, könnte ebenfalls erfolgversprechend sein.“

Ties Rabe, A-Länderkoordinator und Hamburgs Senator für Schule und Berufsbildung: „Ich freue mich über die klaren Empfehlungen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Idee, neben dem klassischen Lehramtsstudium einen zweiten Weg mit einem neuen Studiengang in den Lehrberuf zu eröffnen, erschließt ganz neue Chancen für Studierende. Und die Verkürzung des Referendariats durch eine bessere Verzahnung von Studium und Praxis sollte sorgfältig geprüft werden. Vor allem aber begrüße ich das klare Bekenntnis zu einer soliden und fachlich hochwertigen Lehrerausbildung.“

Prof. Dr. R. Alexander Lorz, B-Länderkoordinator und Hessischer Kultusminister: „Die SWK legt ein umfassendes Gutachten vor, das den Ländern viele Anhaltspunkte liefert, die Lehrkräftebildung an die neuen Herausforderungen anzupassen. Ich begrüße insbesondere die Ansätze, neue Personengruppen für den Beruf als Lehrkraft zu erschließen, ohne dabei den Qualitätsanspruch aus dem Blick zu verlieren. Die etablierte und qualitätsgesicherte grundständige Ausbildung unserer zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer durch alternative Formen zu gefährden, lehnt die SWK ab. Dem schließe ich mich an. So schaffen wir Verlässlichkeit für die Personen und Institutionen, die sich tagtäglich für gut ausgebildete Lehrkräfte bemühen, und Vertrauen in ihre Arbeit.“

Wissenschaftsbasiert Kompetenzen aufbauen in Studium, Vorbereitungsdienst und Fortbildung

Die SWK empfiehlt eine wissenschaftsbasierte Lehrkräftebildung in Studium und Vorbereitungsdienst, in der Wissen und Fähigkeiten schrittweise aufgebaut werden. Dafür ist die Entwicklung eines Curriculums nötig, das stärker als bisher Inhalte des Studiums und des Vorbereitungsdienstes im Zusammenhang definiert: zentrale Kompetenzen im Fach und der Fachdidaktik, Querschnittsthemen wie der Umgang mit Heterogenität sowie gute Lerngelegenheiten im Studium und in den Praxisphasen.

Auch die Ausbildung von Personen ohne klassisches Lehramtsstudium (Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger) soll wissenschaftsbasiert erfolgen. Konkret empfiehlt die SWK, dass etwa Fachstudierende oder Berufswechslerinnen und -wechsler ein Masterstudium in einem Unterrichtsfach mit anschließendem Vorbereitungsdienst absolvieren. Dieser zweite Weg ins Lehramt soll die zahlreichen Sondermaßnahmen in den Ländern ablösen. „Der Lehrkräftebedarf unterliegt starken Schwankungen. Während jüngst so viele Schülerinnen und Schüler wie nie eingeschult wurden, sind die Geburtenzahlen seit 2022 rückläufig, gleichzeitig sind migrations- und fluchtbedingt steigende Zahlen nur bedingt vorhersehbar. Ein klar strukturierter zweiter Weg ermöglicht es, flexibel auf den Lehrkräftebedarf zu reagieren und gleichzeitig die wissenschaftliche Qualifizierung der Lehrkräfte sicherzustellen. Zudem müssten keine neuen Strukturen aufgebaut werden und der zweite Weg ins Lehramt wäre mit finanziell geringem Aufwand umsetzbar“, ergänzt Prof. Dr. Olaf Köller, Co-Vorsitzender der SWK und geschäftsführender Direktor des IPN – Leibniz-Institut für die Didaktik der Naturwissenschaften und Mathematik.

Handlungsbedarf sieht die SWK im Bereich der Fortbildungen. In den meisten Ländern findet keine systematische Erfassung der Fortbildungsbedarfe und eine darauf ausgerichtete Angebotsplanung statt. Zudem werden Dozentinnen und Dozenten oft zufällig rekrutiert und nur in wenigen Ländern gezielt qualifiziert. Vor diesem Hintergrund fordert die SWK eine datenbasierte Angebotsplanung und eine Qualitätssicherung. Sie empfiehlt außerdem eine Fortbildungsverpflichtung von 30 Stunden pro Jahr für alle Lehrkräfte, um sicherzustellen, dass sie sich kontinuierlich mit neuen Inhalten und Anforderungen auseinandersetzen können.

Ausbildungsbedingungen verbessern

Neben den Empfehlungen zur inhaltlichen Ausgestaltung der Lehrkräftebildung widmet sich das Gutachten den Ausbildungsbedingungen. Obwohl Lehramtsstudierende an vielen Universitäten einen großen Teil der Studierenden ausmachen, ist der Stellenwert der Lehrkräftebildung in den Universitäten häufig gering und liegt quer zu anderen Zuständigkeiten und Bereichen. Gleichzeitig verzeichnen die Universitäten hohe Schwundquoten insbesondere in den Mangelfächern. Die SWK empfiehlt daher eine Stärkung und systematische Qualitätssicherung der Lehrkräftebildung an den Universitäten, angefangen von der sichtbaren Verankerung in der Hochschulleitung über Forschungsanreize bis hin zur Verbesserung der Studierbarkeit.
Der Vorbereitungsdienst stellt angehende Lehrkräfte vor große Herausforderungen. Für den Vorbereitungsdienst empfiehlt die SWK eine begrenzte Unterrichtsverpflichtung von ca. sechs Wochenstunden, für die Berufseingangsphase (sechs Monate) eine Unterrichtsreduktion um sechs bis acht Stunden. Die Länge des Vorbereitungsdienstes kann auf zwölf Monate reduziert werden, sofern Studium und Vorbereitungsdienst strukturell und inhaltlich miteinander verschränkt werden und die Studienseminare in die Begleitung der universitären Praxisphasen einbezogen werden.
Inzwischen arbeiten immer mehr Lehramtsstudierende neben dem Studium als Vertretungslehrkräfte. Dies birgt die Gefahr, dass sich Studienzeiten verlängern und Studierende ihr Studium abbrechen, weil sie direkt in der Schule bleiben. Die SWK empfiehlt die qualifizierte Begleitung der Vertretungslehrkräfte mit Beteiligung der Universitäten. Unter dieser Bedingung können die Tätigkeiten auf Praxisphasen des Studiums angerechnet werden.

Studierende gewinnen und Karrierewege aufzeigen

Für die Gewinnung von Studierenden empfiehlt die SWK u. a. neue Studienplätze in Mangelbereichen zu schaffen, die Aufhebung von Zulassungsbeschränkungen zu prüfen und finanzielle Anreize für Studieninteressierte anzubieten. Aus Sicht der SWK würde der Beruf der Lehrkraft auch attraktiver durch mehr Entwicklungsmöglichkeiten und definierte Karrierewege, etwa mit Blick auf die Qualifizierung für Leitungs- und Koordinationsfunktionen. Hier empfiehlt die SWK wissenschaftliche Weiterbildungen zu entwickeln, die modular aufgebaut sind.

Datenlücken schließen und Lehrkräftebedarf transparent und vergleichbar modellieren

Voraussetzung für alle Maßnahmen zur Gewinnung von Studierenden und der Sicherung ihres Studienerfolgs ist eine verlässliche Datengrundlage. Dies gilt ebenso für die Prognose des Lehrkräftebedarfs. Hier empfiehlt die SWK den Ländern, Daten systematisch vergleichbar zu erheben und aktuelle Datenlücken zu schließen, etwa hinsichtlich der Anzahl der Studienanfängerinnen und -anfänger sowie mit Blick auf den Verlauf vom Vorbereitungsdienst bis in den Beruf. Neben der Datenqualität ist entscheidend, dass der Lehrkräftebedarf und das Lehrkräfteangebot transparent und vergleichbar modelliert wird.

 

Die Empfehlungen auf einen Blick

Empfehlung 1: Daten für eine verlässliche und vergleichbare Prognose systematisch erheben und vorhandene Datenlücken in allen Ländern schließen.

Empfehlung 2: Transparenz über die in die Prognosen eingehenden Annahmen in allen Ländern herstellen.

Empfehlung 3: Lehrkräftebedarf und -angebot in allen Ländern bedarfsgerecht und vergleichbar modellieren.

Empfehlung 4: Studienberechtigte, insbesondere nichttraditionelle Zielgruppen gezielt für ein Lehramtsstudium, vor allem für die vom Mangel betroffenen Fächer und Schulformen, ansprechen.

Empfehlung 5: Studierbarkeit datengestützt verbessern sowie soziale und akademische Integration in den Hochschulen stärken.

Empfehlung 6: Stellenwert der Lehrkräftebildung an Universitäten durch strukturelle Verankerung sowie gezielte Anreize erhöhen.

Empfehlung 7: Phasenübergreifende, verlässliche Abstimmungsstrukturen und Verfahren des Qualitätsmanagements etablieren sowie Übergang zwischen erster und zweiter Phase weiterentwickeln.

Empfehlung 8: Wissenschaftsbasierte Lehrkräftebildung in der ersten und zweiten Phase sowie der Berufseinstiegsphase mit hohem Bezug zu den unterrichtlichen Anforderungen im Sinne eines
kumulativen Kompetenzaufbaus gestalten.

Empfehlung 9: Wissenschaftsbasierten, qualifizierten zweiten Weg in den Lehrkraftberuf eröffnen.

Empfehlung 10: Angebote der Lehrkräftefortbildung zu einem forschungsbasierten, bedarfsorientierten und qualitätsgesicherten Fortbildungssystem weiterentwickeln (auf der Grundlage eines ländergemeinsamen Qualitätsrahmens).

Empfehlung 11: Weiterbildungen und Karrierewege für ein weiteres Unterrichtsfach bzw. sonderpädagogische Förderschwerpunkte sowie für Leitungs- und Assistenzfunktionen in Schule und Unterricht ausbauen.

 

Weitere Informationen

Das Gutachten „Lehrkräftegewinnung und Lehrkräftebildung: https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/KMK/SWK/2023/SWK-2023-Gutachten_Lehrkraeftebildung.pdf

Die Zusammenfassung des Gutachtens: https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/KMK/SWK/2023/SWK-2023-Gutachten_Lehrkraeftebildung_Zusammenfassung.pdf

Alle bisherigen Gutachten, Stellungnahmen und Impulspapiere der SWK stehen hier zum Download zur Verfügung: https://www.kmk.org/de/kmk/staendige-wissenschaftliche-kommission/veroeffentlichungen.html

 

Kontakt

Anna Niewerth
Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK)
Geschäftsstelle
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anna.niewerth@swk.kmk.org
www.swk-bildung.org

Torsten Heil
Sekretariat der Kultusministerkonferenz
030 25418 462
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29.11.2023: Presseeinladung: Vorstellung des SWK-Gutachtens „Lehrkräftegewinnung und Lehrkräftebildung für einen hochwertigen Unterricht“ (08.12.2023, 12 Uhr in Berlin)

Im Januar 2023 hatte die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) Empfehlungen zu kurzfristig wirksamen Maßnahmen gegen den akuten Lehrkräftemangel vorgestellt. Nun legt die SWK ein Gutachten vor, das sich grundlegenden Fragen der Lehrkräftebildung widmet: Wie kann der Lehrkräftebedarf verlässlich geplant werden? Wie können Studierende für ein Lehramtsstudium gewonnen und ihr Studienerfolg gesichert werden? Wie sollte das System der Lehrkräftebildung langfristig angelegt sein, um Lehrkräfte im Studium, im Vorbereitungsdienst und im Beruf für guten Unterricht zu qualifizieren? Wie sollte ein zweiter Weg ins Lehramt gestaltet sein?

Für die Vorstellung des Gutachtens laden SWK und KMK zu einer gemeinsamen Pressekonferenz am 08.12.2023 von 12 bis 13 Uhr im Sekretariat der Kultusministerkonferenz (Länderzimmer 1, Taubenstraße 10, 10117 Berlin)) ein.

