Kurzvita Dr. Katja Böhler, Ständige Vertreterin des Generalsekretärs der Kultusministerkonferenz (KMK)
Dr. Katja Böhler, LL.M. (RSA) ist seit Juli 2025 die Ständige Vertreterin des Generalsekretärs der Kultusministerkonferenz der Länder.
Dr. Katja Böhler wurde 1971 in Eisenach geboren und wuchs in Thüringen auf. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und dem ersten juristischen Staatsexamen 1995 an der Humboldt-Universität zu Berlin folgte 1996 ein Studium an der Universität Kapstadt, das sie 1997 mit dem Master of International Public Law (LL.M.) abschloss. Das Referendariat absolvierte sie in Berlin und Harare und legte 1999 das zweite juristische Staatsexamen in Berlin ab.
Im Anschluss begann sie, an der Humboldt-Universität zu Berlin mit ihrer vom DAAD geförderten Promotion bei Prof. Dr. Gerhard Werle zum Thema „Die Landfrage in Simbabwe – eine zeitgeschichtlich-juristische Untersuchung“. Promotionsbegleitend arbeitete sie von 1999 bis 2002 in der Rechtsabteilung eines Berliner Verlags, war zu Forschungsaufenthalten in Simbabwe und absolvierte über ein Erasmus-Programm ein Auslandsjahr in Frankreich (Caen). Ihre Promotion schloss sie 2005 an der Humboldt-Universität zu Berlin zur Dr. iur. ab.
Von 2001 bis 2012 arbeitete sie projektbezogen für die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Ab 2004 koordinierte sie den Afrikaschwerpunkt im Auftrag der bpb sowie von 2007 bis 2013 das Stipendiaten-Programm „Go Africa…Go Germany“ unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Prof. Dr. Horst Köhler. Dr. Böhler war Stipendiatin des Young Leaders Network der von Prof. Köhler und der Zeit-Stiftung 2005 initiierten Partnerschaft mit Afrika.
Hauptberuflich war sie von 2003 bis 2006 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Verwaltungsrecht, Verwaltungsprozessrecht und Umweltrecht und ab 2005 als persönliche Referentin des Rektors Prof. Dr. Wolfgang Loschelder an der Universität Potsdam tätig.
2006 wechselte sie als stellvertretende Referatsleiterin in das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg. 2013 bis 2014 übernahm sie dort die kommissarische Leitung des Referats für Hochschulrecht, Justiziariat, Studienstrukturreform und private Hochschulen und 2015 die Leitung der Stabsstelle Gesundheitscampus Brandenburg.
2017 wurde sie parallel von Ministerin Dr. Martina Münch als Leiterin des Referats für Grundsatzfragen des Hochschulwesens, Hochschulplanung, Hochschulforschung, DFG eingesetzt.
2009 gründete sie die heutige Stiftung für Engagement und Bildung e.V. mit Sitz in Potsdam und Leipzig und leitete von 2012 bis 2014 das Programm der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit „COMENGA“. Seit 2015 führt die Stiftung Programme der politischen Bildung (u.a. Schulprojekttage in Brandenburg, Projekttage in Berufsschulen in Sachsen und Jugendprogramme in den Bereichen Integration, globales Lernen, nachhaltiger Konsum, Demokratiebildung, Antisemitismus und Hate speech im online gaming) durch. 2017 erhielt sie den Youth Globe Award. 2022 nahm sie den Integrationspreis des Landes Brandenburg für das Projekt „Mobile Filmwerkstatt – Nachbarschaften in Bewegung & Begegnung“ als Vorstandsvorsitzende für die Stiftung entgegen.
Im Dezember 2021 wurde sie von MP Bodo Ramelow zur Staatssekretärin für Forschung, Innovation und Wirtschaftsförderung im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und digitale Gesellschaft bei Wolfgang Tiefensee ernannt.
Mit dem Amtsantritt des Kabinetts Voigt schied Dr. Böhler am 13. Dezember 2024 aus dem Amt der Staatssekretärin aus.
Am 10. April 2025 wurde sie von der Kultusministerkonferenz zur ständigen Vertretung des Generalsekretärs der KMK gewählt und von der Berliner Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege, Dr. Ina Czyborra, zum 01. Juli 2025 ernannt. Dr. Böhler ist Mitglied der SPD, stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende im Wartburgkreis sowie Gründungsmitglied und zusammen mit Wolfgang Tiefensee Sprecherin der Seeheimer Thüringen.


