Neben der Preisträgerschule waren in diesem Jahr das Käthe-Kollwitz-Gymnasium, Berlin, und das Berufskolleg Rheine des Kreises Steinfurt, Nordrhein-Westfalen, für die Endrunde nominiert. Die Auswahl erfolgte auf der Grundlage der Leistungen im Wettbewerb sowie anhand weiterer Kriterien wie der Einbindung von „Jugend forscht“ in den Unterricht, der Förderung fächerübergreifenden Lernens und der Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern.
Die Kultusministerkonferenz stellt ein Preisgeld in Höhe von 5.141 Euro zur Verfügung: Die Preisträgerschule erhält einen Betrag in Höhe von 3.141 Euro, abgeleitet von der Kreiszahl Pi (3,14159…). Die zwei weiteren Preisträger erhalten ein Preisgeld von je 1.000 Euro.
In der Laudatio der Jury heißt es: „‘Neugier wecken – Potenziale entfalten – Kompetenzen entwickeln – Zukunft gestalten‘ – dieses Leitbild zur Förderung der MINT-Kompetenzen ist Ausdruck der stark von den Schülerinnen und Schülern ausgehend gedachten Lernkultur am Hanns-Seidel-Gymnasium Hösbach. Diese pädagogische Haltung und die nachhaltige MINT-Förderung der Schule werden an vielfältigen altersgemäßen Aktivitäten deutlich wie etwa dem strukturierten Förderprogramm ‚Klasse!Forscher‘ in der Unterstufe, MINT-Laboren als offenen Experimentier- und Erfahrungsräumen für alle Jahrgangsstufen, diversen AGs und Enrichment-Angeboten zum forschenden Lernen sowie der äußerst ausgeprägten Wettbewerbskultur. Besonders starke Impulse setzt die Schule in den Bereichen Digitalisierung und künstliche Intelligenz inklusive eines langfristig angelegten Fortbildungskonzepts für die Lehrkräfte. Insgesamt hat das Gymnasium den Anspruch, die Schülerinnen und Schüler durch gezielte Ansprache, differenzierte Angebote und einen starken lebensweltlichen Bezug für MINT zu begeistern – frei nach dem schuleigenen Motto: ‚Deine Idee steht im Mittelpunkt‘“.
Ministerialdirigent Michael Rißmann vom bayerischen Kultusministerium, der den Preis in Vertretung der Präsidentin der Bildungsministerkonferenz überreichte, erklärte anlässlich der Preisverleihung: „Ich gratuliere der ausgezeichneten Schule sowie den weiteren nominierten Schulen sehr herzlich zu diesem Erfolg. Die Leistungen zeigen eindrucksvoll, wie es gelingt, junge Menschen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern und ihnen Räume für eigenständiges Forschen zu eröffnen. Schulen, die sich hier in besonderer Weise engagieren, fördern nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern auch Kreativität, Durchhaltevermögen und Teamgeist. Dieses Engagement verdient große Anerkennung.“
Mit dem Preis würdigt die Kultusministerkonferenz Schulen, die durch ein besonderes und nachhaltiges Engagement im mathematisch-informatisch-naturwissenschaftlich-technischen Bereich (MINT) überzeugen. Seit 2007 wird die Auszeichnung jährlich an Schulen vergeben, die erfolgreich Strukturen schaffen, um Schülerinnen und Schüler altersgerecht und auf hohem Niveau für eigenständiges Forschen zu begeistern.
Hintergrund
Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) sind wesentlicher Bestandteil des Bildungsauftrages unserer Schulen, wie dies auch in der Empfehlung der Kultusministerkonferenz zur Stärkung der mathematisch-informatisch-naturwissenschaftlich-technischen Bildung formuliert ist. Der Wettbewerb Jugend forscht ist ein außerschulischer Partner, der einen wichtigen Beitrag leistet, die Bildungsziele im MINT-Bereich zu erreichen. Jugend forscht gehört zu den von der Kultusministerkonferenz empfohlenen Schülerwettbewerben.
Der Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ wird von der Stiftung Jugend forscht e. V. organisiert und fand in diesem Jahr gemeinsam mit der Schaeffler AG als Bundespatenunternehmen in Herzogenaurach statt.
Weitere Informationen unter: www.jugend-forscht.de