Ihre Gesprächspartnerinnen und -partner sind:

  • Prof. Dr. Felicitas Thiel, Co-Vorsitzende der SWK und Professorin für Schulpädagogik und Schulentwicklungsforschung an der Freien Universität Berlin
  • Prof. Dr. Olaf Köller, Co-Vorsitzender der SWK und wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN)
  • Katharina Günther-Wünsch, Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Berliner Senatorin für Bildung, Jugend und Familie
  • Ties Rabe, A-Länderkoordinator und Hamburgs Senator für Schule und Berufsbildung
  • Prof. Dr. R. Alexander Lorz, B-Länderkoordinator und Hessischer Kultusminister

Bitte geben Sie uns bis 06.12.2023 per Mail an info@swk.kmk.org Bescheid, ob Sie an der Pressekonferenz teilnehmen. Die digitale Teilnahme an der Pressekonferenz erfolgt aus technischen Gründen via Webex. Journalistinnen und Journalisten, die nicht vor Ort sind, haben die Möglichkeit, über den Chat Fragen zu stellen.

Herzliche Grüße

Torsten Heil & Anna Niewerth

Kontakt

Anna Niewerth
Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK)
Geschäftsstelle
0228 501 702
anna.niewerth@swk.kmk.org

Torsten Heil
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27.01.2023: Pressemitteilung: Einsatz optimieren, Bedarf senken: SWK empfiehlt zeitlich befristete Notmaßnahmen zum Umgang mit dem akuten Lehrkräftemangel

27.01.2023: Pressemitteilung: SWK empfiehlt zeitlich befristete Notmaßnahmen zum Umgang mit dem akuten Lehrkräftemangel

Gemeinsame Pressemitteilung von SWK und KMK

Einsatz optimieren, Bedarf senken: SWK empfiehlt zeitlich befristete Notmaßnahmen zum Umgang mit dem akuten Lehrkräftemangel

In ihrer Stellungnahme empfiehlt die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) Maßnahmen zum Umgang mit dem akuten Lehrkräftemangel. Sie zielen darauf ab, den Einsatz qualifizierter Lehrkräfte zu verbessern und den Bedarf zu senken.

Berlin/Bonn,27.01.2023. Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) hat heute (27.01.2023) gemeinsam mit der Kultusministerkonferenz (KMK) eine Stellungnahme zum Umgang mit dem akuten Lehrkräftemangel vorgestellt. Der Lehrkräftemangel hat in erheblichem Maße demografische Ursachen und ist Teil des allgemeinen Fachkräftemangels. Es wird künftig kaum möglich sein, genügend Lehrkräfte auszubilden. Die Empfehlungen konzentrieren sich deshalb einerseits darauf, das Potenzial qualifizierter Lehrkräfte auszuschöpfen, etwa Teilzeitarbeit befristet zu begrenzen, Lehrkräfte im Ruhestand einzusetzen und Lehrerinnen und Lehrer von Aufgaben jenseits des Unterrichts zu entlasten. Andererseits hält die SWK es für möglich, den Lehrkräftebedarf unter bestimmten Bedingungen zu senken. Die Kommission empfiehlt dafür u. a. die Ausweitung von Hybridunterricht und Selbstlernzeiten in höheren Klassenstufen sowie den flexiblen Umgang mit Klassengrößen ab der Sekundarstufe I. Die Kommission betont, dass es sich hierbei um Notmaßnahmen handelt, die zeitlich befristet sein müssen. Langfristig sind neue Formen der Unterrichtsorganisation und der Ausbildung sowie Gewinnung von Lehrkräften notwendig.

„Die aktuelle Situation ist besorgniserregend. Erst vor wenigen Monaten hat der IQB-Bildungstrend gezeigt, dass immer mehr Kinder die Mindeststandards in Deutsch und Mathematik am Ende der vierten Jahrgangsstufe nicht erreichen. Der Lehrkräftemangel verschärft die Situation. In manchen Regionen ist die Unterrichtsversorgung nicht mehr sichergestellt und die Qualität des Unterrichts leidet. Wir können das Problem nicht lösen, indem wir Studierende und fachlich sowie fachdidaktisch nicht ausreichend qualifizierte Seiteneinsteiger:innen als eigenverantwortlich arbeitende Lehrkräfte beschäftigen. Eine bessere Strategie wäre es, die Verantwortung qualifizierter Lehrer:innen zu stärken, die bereits im System sind, und ihnen Assistenzkräfte zuzuordnen. Dafür sind allerdings neue Formen der Unterrichtsorganisation erforderlich“, erklärt Prof. Dr. Felicitas Thiel, Professorin für Schulpädagogik und Schulentwicklungsforschung an der Freien Universität Berlin und Co-Vorsitzende der SWK.

„Die Kurz-Stellungnahme der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der KMK zeigt aus wissenschaftlicher Sicht die systematischen Möglichkeiten auf, dem akuten bundesweiten Lehrkräftemangel kurz- und mittelfristig zu begegnen. Darin werden wichtige und umfassende Hinweise gegeben, wie wir dem deutschlandweiten Fachkräftemangel begegnen können. Dafür danke ich den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der SWK sehr. Einige der hier vorgestellten Maßnahmen werden in dem ein oder anderen Bundesland bereits verfolgt oder auch von eigenverantwortlichen Schulen schon umgesetzt. Manch andere der vorgeschlagenen Maßnahmen sind aus unserer Sicht erst einmal ein Vorschlag aus wissenschaftlicher Sicht, den wir zunächst mit der Schulrealität rückkoppeln müssen. Denn eines ist klar: Lehrkräfte waren durch die Pandemie und weitere Krisen besonders herausgefordert. Adhoc-Maßnahmen dürfen nicht dazu führen, dass die Pädagoginnen und Pädagogen verunsichert werden. Denn wir müssen den Bestand an Lehrkräften sichern und pflegen. Klar ist, dass die künftige Attraktivität pädagogischer Berufe auch von den Maßnahmen abhängt, die wir jetzt ergreifen. Aus Sicht der Kultusministerkonferenz ist die Bedeutung von qualitativ hochwertigem Unterricht unbestritten. Hierfür benötigen wir gut qualifizierte Lehrkräfte. Die Länder werben auf vielen Kanälen um Nachwuchskräfte und unternehmen erhebliche Anstrengungen, Lehrkräfte durch Verwaltungsleitungen an Schulen, Schuldigitalisierung oder den Einsatz multiprofessioneller Teams zu entlasten. Die SWK hat auch noch einmal deutlich gemacht, dass die systematische Qualifizierung von Quer- sowie Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern auf viele Jahre angelegt sein muss. Wir haben in Berlin damit schon früh begonnen und ein eigenes Qualifizierungszentrum eingerichtet. Wichtig ist mir auch der Hinweis auf die erforderliche Gesundheitsförderung von Lehrkräften. Insgesamt stellt die Kurz-Stellungnahme der SWK klar, dass es Fachkräftemangel mittlerweile bundesweit in nahezu allen Arbeitsbereichen gibt. Gleichzeitig wird offensichtlich, dass es nicht das eine Wundermittel gegen den Lehrkräftemangel gibt, sondern dass wir an mehreren Stellschrauben drehen müssen, um qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen. Dazu gehört auch, dass die Universitäten die Lehramtsstudierenden gut beraten und zu einem erfolgreichen Abschluss führen“, so Astrid-Sabine Busse, Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Berliner Senatorin für Bildung, Jugend und Familie.

Prof. Dr. R. Alexander Lorz, B-Länderkoordinator und Hessischer Kultusminister: „Die nun vorliegenden Empfehlungen der SWK unterstreichen den akuten Handlungsbedarf, aber auch die Tatsache, dass wir uns mit den Schulen hier in einem mittlerweile fast alle Branchen betreffenden hohen Fachkräftebedarf bewegen, für den es keine einfachen Lösungen gibt. Ein nicht unerheblicher Teil der Empfehlungen wird von uns in den Ländern bereits umgesetzt, andere Vorschläge werden sicherlich zu größeren Diskussionen führen, wenn ich bspw. an die Vorschläge für Hybridunterricht, Selbstlernzeiten und zur Erhöhung der Klassenteiler denke. Ich bin daher sehr dankbar, dass die SWK deutlich macht, dass es hier keine Denkverbote geben darf und wir zur Deckung des Lehrkräftebedarfs der Kreativität kaum Grenzen setzen dürfen. Entscheidend ist und bleibt aber das hohe Qualifikationsniveau für die Lehrkräfte, die im Grundunterricht eingesetzt werden. Eine heterogene Schülerschaft braucht gut qualifizierte Lehrkräfte. Ich sehe nach wie vor ein großes Potenzial in einer Ausweitung der Arbeitszeit bei unseren Teilzeitbeschäftigten.“

Ties Rabe, A-Länderkoordinator und Hamburgs Senator für Schule und Berufsbildung: „Das Gutachten zeigt, dass wir vor einer tiefgreifenden Wende in der Bildungspolitik stehen: Die Wissenschaftler sagen voraus, dass wir voraussichtlich nicht genügend Lehrkräfte finden können, um den wachsenden Bedarf zu decken. Denn tatsächlich gibt es in allen Berufsbranchen ein Nachwuchsproblem, weil wir zu wenig junge Menschen haben, die jetzt und auf viele Jahren hinaus auf den Arbeitsmarkt kommen. Ich gehe davon aus, dass die Wissenschaftler recht haben und wir trotz großer Anstrengungen, die wir weiter voranbringen müssen, auf Dauer nicht genügend Lehrkräfte finden können. Deshalb geht es jetzt darum, umzudenken und genau zu überlegen, wie wir mit diesem beginnenden Fachkräftemangel in einem so wichtigen Zukunftsfeld umgehen wollen. Viele Studien zeigen eindeutig, dass der Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen ganz maßgeblich von der Qualität des Unterrichts abhängt und es geht daher um die schwierige Herausforderung guten Unterricht zu organisieren, ohne zukünftig zusätzliche Lehrkräfte einstellen zu können.“

Teilzeitarbeit begrenzen, Einsatz von Lehrkräften im Ruhestand

Studien zeigen, dass qualifizierte Lehrkräfte für den Lernerfolg unverzichtbar sind. Die SWK empfiehlt daher, dass sich Maßnahmen gegen den Lehrkräftemangel vor allem darauf konzentrieren sollten, die vorhandenen Lehrkräfte bestmöglich einzusetzen. 49 Prozent der Lehrkräfte arbeiten in Teilzeit, hier liegt das größte Potenzial, Ressourcen zu erschließen. Die SWK spricht sich dafür aus, die Möglichkeit zur Teilzeitarbeit zu begrenzen, die Reduktion auf unter 50 Prozent der Arbeitszeit etwa sollte nur aus besonderen Gründen möglich sein, ebenso sollten Sabbaticals befristet eingeschränkt werden. „Selbstverständlich sollte jede Lehrkraft die Möglichkeit haben, ihre Arbeitszeit zu reduzieren, etwa, wenn sie kleine Kinder betreut oder Angehörige pflegt. Eine maßvolle Erhöhung der Arbeitszeit, die vereinbar ist mit Familienverantwortung, hätte jedoch erhebliche Effekte. Viele Bundesländer bemühen sich außerdem darum, Lehrkräfte aus dem Ruhestand in den Schuldienst zurückzuholen. Auch aus Sicht der SWK ist dieser Ansatz lohnenswert und könnte verstärkt werden“, erläutert Prof. Dr. Olaf Köller, wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaft und Mathematik (IPN) und Co-Vorsitzender der SWK.

