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Ländergemeinsame Fachtagung setzt starke Impulse für die Qualifizierung von Schulleitungen

Unter der Federführung des Landes Schleswig-Holstein kamen heute in Berlin Vertreterinnen und Vertreter aus Bildungsministerien, Landesinstituten, Wissenschaft und Schulpraxis zu einer länderübergreifenden Fachtagung zur Qualifizierung von Schulleitungen zusammen.

Ziel der Veranstaltung war es, die Vernetzung der Akteure zu stärken und Kooperationen zur Umsetzung des 2024 beschlossenen Orientierungsrahmens für die Qualifizierung von Schulleitungen zu entwickeln bzw. zu festigen.

Die Tagung zeigte die große Bereitschaft der Länder, bei der Entwicklung von Qualifizierungsprogrammen noch enger zusammenzuarbeiten. Die Anforderungen an Schulleitungen sind in den vergangenen Jahren gewachsen. Die zunehmende Heterogenität der Schülerschaft, veränderte Erwartungen aus Familien, steigende psychische Belastungen in Schulen sowie die Herausforderungen durch Digitalisierung und Transformationsprozesse verlangen nach professionellen Führungskompetenzen.

Ein Ergebnis der Fachtagung ist, dass Schulleitungen vor, bei und auch nach Übernahme der Aufgabe gezielt und intensiv darauf vorbereitet werden. Die Teilnehmenden verständigten sich darauf, den länderübergreifenden Austausch zu diesem Schlüsselbereich der Schulentwicklung zu verstetigen. Der Orientierungsrahmen soll künftig systematisch in Fort- und Weiterbildungsangebote integriert werden, um Schulleitungen in ihrer komplexen Führungsrolle wirksam zu unterstützen und die Qualität von Schule langfristig zu sichern.

Die Ministerin für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, Dr. Dorit Stenke: „Schulleitungen tragen heute eine enorme Verantwortung: Sie führen Teams, gestalten Unterrichtsentwicklung, steuern Transformationsprozesse und vertreten ihre Schule nach außen. Nach der Etablierung des Orientierungsrahmens für die Qualifizierung von Schulleitungen geht es jetzt darum, diesen für die Weiterentwicklung von Qualifizierungsangeboten in den Ländern zu nutzen. Dabei wollen wir auch weiter länderübergreifend zusammenarbeiten, voneinander lernen und neue Kooperationen etablieren.“

Hintergrund
Der Ende 2024 von der Bildungsministerkonferenz beschlossene Orientierungsrahmen beschreibt zentrale Aufgabenbereiche von Schulleitungen, darunter pädagogische Führung, Qualitätsmanagement, Personalentwicklung, Digitalisierung, interne und externe Kommunikation sowie Organisations- und Verwaltungsmanagement. Er dient zugleich als Leitbild und Qualitätsstandard für Qualifizierungsmaßnahmen in den Ländern.


Pressekontakt
Michael Reichmann
Sekretariat der Kultusministerkonferenz (KMK)
Pressesprecher
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