Kultusminister Konferenz

 

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KMK-Präsidentin mahnt sorgfältigen Umgang mit PISA-Daten an

Die Kultusministerkonferenz wird sich mit den Ergebnissen der jüngsten PISA-Studie - unter Einbeziehung von Wissenschaftlern – sorgfältig auseinander setzen und unter Berücksichtigung der international vereinbarten Sperrfrist die Öffentlichkeit informieren.

Hierfür ist die genaue Analyse

  • aller Ergebnisse im internationalen Vergleich
  • der Einzelergebnisse Deutschlands in allen untersuchten Bereichen
  • der Veränderungen Deutschlands und weiterer Teilnehmerstaaten gegenüber den Ergebnissen von PISA 2000 unabdingbare Voraussetzung.

Die Vorabveröffentlichung über PISA 2003 vom Wochenende entspricht in keiner Weise den Ansprüchen an einen sachgerechten Umgang mit den Ergebnissen von Leistungsvergleichen. Schlichte Rangplätze sagen nichts über eine relative Position eines Staates im Vergleich z. B. zum OECD-Durchschnitt aus. Im übrigen haben sich zur Bewertung von vorab veröffentlichten Daten heute die OECD und der undefinedSprecher des PISA-Konsortiums Deutschland geäußert.

Nach der Veröffentlichung der 1. PISA- Untersuchung 2001 hat die Kultusministerkonferenz mit bundesweit geltenden Standards einen gemeinsamen Maßstab für den Vergleich der Kompetenzen gesetzt. Das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) der Länder an der Humboldt-Universität zu Berlin stellt die Normierung und Überprüfung der Standards sicher. Durch die gemeinsame Bildungsberichterstattung nehmen die Länder und der Bund das Bildungssystem in Deutschland exakt in den Blick. Der erste Schwerpunkt ist dabei eine gesonderte Untersuchung über die Lernerfolge und den Förderbedarf von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund. Diese Weichenstellungen, verknüpft mit einer früheren Förderung, insbesondere der Stärkung des Bildungs- und Erziehungsauftrages in Kindertagesstätten, einer individuellen Förderung und einem besseren Umgang mit Heterogenität, aber auch der Ausbau von Ganztagsschulen sind von zentraler Bedeutung für die Weiterentwicklung des Bildungssystems.

Die Kultusministerkonferenz weiß, dass grundlegende Veränderungen eines langen Atems bedürfen. Bildungspolitik braucht konsequentes und verlässliches Handeln, aber auch Zeit, damit eingeleitete Reformen ihre Wirkung entfalten können.

Da es unser gemeinsames Interesse ist, das deutsche Bildungssystem nach vorne zu bringen, fordert die Präsidentin der KMK, Doris Ahnen, alle Verantwortlichen nachdrücklich zu einem sachgerechten Umgang mit den Ergebnissen der PISA 2003 Studie auf.