Lehrkräfte entlasten

Auch die Entlastung der Lehrkräfte von Aufgaben, die nicht direkt mit dem Unterricht zusammenhängen, wie die Betreuung von Fachräumen oder der IT-Infrastruktur, kann dazu beitragen, dem Lehrkräftemangel zu begegnen. Diese Aufgaben kann nicht-pädagogisches Personal übernehmen. Zum anderen können Lehramtsstudierende und weitere Vertretungslehrkräfte in begrenztem Umfang und unter Anleitung Unterrichtsstunden und pädagogische Tätigkeiten wie die Korrektur von Klassenarbeiten übernehmen. „Bei allen Maßnahmen gilt: Die Unterrichtsqualität ist entscheidend für den Lernerfolg der Kinder, daher muss die Verantwortung für den Unterricht bei einer qualifizierten Lehrkraft liegen, die ein Universitätsstudium abgeschlossen und ein Referendariat durchlaufen hat“, so Felicitas Thiel.

Ausschöpfung und Flexibilisierung der Klassengrößen an weiterführenden Schulen

Die Maßnahmen zur Ausschöpfung des Potenzials qualifizierter Lehrkräfte werden allerdings nicht ausreichen. Daher wird es außerdem nötig sein, den Bedarf zu senken. Die Erhöhung von Klassengrößen ist in Deutschland umstritten. Lehrkräfte nehmen große Klassen als Belastung wahr. Gleichzeitig zeigt die Forschung, dass Effekte der Klassengröße auf die Leistungen der Schülerinnen und Schüler eher gering sind. Zudem variieren die Klassengrößen innerhalb von Schulen und Ländern. Vor diesem Hintergrund empfiehlt die SWK, zunächst die definierten Obergrenzen auszuschöpfen. Wenn andere Maßnahmen ausgereizt sind, darf in der Sekundarstufe I auch eine befristete Erhöhung der maximalen Klassenfrequenz nicht ausgeschlossen werden. Grundschulen und Schulen in besonderen Lagen sollten davon ausgenommen sein. Gleichzeitig fordert die SWK mehr Angebote der Gesundheitsförderung für Lehrkräfte, um mit der Belastung im Schulalltag besser umzugehen

Hybridunterricht und Selbstlernzeiten in der Oberstufe ausweiten

Für die Oberstufe schlägt die SWK vor, hybride Unterrichtsformate und Selbstlernzeiten systematisch einzuführen. „Diese Formen des Unterrichts sollten in einer digitalisierten Welt unabhängig von Mangelsituationen eine zentrale Rolle spielen. Sie setzen allerdings voraus, dass die Schüler:innen vorher Kompetenzen zum Selbstlernen erworben haben und auf hochwertiges Material zurückgreifen können. Beides ist Aufgabe einer qualifizierten Lehrkraft“, führt Olaf Köller aus.

Über diese Stellungnahme mit kurzfristigen Maßnahmen hinaus arbeitet die SWK aktuell an einem Gutachten zur Lehrkräftegewinnung und -qualifizierung. Weitere Informationen zur Ausrichtung des Gutachtens sowie weitere Themen der SWK enthält das Arbeitsprogramm der SWK für die Jahre 2023 und 2024, das im vergangenen Dezember beschlossen wurde.

Die Empfehlungen auf einen Blick

1.  Erschließung von Beschäftigungsreserven bei qualifizierten Lehrkräften

2.  Weiterqualifizierung von Gymnasiallehrkräften für andere Schulformen sowie Nachqualifizierung in Mangelfächern

3.  Entlastung und Unterstützung qualifizierter Lehrkräfte durch Studierende und andere, formal nicht (vollständig) qualifizierte Personen

4.  Flexibilisierung durch Hybridunterricht in höheren Jahrgangsstufen, Erhöhung der Selbstlernzeiten sowie Anpassung der Klassenfrequenz

5.  Vorbeugende Maßnahmen zur Gesundheitsförderung

6.  Bestandsaufnahme, Bewertung und Weiterentwicklung von Modellen des Quer- und Seiteneinstiegs

Hinweis: Aktualisierte Version vom 05.04.2023. Aufgrund weiterer Differenzierungen bei den Berechnungen zur Teilzeitquote wurden auf S. 11 Daten und Text angepasst sowie Erläuterungen hinzugefügt. Das Literaturverzeichnis wurde um die zugehörigen Quellen erweitert. Die Empfehlungen sind unverändert in der Fassung vom 27.01.2023

Weitere Informationen

Die Stellungnahme „Empfehlungen zum Umgang mit dem akuten Lehrkräftemangel“ können Sie hier herunterladen: https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/KMK/SWK/2023/SWK-2023-Stellungnahme_Lehrkraeftemangel.pdf

Das Arbeitsprogramm der SWK für die Jahre 2023 und 2024 finden Sie hier: https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/KMK/SWK/2022/SWK-Arbeitsprogramm_2023_2024.pdf

Alle bisherigen Gutachten, Stellungnahmen und Impulspapiere der SWK stehen hier zum Download zur Verfügung: https://www.kmk.org/de/kmk/staendige-wissenschaftliche-kommission/veroeffentlichungen.html

 

Kontakt

Anna Niewerth
Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK)
Geschäftsstelle
0228 501 702
anna.niewerth@swk.kmk.org
www.swk-bildung.org

Torsten Heil
Sekretariat der Kultusministerkonferenz
030 25418 462
torsten.heil@kmk.org
www.kmk.org

16.01.2023: Presseeinladung: Vorstellung der SWK-Stellungnahme „Empfehlungen zum Umgang mit dem akuten Lehrkräftemangel“ (27.01.2023, 12 bis 13 Uhr via Webex)

16.01.2023: Presseeinladung: Vorstellung der SWK-Stellungnahme „Empfehlungen zum Umgang mit dem akuten Lehrkräftemangel“ (27.01.2023, 12 bis 13 Uhr via Webex)

Der Lehrkräftemangel stellt in den nächsten Jahren eine besondere Herausforderung für die Unterrichtsversorgung und -qualität dar. Vor diesem Hintergrund hat die Kultusministerkonferenz die Ständige Wissenschaftliche Kommission (SWK) gebeten, Empfehlungen zum Umgang mit dem akuten Lehrkräftemangel vorzulegen.

Für die Vorstellung der Stellungnahme laden SWK und KMK zu einer gemeinsamen Pressekonferenz am 27.01.2023 von 12 bis 13 Uhr (via Webex) ein.

Ihre Gesprächspartner:innen sind:

  • Prof. Dr. Felicitas Thiel, Professorin für Schulpädagogik und Schulentwicklungsforschung an der Freien Universität Berlin und Co-Vorsitzende der SWK
  • Prof. Dr. Olaf Köller, Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) und Co-Vorsitzender der SWK
  • Astrid-Sabine Busse, Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Berliner Senatorin für Bildung, Jugend und Familie
  • Prof. Dr. R. Alexander Lorz, B-Länderkoordinator und Hessischer Kultusminister
  • Ties Rabe, A-Länderkoordinator und Hamburgs Senator für Schule und Berufsbildung

Bitte geben Sie uns bis zum 25.01.2023 per Mail an anna.niewerth@swk.kmk.org Bescheid, ob Sie an der Pressekonferenz teilnehmen werden. Die Einwahldaten erhalten Sie nach Anmeldung separat per E-Mail. Die Stellungnahme senden wir angemeldeten Journalist:innen am Vortrag der Pressekonferenz (Sperrfrist 27.01.2023, 12 Uhr) zu.

Über diese Stellungnahme hinaus arbeitet die Ständige Wissenschaftliche Kommission an einem umfangreicheren Gutachten zu Fragen der Lehrkräftegewinnung und -qualifizierung. Die Fertigstellung ist für Anfang 2024 geplant.

Kontakt

Anna Niewerth
Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK)
Geschäftsstelle
0228 501 702
anna.niewerth@swk.kmk.org

Torsten Heil
Sekretariat der Kultusministerkonferenz
030 25418 462
torsten.heil@kmk.org

09.12.2022: Pressemitteilung: SWK empfiehlt Konzentration auf basale Kompetenzen in der Grundschule

09.12.2022: Pressemitteilung: SWK empfiehlt Konzentration auf basale Kompetenzen in der Grundschule

Gemeinsame Pressemitteilung von SWK und KMK

SWK empfiehlt Konzentration auf basale Kompetenzen in der Grundschule

In ihrem neuen Gutachten „Basale Kompetenzen vermitteln – Bildungschancen sichern. Perspektiven für die Grundschule“ empfiehlt die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) wichtige Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Grundschule. Zentral ist die Konzentration auf basale Kompetenzen wie zum Beispiel Lesen, Schreiben und Mathematik, damit mehr Schülerinnen und Schüler die Mindeststandards in Deutsch und Mathematik in der Grundschule erreichen können.

Berlin/Bonn, 09.12.2022. Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz hat heute (09.12.2022) gemeinsam mit der Kultusministerkonferenz (KMK) ihr Gutachten Basale Kompetenzen vermitteln – Bildungschancen sichern. Perspektiven für die Grundschule vorgestellt. Das Gutachten stellt die Diagnose und Förderung grundlegender sprachlicher und mathematischer Kompetenzen als zentrale Herausforderungen in den Mittelpunkt. Darüber hinaus formuliert die Kommission Empfehlungen zu strukturellen und organisatorischen Aspekten des Systems Grundschule.

„Die Ergebnisse des jüngsten IQB-Bildungstrends sind alarmierend: Wir können nicht einfach hinnehmen, dass ein wachsender Anteil an Schülerinnen und Schülern die Mindeststandards nicht erreicht. Die Grundschule muss dringend die basalen sprachlichen und mathematischen Kompetenzen fokussieren. Dafür ist es erforderlich nicht nur Einzelmaßnahmen zu ergreifen, sondern eine Strategie zu entwickeln, die das gesamte System von der Schule über die Schulaufsicht bis zu den Kultusministerien in die Verantwortung nimmt. Nur so kann die Grundschule ihrem Bildungsauftrag nachkommen“, fasst Prof. Dr. Felicitas Thiel, Professorin für Schulpädagogik und Schulentwicklungsforschung an der Freien Universität Berlin und Co-Vorsitzende der SWK, zusammen.

Karin Prien, Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Ministerin für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein: „Das Fundament für erfolgreiche Bildungsverläufe wird in der Kindheit gelegt. Daher hat die Kultusministerkonferenz bereits mit der Ländervereinbarung im Jahr 2020 einen besonderen Fokus auf die Grundschule gelegt und in der Folge die SWK um das nun vorliegende Gutachten zur Grundschule gebeten. Der aktuelle IQB-Bildungstrend bestätigt, dass wir uns genauer mit den Bildungsprozessen in der Grundschule und in der frühkindlichen Bildung befassen müssen. Alle Kinder sollen das Recht haben, die in den Mindeststandards definierten Kompetenzen zu erreichen und hierauf aufbauend eine erfolgreiche Schullaufbahn durchlaufen zu können. Ganz unabhängig von ihren Startbedingungen. Ich danke daher der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission für das umfangreiche Gutachten, das sie heute veröffentlicht, und mit dem sie uns in der Politik Hinweise zur Weiterentwicklung gibt. In der vor uns liegenden intensiven Auseinandersetzung mit den Empfehlungen werden wir die vorhandenen Stellschrauben auf allen Ebenen in den Blick nehmen müssen, um die gebotene systemische Weiterentwicklung voranzubringen. Das Gutachten ist eindeutig in dem Punkt, dass wir uns auf den Erwerb der basalen sprachlichen und mathematischen Kompetenzen deutlich konzentrieren müssen. Zudem müssen wir Bildung ganzheitlich denken und sowohl den Spracherwerb als auch die Entwicklung der sogenannten Vorläuferkompetenzen vor der Grundschule, also in Elternhaus und Kita, frühzeitig unterstützen. Das kann nur mit allen Beteiligten gemeinsam gehen. Den Erwerb der basalen Kompetenzen können wir nur durch eine umfassende Fokussierung auf die Unterrichtsqualität sicherstellen. Es geht um geeignete Konzepte und deren wirksame Umsetzung im Unterricht und in der frühkindlichen Bildung. Es geht im Kern um fortlaufende Qualifizierung der Lehrkräfte, der multiprofessionellen Teams und der pädagogischen Fachkräfte in den Schulen und den Kitas. Die für Kitas, Schule, Hochschule und Wissenschaft zuständigen Ministerien in Bund und Ländern müssen hier eng zusammenarbeiten, um die Bedingungen zu schaffen.“

