Kultusminister Konferenz

 

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Start für internationale Untersuchung zum Leseverständnis in Grundschulen

Bund und Länder haben heute - vertreten durch Staatssekretär Dr. Ralf Stegner (Schleswig-Holstein) für die Kultusministerkonferenz und Staatssekretär Dr.-Ing. E.h. Uwe Thomas für das Bundesministerium für Bildung und Forschung - eine Vereinbarung unterzeichnet, die den Weg für die Beteiligung Deutschlands an der internationalen Untersuchung PIRLS (Progress in International Reading Literacy Study) - deutsch "IGLU" (Internationale Grundschul-Leseverständnis-Untersuchung) - frei macht. Länder und Bund verständigen sich mit ihrer Vereinbarung über die Durchführungsstrukturen und die gemeinsame Finanzierung des Projektes in Deutschland.

Die Untersuchung, an der sich international über 30 Staaten beteiligen, erhebt Lern-ergebnisse bei Viertklässlern: Die zentrale Kompetenz des Leseverständnisses wird erfasst und durch Befragung von Lehrern, Eltern und Schulleitern werden dabei auch die familiären, schulischen und sozialen Bedingungen des Lernens in die Untersuchung einbezogen. Von besonderer Bedeutung ist die Erhebung für Deutschland deshalb, weil sie die derzeit laufende OECD-Studie PISA über den Leistungsstand am Ende der Mittelstufe mit dem Grundschulbereich verknüpft. Damit wird es möglich, Zusammenhänge zwischen Lernvoraussetzungen, die in der Grundschule entwickelt werden, und der weiteren Lernentwicklung im Sekundarbereich herzustellen.

Die Haupterhebung an etwa 150 Grundschulen wird im zweiten Halbjahr 2001 durchgeführt; Ergebnisse werden ab Frühjahr 2003 vorliegen. Das Projekt wird in Deutschland von einem interdisziplinären Wissenschaftlerteam unter Leitung von Professor Dr. Wilfried Bos (Hamburg) durchgeführt. Auf internationaler Ebene ist die International Association for the Evaluation of Educational Achievement Initiator und verantwortlich für die Erhebung. Die Kosten der deutschen Beteiligung liegen bei rund 2,7 Millionen Mark, von denen Bund und Länder jeweils die Hälfte tragen.