Ties Rabe, A-Länderkoordinator und Hamburgs Senator für Schule und Berufsbildung: „Wir dürfen uns nicht damit abfinden, dass immer weniger Schülerinnen und Schüler über die grundlegenden sprachlichen und mathematischen Kompetenzen verfügen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler empfehlen mit guten Gründen den Unterricht in Deutschland insbesondere in der Grundschule zu intensivieren und nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu gestalten. Dazu gehören auch intensivere und längere Übungsphasen.“

Prof. Dr. R. Alexander Lorz, B-Länderkoordinator und Hessischer Kultusminister: „Das SWK-Gutachten stellt eine umfassende und gut strukturierte Agenda zum Thema ‚Basale Kompetenzen vermitteln‘ dar, die durch die Befunde des IQB-Bildungstrends 2021 eindrücklich untermauert wird. Die Stärkung der Bildungssprache Deutsch ist dabei ein zentraler Baustein, denn jedes Kind soll von Anfang an mitreden können. Sie zu beherrschen, ist die Basis für schulischen Erfolg. Deshalb ist es so enorm wichtig, schon in der Kita auf die Sprachentwicklung zu schauen und einen gemeinsamen Bildungsplan zu entwickeln. Ein Bildungsmonitoring für den Übergang zur Grundschule kann uns darüber hinaus wichtige Informationen liefern, an welchen Stellen wir nachsteuern müssen.“

Erhöhung der Unterrichtsqualität auf Basis evidenzbasierter Konzepte

Im Kern empfiehlt die SWK eine Verbesserung der Unterrichtsqualität. Prof. Dr. Michael Becker-Mrotzek, Direktor des Mercator-Instituts für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache und SWK-Mitglied: „Sowohl für den sprachlichen als auch den mathematischen Bereich gibt es wirksame Unterrichtskonzepte. Diese sollten Lehrkräfte systematisch im Unterricht einsetzen, um alle Schülerinnen und Schüler zu motivieren und zu aktivieren. Dazu gehört vor allem das regelmäßige und verstehensorientierte Üben der basalen Kompetenzen im Lesen, Zuhören, Schreiben und Rechnen.“ Die Erhöhung der Unterrichtsqualität setzt zum einen ausreichende Lernzeit voraus: Für das Fach Deutsch sollten 24, für das Fach Mathematik 20 Wochenstunden in den ersten vier Grundschuljahren zur Verfügung stehen. Zum anderen empfiehlt die SWK, den Lernstand der Kinder kontinuierlich zu prüfen, mit mehreren Diagnosezeitpunkten pro Schuljahr.

Qualifizierung des pädagogischen Personals für Diagnose und Förderung

Studien belegen, dass die Qualität des Unterrichts entscheidend von der Lehrkraft abhängt. Daher ist die SWK überzeugt, dass die Professionalisierung von Lehrkräften im Studium, Referendariat und im Beruf ein entscheidender Ansatzpunkt ist, um die Unterrichtsqualität zu verbessern. „Qualifizierungsangebote für Lehrkräfte erfüllen häufig nicht die Kriterien für wirksame Fortbildungen. Die Kommission empfiehlt daher die Entwicklung forschungsbasierter Fortbildungsprogramme für die Diagnose und Förderung basaler Kompetenzen in Deutsch und Mathematik, die flächendeckend implementiert werden“, so Felicitas Thiel.

Verbindliche Diagnose und Förderung schon in der Kita

Wissenschaftliche Erkenntnisse belegen eindeutig den Stellenwert frühkindlicher Bildung. Vor diesem Hintergrund empfiehlt die SWK eine stärkere Verbindlichkeit alltagsintegrierter Bildungsangebote in der Kita sowie die Diagnostik eines möglichen Förderbedarfs bei allen Kindern im Alter von drei bis vier Jahren. „Der SWK ist bewusst, dass der Elementarbereich vor zahlreichen Herausforderungen steht, insbesondere hinsichtlich der Personalausstattung. Dennoch halten wir es für dringend nötig, zu prüfen, ob und in welcher Form Förderangebote zumindest für jene Kinder verpflichtend sein sollten, bei denen ein Bedarf festgestellt wurde. Zudem sollte der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz nach Vollendung des ersten Lebensjahres konsequent umgesetzt werden“, erklärt Michael Becker-Mrotzek.

Mehr Investitionen für Personal und Schulen mit einem hohen Anteil an sozioökonomisch benachteiligten Schülerinnen und Schülern

Insbesondere hinsichtlich des Personals sieht die Kommission einen erhöhten Investitionsbedarf. Schulleitungen benötigen ausreichend Zeit für Leitungsaufgaben. Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte sollten über Kooperationszeit verfügen und für ihre komplexen Aufgaben angemessen besoldet werden. Die SWK empfiehlt zudem eine datenbasierte Unterrichts- und Schulentwicklung. Für die Koordination dieser Aufgaben sind in größeren Grundschulen Funktionsstellen, in kleineren Schulen Entlastungsstunden erforderlich.

Besondere Aufmerksamkeit benötigen aus Sicht der SWK Grundschulen mit einem hohen Anteil an sozioökonomisch benachteiligten Schülerinnen und Schülern. „Es ist wichtig, dass Ressourcen gezielter an den Schulen eingesetzt werden, die sie benötigen. Finanzielle Mittel allein genügen aber nicht. Unterricht und Ganztag müssen auf eine wirksame Förderung basaler Kompetenzen ausgerichtet werden. Dazu ist eine datenbasierte Schulentwicklung erforderlich“, so Felicitas Thiel. Zusätzlich sollten finanzielle Zulagen und weitere Anreize geschaffen werden, um Lehrkräfte und Schulleitungen dauerhaft für die Arbeit an diesen Schulen zu gewinnen.

Die Empfehlungen auf einen Blick

  • Stärkere Ausrichtung der Angebote der Aus- und Fortbildung pädagogischer Fachkräfte auf evidenzbasierte Ansätze der Förderung sprachlicher, mathematischer und sozial-emotionaler Kompetenzen
  • Stärkere Verbindlichkeit, alltagsintegrierte Bildungsangebote zur Förderung sprachlicher, mathematischer sowie sozial-emotionaler Kompetenzen für alle Kinder zu implementieren
  • Implementation einer frühen (im Alter von drei bis vier Jahren) flächendeckenden Diagnostik zur Identifikation eines über die alltagsintegrierte Förderung hinausgehenden zusätzlichen Förderbedarfs und verbindliche Förderung bei identifiziertem Bedarf
  • Entwicklung einer Strategie zur Senkung von Zugangsbarrieren zu Angeboten der Familienbildung und zu Kindertageseinrichtungen zur Stärkung der Teilhabe an frühkindlicher Bildung für alle Kinder
  • Verankerung elternbildender Maßnahmen der Zusammenarbeit von Kindertageseinrichtungen und Familien in allen Kitas
  • Verbindliche Verankerung eines Konzepts zur systematischen Diagnose und Förderung basaler Kompetenzen im Schulprogramm
  • Erhöhung der Quantität und Qualität der aktiven Lernzeit für den Erwerb sprachlicher und mathematischer Kompetenzen
  • Konsequente Umsetzung und Weiterentwicklung der Gesamtstrategie der KMK zum Bildungsmonitoring
  • Bereitstellung von wissenschaftlich fundierten, qualitätsgesicherten diagnostischen Instrumenten und darauf bezogenen Förderinstrumenten
  • Verbindliche Verankerung eines Konzepts zur Förderung sozialer Integration und sozial-emotionaler Kompetenzen im Schulprogramm jeder Grundschule
  • Etablierung von klaren Verfahren zur systematischen Unterstützung von Lehrkräften
  • Entwicklung eines im Schulprogramm verankerten Konzepts für die Zusammenarbeit mit Eltern
  • Verankerung des Kooperationsauftrags von Lehrkräften mit weiterem multiprofessionellem Personal im Schulprogramm
  • Ländergemeinsame Entwicklung eines kohärenten phasenübergreifenden Kerncurriculums für Lehrkräfte
  • Gezielte Gewinnung und Qualifizierung von Fachleiterinnen und -leitern und Mentorinnen und Mentoren in der zweiten Phase.
  • Implementation forschungsbasierter Fortbildungsprogramme zur diagnosebasierten Förderung der basalen Kompetenzen
  • Entwicklung einer angemessenen Aufgabenbeschreibung für (kollegiale) Schulleitungen an Grundschulen
  • Entwicklung von Strukturen (Aufgabendifferenzierung) und Gewährung von (zeitlichen) Ressourcen für eine datenbasierte Schulentwicklung
  • Aktive Kompensation der Benachteiligungen von Schulen mit einem hohen Anteil sozioökonomisch benachteiligter Schülerinnen und Schüler durch eine indexbasierte Zuweisung zusätzlicher Ressourcen auf allen Ebenen
  • Entwicklung von Strategien zur Reduzierung von Segregationstendenzen

Weitere Informationen

Eine Zusammenfassung des Gutachtens können Sie hier herunterladen: https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/KMK/SWK/2022/SWK-2022-Gutachten_Grundschule_Zusammenfassung.pdf

Die Langfassung des Gutachtens ist hier verfügbar: https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/KMK/SWK/2022/SWK-2022-Gutachten_Grundschule.pdf

Kontakt

Anna Niewerth
Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK)
Geschäftsstelle
0228 501 702
anna.niewerth@swk.kmk.org
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Torsten Heil
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30.11.2022: Presseeinladung: Vorstellung des SWK-Gutachtens „Basale Kompetenzen vermitteln – Bildungschancen sichern. Perspektiven für die Grundschule“ (09.12.2022, 8.30 bis 9.30 Uhr)

30.11.2022: Presseeinladung: Vorstellung des SWK-Gutachtens „Basale Kompetenzen vermitteln – Bildungschancen sichern. Perspektiven für die Grundschule“ (09.12.2022, 8.30 bis 9.30 Uhr)

Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) legt am 09.12.2022 ihr Gutachten „Basale Kompetenzen vermitteln – Bildungschancen sichern. Perspektiven für die Grundschule“ vor. Kern des Gutachtens sind Handlungsempfehlungen für konkrete Maßnahmen und Schritte hin zu einer systemischen Veränderung der Grundschule: Wie müssen Lern- und Bildungsprozesse in der Kita und in der Grundschule gestaltet sein? Welche Rahmenbedingungen sind dafür nötig? Wie muss die Aus- und Fortbildung von Lehrkräften angelegt werden?

Für die Vorstellung des Gutachtens laden SWK und KMK zu einer gemeinsamen Pressekonferenz am 09.12.2022 von 8.30 bis 9.30 Uhr im Sekretariat der Kultusministerkonferenz (Länderzimmer 1, Taubenstraße 10, 10117 Berlin) ein.

Ihre Gesprächspartner:innen sind:

  • Prof. Dr. Felicitas Thiel, Professorin für Schulpädagogik und Schulentwicklungsforschung an der Freien Universität Berlin und Co-Vorsitzende der SWK
  • Prof. Dr. Michael Becker-Mrotzek, Direktor des Mercator-Instituts für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache der Universität zu Köln, Mitglied der SWK und AG-Vorsitzender für das Gutachten
  • Karin Prien, Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Ministerin für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein
  • Ties Rabe, A-Länderkoordinator und Hamburgs Senator für Schule und Berufsbildung
  • Prof. Dr. R. Alexander Lorz, B-Länderkoordinator und Hessischer Kultusminister

Die Pressekonferenz findet hybrid statt. Die Teilnahme ist vor Ort oder digital via Webex möglich.

Bitte geben Sie uns bis zum 08.12.2022 per Mail an anna.niewerth@swk.kmk.org Bescheid, ob Sie an dem Termin teilnehmen werden und in welcher Form (vor Ort oder digital). Die Einwahldaten werden an die angemeldeten Personen versandt.

Kontakt

Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (KMK)
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Anna Niewerth
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anna.niewerth@swk.kmk.org

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19.09.2022: Pressemitteilung: SWK sieht weiteren Handlungsbedarf bei Digitalisierung des Bildungssystems

19.09.2022: Pressemitteilung: SWK sieht weiteren Handlungsbedarf bei Digitalisierung des Bildungssystems

Gemeinsame Pressemitteilung von SWK und KMK

SWK sieht weiteren Handlungsbedarf bei Digitalisierung des Bildungssystems

Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) gibt in ihrem Gutachten Digitalisierung im Bildungssystem Handlungsempfehlungen von der Kita bis zur Hochschule.

Berlin/Bonn, 19.09.2022. Die Ständige Wissenschaftliche Kommission hat heute (19.09.2022) gemeinsam mit der Kultusministerkonferenz (KMK) ihr Gutachten Digitalisierung im Bildungssystem vorgestellt. Darin macht sie einen großen Handlungsbedarf aus bei der Anpassung von Bildungsinhalten, der Entwicklung forschungsbasierter Lernmaterialien in nachhaltigen Strukturen sowie der Aus- und Fortbildung von Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften. In dem Gutachten empfiehlt die Kommission Maßnahmen für Kita, Schule, berufliche Bildung, Lehrkräftebildung und Hochschulbildung. Als Voraussetzung für deren Umsetzung betont sie den Stellenwert einer leistungsfähigen und verlässlichen digitalen Infrastruktur und eines rechtlichen Rahmens.

„Um das Bildungssystem in unserer digitalisierten Welt weiterzuentwickeln, sind trotz aller Fortschritte auch weiterhin enorme Kraftanstrengungen nötig. Gerade deshalb sollte sich die Bildungspolitik auf allen Ebenen auf einen langfristigen, gemeinsamen Entwicklungsplan einigen und Etappenziele festlegen“, fasst Prof. Dr. Olaf Köller, wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaft und Mathematik (IPN) und Co-Vorsitzender der SWK, die Empfehlungen zusammen.

Karin Prien, Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Ministerin für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein: „Wir danken der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission für ihre systematische Aufarbeitung des Themas Digitalisierung im Bildungssystem für alle Bildungsphasen. Das Gutachten fokussiert die in allen Lebensbereichen bestehenden Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung für den Bildungsbereich klar und bietet mit den 14 Handlungsempfehlungen interessante Impulse für die weitere politische Umsetzung, die wir nun intensiv diskutieren müssen. Es freut mich sehr, dass das Gutachten die KMK-Empfehlungen von 2016 und 2021 als richtungsweisend für das Thema Digitalisierung im Bildungssystem ansieht. Die in den letzten Jahren – durch die Corona-Pandemie beschleunigten – Anstrengungen der Länder gilt es nun mit Hilfe des Gutachtens zu prüfen und weiter voranzubringen. Wie die Kommission sind wir auch der Überzeugung, dass die Digitalisierung ein sehr zentraler, zugleich aber auch langer Prozess der Weiterentwicklung des Bildungssystems in allen Bildungsetappen sein wird. Ganz besonders hervorheben möchte ich, dass Digitalisierung erstmals systematisch mit Beginn der frühkindlichen Bildung betrachtet wird. Nicht erst durch die Erkenntnisse aus diesem Gutachten wird deutlich, dass wir zukünftig eine neue Qualität der Zusammenarbeit zwischen frühkindlicher und schulischer Bildung benötigen und das auch neue Formen der Zusammenarbeit von Kita bis Hochschule erfordert.“

Bildungsinhalte verändern: digitale Kompetenzen und Pflichtfach Informatik

In ihrem Gutachten kommt die Kommission zu dem Schluss, dass die Vermittlung digitaler Kompetenzen und Informatikinhalte noch nicht ausreichend in den Bildungsplänen verankert sind. Für den frühkindlichen Bereich empfiehlt die SWK, digitale Bildung verpflichtend in die Bildungspläne aller Länder aufzunehmen. So gibt es Belege, dass der Einsatz von Apps in den einzelnen Bildungsbereichen lernförderlich ist, z. B. für dialogisches Vorlesen oder digitale Mikroskope im naturwissenschaftlichen Bereich, wenn sie didaktisch sinnvoll eingesetzt werden. In der Grundschule sollten Informatikinhalte, etwa die Funktionsweise von Robotern, im Sachunterricht vorkommen. Ab der fünften Klasse schlägt die Kommission Informatik als Pflichtfach in allen Ländern ab dem Schuljahr 2024/25 vor. Die berufliche Bildung sollte angehende Fachkräfte in allen Berufen stärker dafür ausbilden, technologische Entwicklungen zu durchschauen und entsprechend zu handeln. Dafür sollten enge Berufszuschneidungen aufgelöst werden. Auch für den so genannten Übergangssektor, der auf eine spätere Ausbildung vorbereitet, rät die Kommission, die Vermittlung digitaler Kompetenzen so zu verankern, dass die Bildungsgänge anschlussfähig sind für die reguläre Berufsausbildung.

Forschungsbasierte Lernmaterialien entwickeln, dauerhafte Strukturen schaffen

Weiterhin empfiehlt die SWK die dauerhafte Einrichtung bzw. den Ausbau länderübergreifender Strukturen in Form von Zentren für digitale Bildung (ZdB). Sie sollen Material für unterschiedliche Schulformen und -stufen entwickeln, bereitstellen, Schulen bei deren Einsatz begleiten und die Länder bei der Entwicklung und Implementierung von Fortbildungsprogrammen für Lehrkräfte unterstützen. Für die berufliche Bildung und die Hochschulen sollten länderübergreifende Strukturen diese Aufgabe ebenfalls stärker übernehmen. „Es kann nicht sein, dass jede einzelne Lehrkraft oder jeder einzelne Dozierende Materialien erstellen und didaktische Fragen ebenso berücksichtigen muss wie Fragen des Datenschutzes und der Urheberrechte. Sie sollten auf geprüfte und didaktisch sinnvolle Materialien zugreifen können“, fordert Prof. Dr. Ulrike Cress, Direktorin des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM), Mitglied der SWK und AG-Vorsitzende für das Gutachten.

Professionalisierung des Bildungspersonals

„Im Feld der Digitalisierung hat die Professionalisierung des Bildungspersonals unter den Bedingungen des Fachkräftemangels einen herausragenden Stellenwert. Die Empfehlungen der Kommission zielen drauf, zentrale digitalisierungsbezogene Inhalte verbindlich in der Aus- und Fortbildung zu verankern und gleichzeitig konkrete Fortbildungsprogramme und -maßnahmen zu verstetigen bzw. aufzulegen“, erklärt Olaf Köller weiter.

So rät die SWK den Ländern, einen gemeinsamen Referenzrahmen für die Lehrkräftebildung zu entwickeln und umzusetzen. Dieser sollte festlegen, welche Inhalte, z. B. digitale Bildung und Informatik, aber auch welche Querschnittsthemen, wie Schulentwicklung und Heterogenität, im Studium, im Referendariat und in der Fortbildung vermittelt werden müssen. Um den Bedarf an Informatiklehrkräften zu decken, empfiehlt die SWK das Einfach-Lehramt für Informatik einzuführen und weitere Qualifikationsprogramme für Quer- und Seiteneinsteigerinnen und -einsteiger. An den Hochschulen müssten Dozierende durch technischen und fachdidaktischen Support unterstützt werden. „Gute digital unterstützte Lehre aktiviert Studierende und kann weit mehr als das, was in den Coronasemestern praktiziert wurde“, so Ulrike Cress.

Ties Rabe, A-Länderkoordinator und Hamburgs Senator für Schule und Berufsbildung: „Die Ständige Wissenschaftliche Kommission gibt mit diesem Gutachten wichtige und konkrete Handlungsempfehlungen. Dazu zählt insbesondere der Vorschlag, in allen Bundesländern in der Mittelstufe das Schulfach Informatik einzuführen. Ich finde diesen Vorschlag sinnvoll. Es ist allerdings ein umfangreiches Unterfangen, bedeutet es doch, dass in anderen Schulfächern Stunden gestrichen werden müssen, um Informatik zu ermöglichen. Zudem müssen wir zusätzliche Lehrkräfte gewinnen, neue Bildungspläne und Unterrichtsmaterial entwickeln. Aber dennoch wird hier sehr klar, dass wir wesentlich stärker als bisher die informatische Grundbildung in der Schule verankern müssen. Deshalb ist es ein wichtiger und kluger Vorschlag.”

Prof. Dr. R. Alexander Lorz, B-Länderkoordinator und Hessischer Kultusminister: „Die Notwendigkeit, in unseren Anstrengungen für die Weiterentwicklung der digitalen Unterrichts-angebote nicht nachzulassen, ist uns in den Ländern sehr bewusst. Digitalisierung betrifft aus unserer Perspektive alle Fächer – auch wenn ein Leitfach hier Gutes leisten kann. Bei neuen Unterrichtsinhalten und -angeboten stellt sich aber stets die Frage, auf welche anderen wir stattdessen verzichten können. Hier erhoffen wir uns ebenso Hinweise und Empfehlungen der Wissenschaft, da man nicht alles, was Schule künftig leisten soll, immer noch obendrauf packen kann.“

Die Empfehlungen auf einen Blick

Empfehlungen für die frühe Bildung in der Kita

1. Digitale Medienbildung als Bildungsziel in die Rahmen- und Orientierungspläne aufnehmen

2. Infrastruktur schaffen und Lehr-Lernmaterialien zur Verfügung stellen

3. Aus- und Weiterbildung des frühpädagogischen Bildungspersonals

Empfehlungen für allgemeinbildende Schulen

4. Dauerhafte Einrichtung länderübergreifender Zentren für digitale Bildung (ZdB)

5. Einführung eines (Pflicht-)Faches Informatik und entsprechender Lehrkräfteausbildung in allen Ländern

Empfehlungen für die berufliche Bildung

6. Modernisierung der Bildungsziele und Curricula

7. Weiterentwicklung des Prüfungswesens

8. Stärkung der Wissenschaftsorientierung durch den Aufbau einer Struktur aus Clearing, Transfer und Leading Houses

Empfehlungen für die Lehrkräftebildung

9. Implementation digitalisierungsbezogener Inhalte und mediendidaktischer Inhalte sowie informatischer Grundlagen in der Lehrkräftebildung

10. Strukturelle Weiterentwicklung der hochschulischen Lehrkräfteausbildung

11. Strukturelle Stärkung der Lehrkräftefortbildung und eine stärker wissenschaftsorientierte Ausrichtung

Empfehlungen für die Hochschulbildung

12. Stärkung digitaler Kompetenzen bei Studierenden und Dozierenden

13. Technische, räumliche, fachdidaktische und rechtliche Strukturen aufbauen und verstetigen

14. Standortspezifische und hochschulübergreifende Lehr- und Digitalisierungsstrategien entwickeln

Weitere Informationen

Eine Zusammenfassung des Gutachtens können Sie hier herunterladen: https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/KMK/SWK/2022/SWK-2022-Gutachten_Digitalisierung_Zusammenfassung.pdf

Die Langfassung des Gutachtens ist hier verfügbar: https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/KMK/SWK/2022/SWK-2022-Gutachten_Digitalisierung.pdf

Kontakt

Anna Niewerth
Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK)
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Torsten Heil
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06.09.2022: Presseeinladung: Vorstellung des SWK-Gutachtens "Digitalisierung im Bildungssystem" am 19.09.2022, 8.45 bis 9.45 (via Webex)

06.09.2022: Presseeinladung. Vorstellung des SWK-Gutachtens "Digitalisierung im Bildungssystem" am 19.09.2022, 8.45 bis 9.45 (via Webex)

Die Ständige Wissenschaftliche Kommission (SWK) der Kultusministerkonferenz stellt am 19.09.2022 ihr Gutachten „Digitalisierung im Bildungssystem“ vor. Kern des Gutachtens sind Handlungsempfehlungen für konkrete Schritte und Maßnahmen von der Kita bis zur Hochschule, u. a. zu folgenden Fragen: Wie kann die Entwicklung und Bereitstellung fachlicher Inhalte mit digitalen Medien erfolgen? Welche Rolle sollte Informatik in der frühen Bildung und in der Schule spielen? Wie kann die Aus- und Fortbildung des pädagogischen Personals gelingen?

Für die Vorstellung des Gutachtens laden SWK und KMK zu einer gemeinsamenPressekonferenz am 19.09.2022 von 8.45 bis 9.45 Uhr (via Webex) ein.

Ihre Gesprächspartner:innen sind:

  • Prof. Dr. Olaf Köller, Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) und Co-Vorsitzender der SWK
  • Prof. Dr. Ulrike Cress, Direktorin des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM), Mitglied der SWK und AG-Vorsitzende für das Gutachten
  • Karin Prien, Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Ministerin für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein
  • Ties Rabe, A-Länderkoordinator und Hamburgs Senator für Schule und Berufsbildung
  • Prof. Dr. R. Alexander Lorz, B-Länderkoordinator und Hessischer Kultusminister

Bitte geben Sie uns bis zum 16.09.2022 per Mail an anna.niewerth@swk.kmk.org Bescheid, ob Sie an dem Termin teilnehmen werden. Die Einwahldaten erhalten Sie nach Anmeldung separat per E-Mail.

Am gleichen Tag findet zudem eine digitale Veranstaltung für die Fachöffentlichkeit (SWK Talk „Digitalisierung im Bildungssystem“, 13.30 bis 14.30 Uhr) statt. Weitere Informationen finden Sie hier: https://pretix.eu/swk/swktalk-s1/

Ansprechpartner:innen

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10.05.2022: Pressemitteilung: Wirkung von Förderprogrammen im Bildungsbereich systematisch prüfen

10.05.2022: Pressemitteilung: Wirkung von Förderprogrammen im Bildungsbereich systematisch prüfen

Wirkung von Förderprogrammen im Bildungsbereich systematisch prüfen

Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) fordert in einem Impulspapier, Leitlinien für das Monitoring und die Evaluation von Förderprogrammen im Bildungsbereich zu entwickeln.

Bonn, 10. Mai 2022. Förderprogramme sind ein wichtiges Instrument, um politische Strategien umzusetzen. Im Bildungsbereich verfolgen sie häufig das Ziel, den Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen zu steigern und soziale Ungleichheiten zu reduzieren. In Deutschland existieren zahlreiche Programme. Jedoch wird deren Wirkung häufig kaum geprüft. Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) empfiehlt daher, Leitlinien für das Monitoring und die Evaluation von Förderprogrammen im Bildungsbereich zu entwickeln.

„Förderprogramme und deren Evaluation sind aufgrund des Zusammenwirkens vieler Akteure auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene sowie in den Bildungseinrichtungen komplex. Ein erster Schritt zur Entwicklung von Leitlinien könnte ein Fachgespräch sein, das die Kultusministerkonferenz gemeinsam mit der SWK unter Beteiligung des Bundes ausrichtet. Gegenstand des Treffens sollte sein, wie sich Bildungsprogramme so evaluieren lassen, dass wir möglichst viel über ihre Wirksamkeit lernen“, erklärt Prof. Dr. Felicitas Thiel, Professorin für Schulpädagogik und Schulentwicklungsforschung an der Freien Universität Berlin und Co-Vorsitzende der SWK.

Häufig erfolgen statt Wirkungsanalysen mit einer klaren Definition der Ziele und Indikatoren Fallstudien und Befragungen mit subjektiven Einschätzungen zum Erfolg des Programms. In anderen Ländern oder Politikfeldern gibt es umfangreiche Erfahrungen, etwa mit so genannten Ex ante Evaluationen. Sie bewerten vor der Einführung eines Programms, ob Ziele und Bedarfe zueinander passen, ob sich das Programm gut umsetzen lässt sowie ob Kosten und Nutzen in einem sinnvollen Verhältnis stehen.

„Auch im Bildungsbereich ist die Wirksamkeit bei einigen Maßnahmen bereits gut erforscht. Dieses Wissen sollte künftig stärker in die Entwicklung von Programmen einfließen“, fordert Prof. Dr. Olaf Köller, wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaft und Mathematik (IPN) und Co-Vorsitzender der SWK. „Während der Laufzeit des Programms ist ein kontinuierliches Monitoring entscheidend. Auf Grundlage dieser Daten können die Programme im Anschluss evaluiert werden, um daraus Schlussfolgerungen für künftige Maßnahmen abzuleiten“, so Olaf Köller weiter.

 

Weitere Informationen

Das vollständige Impulspapier „Entwicklung von Leitlinien für das Monitoring und die Evaluation von Förderprogrammen im Bildungsbereich“ können Sie hier herunterladen: https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/KMK/SWK/2022/SWK-2022-Impulspapier_Monitoring.pdf

 

Über die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK)

Die Ständige Wissenschaftliche Kommission (SWK) ist ein unabhängiges wissenschaftliches Beratungsgremium der Kultusministerkonferenz. Ihr gehören 16 Bildungsforscher*innen aus unterschiedlichen Disziplinen an. Die SWK berät die Länder zu bildungspolitischen Fragen. Sie identifiziert bestehende Herausforderungen und gibt evidenzbasierte Empfehlungen für deren Lösung. Dabei nimmt die Kommission eine interdisziplinäre, längerfristige und systemische Perspektive ein. Die SWK bindet externe Sachverständige in ihre Arbeit ein und hört Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung, Bildungspraxis und Zivilgesellschaft an. Eine Geschäftsstelle unterstützt die Kommission bei ihrer Arbeit.

Weitere Informationen unter www.swk-bildung.org

 

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Tel. 0228-501-702

29.03.2022: Pressemitteilung: SWK gibt Empfehlungen zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine

SWK gibt Empfehlungen zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine

SWK gibt Empfehlungen zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine

Bonn, 29. März 2022. Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) hat eine Stellungnahme zur Integration geflüchteter ukrainischer Kinder und Jugendlicher in Kitas und Schulen veröffentlicht. „Die Kernforderung ist: Alle Kinder und Jugendlichen sollten so bald wie möglich nach ihrer Ankunft die Kita oder Schule besuchen. Dort können sie Deutsch lernen, ihren Bildungsweg fortsetzen, Kontakte zu Gleichaltrigen knüpfen und Hilfe bei der Bewältigung möglicher Traumata erhalten“, erklärt Prof. Dr. Olaf Köller, wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaft und Mathematik (IPN) und Co-Vorsitzender der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK).

Davon ausgehend formuliert die Stellungnahme konkrete Empfehlungen für die folgenden Themen:

  1. Unterstützung bei der Verarbeitung traumatischer Erfahrungen
  2. Sprachförderung in der Bildungssprache Deutsch und Zugang zum Fachunterricht
  3. Bildungsangebote in ukrainischer Sprache als unterrichtsergänzende Angebote
  4. Förderung der Integration in neue Freundschaftsnetzwerke
  5. Entwicklung von Qualifizierungs- und Weiterbildungsangeboten für ukrainische Lehrkräfte
  6. Möglichkeiten der digitalen Beschulung und Prüfungen auf der Grundlage der ukrainischen Curricula

Wir müssen davon ausgehen, dass 25 bis 35 Prozent der Kinder und Jugendlichen aus der Ukraine unter schweren psychischen Belastungen leiden. Aus der Forschung wissen wir, dass neben der Familie positive Kontakte mit Gleichaltrigen wesentliche Schutzfaktoren sind. Umso wichtiger ist es, den Kita- und Schulbesuch zu ermöglichen und schulbasierte Angebote für die Bewältigung psychischer Belastungen zu schaffen. Die aus der Ukraine geflüchteten Lehrkräfte, Therapeuten und pädagogischen Fachkräfte sollten nach Möglichkeit von Beginn an einbezogen werden“, erklärt Prof. Dr. Felicitas Thiel, Professorin für Schulpädagogik und Schulentwicklungsforschung an der Freien Universität Berlin und Co-Vorsitzende der SWK.

„Wichtig ist eine hochwertige Sprachförderung, ob in der Vorbereitungs- oder in der Regelklasse. Sie darf auch dann nicht enden, wenn die Schülerinnen und Schüler komplett in den Regelunterricht wechseln. Neben dem Deutsch lernen ist es wichtig, die Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler zu ermitteln, und zwar unabhängig von den Sprachkenntnissen, damit sie das fachliche Lernen auf ihrem Niveau fortführen können“, ergänzt Prof. Dr. Michael Becker-Mrotzek, Direktor des Mercator-Instituts für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache und ebenfalls Mitglied der SWK.

„Gleichzeitig sollten den geflüchteten Kindern und Jugendlichen Bildungsangebote in ihrer Herkunftssprache zur Verfügung gestellt werden. Dies ist nicht nur wichtig, damit sie nach einer möglichen Rückkehr in die Ukraine gut weiterlernen können, sondern auch für eine fundierte Auseinandersetzung mit der Geschichte und Kultur ihres Herkunftslandes. Das Angebot könnte sich am Modell des herkunftssprachlichen Unterrichts orientieren, der in den meisten Ländern existiert, und unter Einbeziehung geeigneter zivilgesellschaftlicher Akteure umgesetzt werden“, empfiehlt Prof. Dr. Petra Stanat, wissenschaftlicher Vorstand des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) und Mitglied der SWK.

„Ukrainische Fachkräfte sollten die Chance haben, möglichst schnell und unkompliziert unterrichtsergänzende Bildungsangebote zu übernehmen. Dafür brauchen sie begleitende Fortbildungen und Mentoring-Angebote, um sich in dem neuen Schulsystem zurecht zu finden. Ukrainischen Lehrkräften sollte zudem orientiert an den Programmen für syrische Lehrkräfte die Perspektive einer dauerhaften Lehrtätigkeit an deutschen Schulen eröffnet werden“, so Prof. Dr. Thilo Kleickmann, Leiter der Abteilung Schulpädagogik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und Mitglied der SWK.

Die SWK plant eine weitere Stellungnahme, die sich mit der Integration von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in das Berufsbildungssystem beschäftigen wird.

 

Weitere Informationen

Die komplette Stellungnahme „Unterstützung geflüchteter Kinder und Jugendlicher aus der Ukraine durch rasche Integration in Kitas und Schulen“ finden Sie hier: https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/KMK/SWK/2022/SWK-Stellungnahme_Ukraine.pdf

Das gemeinsame Pressestatement von SWK und SVR vom 21.03. finden Sie hier: https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/KMK/SWK/220321_Pressestatement_SWK_SVR_Ukraine_Bildung.pdf

 

Über die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK)

Die Ständige Wissenschaftliche Kommission (SWK) ist ein unabhängiges wissenschaftliches Beratungsgremium der Kultusministerkonferenz. Ihr gehören 16 Bildungsforscher*innen aus unterschiedlichen Disziplinen an. Die SWK berät die Länder zu bildungspolitischen Fragen. Sie identifiziert bestehende Herausforderungen und gibt evidenzbasierte Empfehlungen für deren Lösung. Dabei nimmt die Kommission eine interdisziplinäre, längerfristige und systemische Perspektive ein. Die SWK bindet externe Sachverständige in ihre Arbeit ein und hört Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung, Bildungspraxis und Zivilgesellschaft an. Eine Geschäftsstelle unterstützt die Kommission bei ihrer Arbeit.

Weitere Informationen unter www.swk-bildung.org

 

Kontakt

Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (KMK)
Geschäftsstelle
Anna Niewerth
anna.niewerth@swk.kmk.org
Tel. 0228-501-702

21.03.2022: Gemeinsame Pressemitteilung von SWK und SVR: Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine rasch Kita- und Schulbesuch ermöglichen

21.03.2022: Gemeinsame Pressemitteilung von SWK und SVR: Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine rasch Kita- und Schulbesuch ermöglichen

Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine rasch Kita- und Schulbesuch ermöglichen

In den kommenden Wochen werden voraussichtlich hunderttausende Kinder und Jugendliche aus der Ukraine nach Deutschland flüchten. Für sie stellt der Schul- und Kitabesuch einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu Normalität und Alltag dar. Er sollte daher möglichst bald nach der Ankunft in Deutschland erfolgen. Das fordern die Ständige Wissenschaftliche Kommission (SWK) der Kultusministerkonferenz und der Sachverständigenrat für Integration und Migration (SVR).

Bonn/Berlin, 21. März 2021. „Die Erfahrung mit früheren Fluchtbewegungen lehrt, dass sich bei einem Teil der Geflüchteten der Aufenthalt verstetigt, auch wenn derzeit viele Ukrainerinnen und Ukrainer auf eine baldige Rückkehr hoffen. Die frühe Integration in das Bildungssystem ist aber unabhängig von der Frage nach Rückkehr oder Verbleib wichtig. Sie bietet den Betroffenen schon kurz nach Ankunft ein Stück Normalität und Alltag, sie beugt zugleich späteren Ungleichheiten zwischen Kindern und Jugendlichen mit und ohne Fluchthintergrund vor – und sie stärkt bestehende Verbindungen zwischen der Ukraine und Deutschland“ erklärt Claudia Diehl, Mitglied der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission (SWK) der Kultusministerkonferenz.

„Bei der Integration ins Bildungssystem gilt es sowohl Isolation als auch Segregation ukrainischer Kinder und Jugendlicher zu vermeiden. Dies bedeutet konkret, den Einrichtungen weder einzelne noch eine sehr große Gruppe von Kindern zuzuweisen“, so Claudia Diehl weiter. Dabei muss darauf geachtet werden, dass Schulen, die beispielsweise aufgrund eines hohen Lehrkräftemangels bereits stark belastet sind, nicht zusätzlich beansprucht werden.

„Der Unterricht kann bei jüngeren Kindern in der Grundschule und den ersten Jahren der Sekundarstufe in den Regelklassen erfolgen. In etwa der Hälfte der Schulstunden erhalten sie Unterricht in Deutsch“, empfiehlt Michael Becker-Mrotzek, ebenfalls Mitglied der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission. „Ältere Schülerinnen und Schüler können auch in eigenen Vorbereitungsklassen, den sogenannten Willkommenskassen, unterrichtet werden. Bei einem längeren Aufenthalt sollten sie aber nach etwa einem Jahr in eine Regelklasse wechseln und dort weiter gezielt beim Erwerb des Deutschen unterstützt werden“, so Becker-Mrotzek weiter. Für Schülerinnen und Schüler, die vor der Flucht kurz vor einem Schulabschluss standen, sind fluchtbedingte Unterbrechungen der Bildungskarriere besonders belastend. Hier sollten Möglichkeiten ausgelotet werden, wie Jugendliche ihren Abschluss schnellstmöglich auch von Deutschland aus erwerben können.

Auch die aufnehmenden Schulklassen gilt es in den Blick zu nehmen, so Birgit Leyendecker, Mitglied des Sachverständigenrats für Integration und Migration (SVR): „Viele deutsche Schülerinnen und Schüler haben den Krieg in der Ukraine wahrgenommen. Es ist dennoch wichtig, sie vor der Ankunft geflüchteter Mitschülerinnen und Mitschüler über die Hintergründe der aktuellen Fluchtbewegung zu informieren, damit sie ein Verständnis für deren Situation entwickeln, sie willkommen heißen und nach Kräften unterstützen.“

Anders als der Schulbesuch ist der Kitabesuch in Deutschland nicht verpflichtend, die Plätze sind oft knapp. Gleichzeitig bietet die frühe Bildung aber gerade für neu in Deutschland ankommende Kinder wichtige Gelegenheiten, um sie auf den Schulbesuch vorzubereiten und ihren Alltag zu strukturieren. Kitas können zudem familiär bedingte Ungleichheiten in Lernumgebung und Freizeitmöglichkeiten abfedern. Der Kitabesuch schafft außerdem für Mütter Freiräume und ermöglicht diesen, Sprachkurse zu besuchen oder sich auf den Einstieg in den Arbeitsmarkt vorzubereiten. „Aus der Ukraine kommen derzeit vor allem Frauen und Kinder. Die Integrationskursangebote müssen darauf reagieren, hier ist Kinderbetreuung zentral. Wenn die Mütter nicht wissen, wie ihre Kinder in der Zeit versorgt sind, werden sie keine Integrationskurse besuchen“, so Petra Bendel, Vorsitzende des SVR. Die Geflüchteten sollten bei der Suche nach einem Betreuungsplatz unterstützt werden.

Die im Zuge der Pandemie ergriffenen Eindämmungsmaßnahmen haben den Spracherwerb bereits in Deutschland lebender Geflüchteter erschwert. So wurden viele Sprachkurse teilweise online abgehalten oder ausgesetzt. So wichtig es ist, ukrainischen Müttern möglichst schnell den Sprachkursbesuch zu ermöglichen: Dies sollte nicht zu Lasten der früher Zugezogenen geschehen. Vielmehr sollte das Sprachkursangebot insgesamt ausgedehnt und speziell an die Zielgruppe geflüchteter Frauen ausgerichtet werden. Dies ist nicht nur wichtig für den Spracherwerb, sondern dient auch dem Aufbau von sozialen Netzwerken.

Bei der Bewältigung dieser aktuellen Herausforderung für das deutsche Bildungssystem kann ukrainisches, pädagogisch qualifiziertes Personal eine wichtige Rolle spielen. Schon bevor Anerkennungsfragen abschließend geklärt sind, sollten Möglichkeiten geschaffen werden, diese in den Kita- und Schulalltag einzubeziehen. Dies kann Lehrpersonal entlasten und dabei helfen, Kontakt zu ukrainischen Eltern zu halten, Nachmittagsangebote zu ermöglichen, Kinder mit psychischen oder sozialen Problemen zu identifizieren und zu unterstützen und es denjenigen ohne Deutschkenntnissen erleichtern, dem Fachunterricht zu folgen.

Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz arbeitet aktuell an einer Stellungnahme mit konkreten Empfehlungen.

 

Die Pressemitteilung können Sie hier als PDF herunterladen.

 

Bei Fragen sprechen Sie uns gern an:

Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (KMK)
Geschäftsstelle
Dr. Isabelle Sieh
Tel. 0228-501-701
E-Mail:isabelle.sieh@swk.kmk.org

Sachverständigenrat für Integration und Migration (SVR)
Meike Giordono-Scholz
Kommunikation SVR gGmbH
Mobiltelefon: 0170 635 7164
E-Mail: presse@svr-migration.de

 

Über die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz
Die Ständige Wissenschaftliche Kommission (SWK) ist ein unabhängiges wissenschaftliches Beratungsgremium der Kultusministerkonferenz. Ihr gehören 16 Bildungsforscher*innen aus unterschiedlichen Disziplinen an. Vorsitzende der SWK sind seit Mai 2021 Prof. Dr. Felicitas Thiel (FU Berlin) und Prof. Dr. Olaf Köller (IPN Kiel). Die SWK berät die Länder bei der Weiterentwicklung des Bildungswesens. Sie identifiziert bestehende Probleme und gibt evidenzbasierte Empfehlungen für deren Lösung. Dabei nimmt die Kommission eine interdisziplinäre, längerfristige und systemische Perspektive ein. Expert*innen und Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung, Bildungspraxis und Zivilgesellschaft werden in Hearings einbezogen.

Weitere Informationen unter www.swk-bildung.org

 

Über den Sachverständigenrat

Der Sachverständigenrat für Integration und Migration ist ein unabhängiges und interdisziplinär besetztes Gremium der wissenschaftlichen Politikberatung. Mit seinen Gutachten soll das Gremium zur Urteilsbildung bei allen integrations- und migrationspolitisch verantwortlichen Instanzen sowie der Öffentlichkeit beitragen. Dem SVR gehören neun Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen und Forschungsrichtungen an: Prof. Dr. Petra Bendel (Vorsitzende), Prof. Dr. Daniel Thym (Stellvertretender Vorsitzender), Prof. Dr. Viola B. Georgi, Prof. Dr. Marc Helbling, Prof. Dr. Birgit Leyendecker, Prof. Dr. Steffen Mau, Prof. Panu Poutvaara, Ph.D., Prof. Dr. Sieglinde Rosenberger und Prof. Dr. Hans Vorländer.

Weitere Informationen unter: www.svr-migration.de

 

13.12.2021: Pressemitteilung: Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz verabschiedet erstes Arbeitsprogramm

13.12.2021: Pressemitteilung: Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz verabschiedet erstes Arbeitsprogramm

Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) hat ihr erstes Arbeitsprogramm für das Jahr 2022 verabschiedet. Schwerpunkte sind Grundschule und Digitalisierung.

Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) hat heute (13.12.) gemeinsam mit der Präsidentin der Kultusministerkonferenz ihr Arbeitsprogramm für das Jahr 2022 vorgestellt. Schwerpunkte der Arbeit werden die Themen „Perspektiven für die Grundschule 2030“ und „Bildung und Unterricht in der digitalen Transformation“ sein. Zu beiden Themen wird das Gremium aus 16 Bildungsforscher*innen Gutachten mit Handlungsempfehlungen zur Umsetzung und Finanzierbarkeit vorlegen.

Professorin Felicitas Thiel, Vorsitzende der SWK und Professorin für Schulpädagogik und Schulentwicklungsforschung an der Freien Universität Berlin: „Deutschlandweit verlassen noch immer zu viele Kinder die Grundschule, ohne ausreichend lesen und schreiben zu können. Daher werden wir uns der Frage widmen, wie der Unterricht aussehen muss, um alle Kinder, unabhängig von Wohnort, Herkunft und Elternhaus, bestmöglich zu fördern und fordern.“

Professor Olaf Köller, Vorsitzender der SWK und wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN): „Die Digitalisierung hat durch die Pandemie einen Schub erfahren. Jetzt geht es darum, aus dem Flickenteppich an Maßnahmen und Ideen ein wirksames Gesamtkonzept zu entwickeln. Mit dem Gutachten wollen wir aufzeigen, welche Dimensionen digitale Bildung umfasst und wie alle Akteure im Bildungssystem gemeinsam dafür sorgen können, dass Kinder und Jugendliche die notwendigen Kompetenzen auch erwerben.“

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Ministerin für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, Britta Ernst: „Die Grundlage für unserer bevorstehende Zusammenarbeit wird dieses abgestimmte Arbeitsprogramm sein. Uns verbindet dabei ein hohes Interesse an der Weiterentwicklung unseres Bildungswesens, so dass die nachfolgenden Generationen die Herausforderungen der Zukunft und einer sich wandelnden Welt gut meistern können. Dabei wird die Ständige Wissenschaftliche Kommission für die Länder künftig ein wichtiger Berater und Impulsgeber sein.“

Künftig gilt das Arbeitsprogramm jeweils für zwei Jahre. Themenvorschläge können sowohl aus der SWK als auch aus der Kultusministerkonferenz kommen. Die Kultusministerkonferenz berät in ihren Sitzungen über das Arbeitsprogramm. In diesem Jahr hat die SWK bereits zwei Stellungnahmen vorgelegt mit Empfehlungen zur Umsetzung des Aktionsprogramms des Bundes „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ und zur „Weiterentwicklung der KMK-Strategie ‚Bildung in der digitalen Welt‘“.

Über die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK)

Die Ständige Wissenschaftliche Kommission (SWK) ist ein unabhängiges wissenschaftliches Beratungsgremium der Kultusministerkonferenz. Ihr gehören 16 Bildungsforscher*innen aus unterschiedlichen Disziplinen an. Die SWK berät die Länder bei der Weiterentwicklung des Bildungswesens. Sie identifiziert bestehende Probleme und gibt evidenzbasierte Empfehlungen für deren Lösung. Dabei nimmt die Kommission eine interdisziplinäre, längerfristige und systemische Perspektive ein. Expert*innen und Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung, Bildungspraxis und Zivilgesellschaft werden in Hearings einbezogen Die Geschäftsstelle der SWK hat im Oktober die Arbeit aufgenommen. Sie unterstützt die Kommission bei ihrer Arbeit.

Weitere Informationen unter https://www.kmk.org/kmk/staendige-wissenschaftliche-kommission/

Das Arbeitsprogramm der SWK für das Jahr 2022 können Sie hier herunterladen

Die Stellungnahme „Pandemiebedingte Lernrückstände aufholen – Unterstützungsmaßnahmen fokussieren, verknüpfen und evaluieren“ mit Empfehlungen zur Umsetzung des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ finden Sie hier

Die Stellungnahme „Weiterentwicklung der KMK-Strategie ‚Bildung in der digitalen Welt‘“ finden Sie hier

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09.12.2021: Presseeinladung: Vorstellung des Arbeitsprogramms 2022 am 13.12.2021 um 9 Uhr

09.12.2021: Presseeinladung: Vorstellung des Arbeitsprogramms 2022 am 13.12.2021 um 9 Uhr

Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) hat im Mai 2021 ihre Arbeit aufgenommen. Sie berät die Länder bei aktuellen Herausforderungen und der Weiterentwicklung des Bildungswesens. Zur Vorstellung des Arbeitsprogramms und der inhaltlichen Schwerpunkte für das Jahr 2022 möchten wir Sie herzlich einladen am 13.12.2021 um 9:00 Uhr im Rahmen einer virtuellen Pressekonferenz.

An der Pressekonferenz nehmen teil:

  • Prof. Dr. Felicitas Thiel, Co-Vorsitzende der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) und Professorin für Schulpädagogik und Schulentwicklungsforschung an der Freien Universität Berlin
  • Britta Ernst, Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) und Ministerin für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Wir bitten um Anmeldung per E-Mail bis Freitag, 10.12.2021, 15.00 Uhr, an anna.niewerth@swk.kmk.org. Den Link zur Webex-Videokonferenz senden wir Ihnen nach Anmeldung zu.

Über Ihre Teilnahme und Berichterstattung freuen wir uns.

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Weitere Informationen unter https://www.kmk.org/kmk/staendige-wissenschaftliche-kommission/

Die SWK in den Medien (Auswahl)

2024

Schule Berlin: Ein Zustand! (Podiumsdiskussion u. a. mit Felicitas Thiel im rbb am 25. Februar 2024)

"KI-Systeme werden die Zukunft sein"(Interview mit Olaf Köller im moma am 21. Februar 2024)

IPN-Podcast "Im Dialog" zum Impulspapier "Large Language Models und ihre Potenziale im Bildungssystem" (u. a. mit Ulrike Cress und Olaf Köller am 1. Februar 2024)

ChatGPT und Co. in der Bildung – Folge 27 der Podcastreihe "Sitzenbleiben" (mit Kai Maaz am 1. Februar 2024)

KMK-Berater: Sprach-KI rasch in die Schulen holen (Table Bildung am 17. Januar 2024, Bezahlschranke)

"Wir brauchen eine Kultur des Ausprobierens" (Interview mit Ulrike Cress in Wiardas Blog am 17. Januar 2024)

SWK-Bildungsforscher empfehlen Einsatz von ChatGPT an Schulen (Deutsches Schulportal am 17. Januar 2024)

Wie wir lernen, mit KI-Tools zu arbeiten – ChatGPT und Co. im Unterricht (Gastbeitrag von Ulrike Cress im Online-Magazin Campus Schulmanagement am 17. Januar 2024)

KI in der Schule: Der neue Taschenrechner? (WDR/Tagesschau am 21. Januar 2024)

2023

Das geht anders (Wiardas Blog vom 8. Dezember 2023)

Immer noch keine einheitlichen Qualitätsstandards (Frankfurter Allgemeine Zeitung am 8. Dezember 2023, Bezahlschranke)

SWK und KMK: Lehrkräftegewinnung und Lehrkräftebildung (Deutschlandfunk Campus & Karriere am 8. Dezember 2023)

Mehr ausgebildete Lehrer und weniger unqualifizierte Quereinsteiger (Die Welt am 9. Dezember 2023)

"Der eigentliche Paradigmenwechsel ist die Evaluation" (Interview mit Olaf Köller zum Startchancen-Programm in Wiardas Blog am 8. Oktober 2023)

Brennpunkt Brennpunktschulen – Hälfte der Kinder lernt nicht lesen (Deutschlandradio Kultur, Interview mit Michael Becker-Mrotzek am 6. September 2023)

Baustellen im Schulsystem: Was tun gegen das sinkende Bildungsniveau? (MDR, Interview mit Olaf Köller am 20. August 2023)

„Es sind nicht die Schüler. Es ist diese absolute Willkür, die einen zermürbt" (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Reportage über den Vorbereitungsdienst, u. a. mit SWK-Mitglied Christian Reintjes am 7. Juli 2023, Paywall)

Demokratieforum: Bildung 3.0 - Modernes Lernen zwischen Krise und KI (SWR, Gespräch u. a. mit SWK-Mitglied Kai Maaz am 2. Juli 2023)

Künstliche Intelligenz und ihre Auswirkungen auf die (digitale) Bildung (SWR1 Leute, Gespräch mit SWK-Mitglied Ulrike Cress am 13. Juni 2023)

Brauchen wir ein neues Arbeitszeitmodell für Lehrkräfte? (Interview mit Olaf Köller am 15. Mai 2023)

KI im Klassenzimmer - müssen wir ChatGPT kontrollieren? (NDR Redezeit u. a. mit Michael Becker-Mrotzek am 25. April 2023)

"Wir werden wieder für Debatten sorgen" (Interview mit Olaf Köller u. a. zur Stellungnahme der SWK zum Lehrkräftemangel in Wiardas Blog am 29. März 2023)

"Kontrovers: Bildungsnotstand in Deutschland – was hilft?" (Deutschlandfunk, Diskussion mit SWK-Mitglied Kai Maaz, dem Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes Heinz-Peter Meidinger und der Vorsitzenden des Bundeselternrats Christiane Gotte am 13. März 2023)

Interview mit SWK-Vorsitzenden Olaf Köller zu Digitalisierung im Bildungssystem anlässlich der DIDACTA 2023 (3SAT Nano vom 10. März 2023)

Podcast "Sitzenbleiben", Folge 18 Lehrkräftemangel (Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation (DIPF), Gespräch u. a. mit Kai Maaz am 2. März 2023)

"Ausgebrannt und ausgedünnt - Was hilft gegen den Lehrermangel? (SWR2 Forum, Diskussion mit SWK-Mitglied Harm Kuper, FAZ-Korrespondentin Heike Schmoll und GEW-Landesvorsitzende Monika Stein am 27. Februar 2023)

"Schule in Not" (Interview mit Felicitas Thiel im Deutschlandradio Kultur am 27. Januar 2023)

"Wir könnten eine ganze Generation von Schülern verlieren" (Interview mit Olaf Köller auf Zeit Online am 27. Januar 2023)

"Lehrkräfte sollen mehr arbeiten" (Tagesschau vom 27. Januar 2023)

"Die Lehrerverbände müssen sich fragen lassen: Was ist die Alternative?" (Felicitas Thiel und Olaf Köller im Podcast "Wiarda wundert sich" vom 27. Januar 2023)

2022

Lesen, schreiben, rechnen - "Basale Bildung" fördern (Interview mit Michael Becker-Mrotzek in WDR 5 Morgenecho am 10. Dezember 2022)

"Lerndefizite an Grundschulen" (Tagesschau vom 9. Dezember 2022)

"Bildungsforscherin Thiel fordert mehr Mathe- und Deutschstunden in der Grundschule" (Interview mit Felicitas Thiel im SWR Tagesgespräch am 9. Dezember 2022)

"Das Qualitätsproblem der Grundschulen beseitigen" (Interview mit Felicitas Thiel und Michael Becker-Mrotzek in Wiardas Blog am 9. Dezember 2022)

"Acht Maßnahmen, um die Grundschüler fit zu machen" (Zeit Online vom 9. Dezember 2022)

"Experten fordern digitale Bildung schon in der Kita – und kritisieren negative Sicht auf neue Medien" (Handelsblatt vom 19. September 2022)

"Bildungsexperten fordern Pflichtfach Informatik" (Süddeutsche Zeitung vom 19. September 2022)

"189 Seiten Ambitionen" (Wiardas Blog vom 19. September 2022)

"Droht dem System Schule der Kollaps?" (Beitrag zum Lehrkräftemangel bei Titel Thesen Temperamente, Sendung vom 28. August 2022)

Konzepte gegen den Lehrkräftemangel (Diskussion mit Hörerbeteiligung bei Deutschlandfunk Campus & Karriere, u. a. mit dem SWK-Vorsitzenden Olaf Köller vom 13. August 2022)

"Wir müssen priorisieren. So ist die Lage" (Interview mit der SWK-Vorsitzenden Felicitas Thiel in der ZEIT vom 23. Juni 2022)

"Wer wissen will, muss messen" (Wiardas Blog vom 10. Mai 2022)

"Bildungsforscher sprechen sich gegen Willkommensklassen für ukrainische Grundschüler aus" (Spiegel Online vom 29. März 2022)

"Das Trauma überwinden in Kita und Schule" (FAZ.net vom 29. März 2022)

Interview mit dem SWK-Vorsitzenden Olaf Köller zur Corona-Lage an Schulen (Deutschlandfunk Campus & Karriere vom 5. Januar 2022)

2021

Interview mit der SWK-Vorsitzenden Felicitas Thiel zur Situation an Grundschulen (Tagesspiegel vom 15. Dezember 2021, Paywall)

Interview mit der SWK-Vorsitzenden Felicitas Thiel zum Arbeitsprogramm der SWK für das Jahr 2022 (Deutschlandfunk Campus & Karriere vom 13. Dezember 2021)

"Digitale Bildung an Schulen - eine Großbaustelle" (Das Deutsche Schulportal vom 7. Oktober 2021)

Interview mit den SWK-Vorsitzenden Felicitas Thiel und Olaf Köller zur Weiterentwicklung der KMK-Strategie "Bildung in der digitalen Welt" (Wiardas Blog vom 7. Oktober 2021)

Interview mit dem SWK-Vorsitzenden Olaf Köller zur Stellungnahme "Pandemiebedingte Lernrückstände aufholen" (Wiardas Blog vom 11. Juni 2021)

Interview mit der SWK-Vorsitzenden Felicitas Thiel zur Einrichtung der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission (Sueddeutsche.de vom 30. Mai 2021)

"Unbequem sollen sie sein" (faz.net, 27. Mai 2021, Paywall)

"Der Nachhilfeverein" (Zeit Online, 5. Mai 2021)