„Weiterbildung 2030 – Chancen eröffnen, Qualifizierung stärken, Zukunft sichern!“
27.11.2025
Bei der Nationalen Weiterbildungskonferenz am 27. November in Berlin richtet sich der Fokus auf die Zukunft: Unter dem Motto „Weiterbildung 2030 – Chancen eröffnen, Qualifizierung stärken, Zukunft sichern!“ legen die 17 Partner der Nationalen Weiterbildungsstrategie (NWS) die nächsten Schritte für eine zukunftsorientierte Weiterbildung fest.
Für die Länder, vertreten durch Bildungsministerkonferenz (BMK), Wirtschaftsministerkonferenz (WMK) sowie Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK), steht die NWS für konstruktive und kooperative Zusammenarbeit der Partner in der Weiterbildung und insbesondere mit dem Bund. Gemeinsam gilt es, die Chancen durch Weiterbildung für Wirtschaft und Gesellschaft zu gestalten. In den kommenden Jahren rückt für die Länder insbesondere die Zielgruppe der bildungsbenachteiligten Menschen und Menschen ohne Berufsabschluss in den Mittelpunkt. Ziel ist es, passgenaue Lernangebote bereitzustellen, um ihre Grundkompetenzen im Lesen, Schreiben, Rechnen, sowie ihren digitalen Kompetenzen systematisch zu erweitern. Auf diese Weise kann ihr individuelles Potenzial entwickelt und zugleich ein Beitrag geleistet werden, um den Fachkräftebedarf zu sichern. Diesem Ansatz folgend wird auch weiterhin unter Federführung von Bund und Ländern die Arbeitsgruppe „Alphabetisierung und Grundkompetenzen“ als Arbeitsformat der NWS fortgeführt.
Ein weiterer Schwerpunkt, den die Länder in die Fortsetzung der NWS eingebracht haben, liegt auf der digitalen Transformation und Künstlichen Intelligenz (KI). Die Chancen neuer Technologien für Weiterbildung müssen genutzt und die damit verbundenen Herausforderungen erfolgreich gestaltet werden. Außerdem soll die Demokratiebildung in der Arbeitswelt als fester Bestandteil der Weiterbildung verankert werden, um gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
Die Länder begrüßen außerdem die Fortführung des Bund-Länder-Ausschusses zur Weiterbildungspolitik. Dieser soll weiterhin dazu beitragen, die Aktivitäten von Bund und Ländern besser aufeinander abzustimmen. Gleichzeitig bleibt er ein eigenständiges Gremium, das einen frühzeitigen Austausch etwa über anstehende Gesetzesvorhaben oder Förderprojekte sicherstellt.
Simone Oldenburg, Präsidentin der Bildungsministerkonferenz und Ministerin für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommerns, erklärt: „Jeder fünfte Erwachsene in Deutschland hat Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben – und ist damit oft von gesellschaftlicher und beruflicher Teilhabe ausgeschlossen. Auch die Zahl junger Menschen ohne Schul- oder Berufsabschluss zeigt: Wir müssen unsere Anstrengungen konsequent fortsetzen, damit auch sie gute Chancen in unserer Gesellschaft und auf dem Arbeitsmarkt haben. Bildung und berufliche Integration sind die Grundlage dafür, dass Menschen politische Entscheidungen faktenbasiert treffen und unsere Demokratie aktiv mitgestalten können. Die Nationale Weiterbildungsstrategie leistet dazu einen unverzichtbaren Beitrag.“
Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Vorsitzende der Wirtschaftsministerkonferenz und baden-württembergische Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, erklärt: „Der Strukturwandel, insbesondere durch die Digitalisierung und KI, schreitet rasant voran. In einer solchen Phase ist es wichtig und richtig, den Fokus verstärkt auf eine zeitgemäße und vorausschauende berufliche Weiterbildung zu lenken. Denn sie ist unverzichtbar, um Kompetenzen zu erhalten und den Wandel aktiv zu gestalten.“
Ulrike Scharf, Vorsitzende der Arbeits- und Sozialministerkonferenz und bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, erklärt: „Unsere Arbeitswelt ist im Wandel – eine Herausforderung für Unternehmen und Beschäftigte. Es ist mir wichtig, dass wir unsere Beratungs- und Unterstützungsangebote an den Bedürfnissen der Betriebe und der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausrichten. Dabei bestehende Synergien zwischen den Angeboten müssen zielgerichtet genutzt werden. Die Zusammenarbeit mit den Partnern der Nationalen Weiterbildungsstrategie ist wichtig, damit wir gemeinsam wirksame und nachhaltige Lösungen entwickeln können.“
Das Konzeptpapier zur Fortsetzung der Nationalen Weiterbildungsstrategie finden Sie hier: https://www.kmk.org/fileadmin/pdf/PresseUndAktuelles/2025/2025_11_27-Konzeptpapier-Weiterbildung-2030.pdf
Rückfragen:
Michael Reichmann
Sekretariat der Kultusministerkonferenz (KMK)
Pressesprecher
Taubenstraße 10
10117 Berlin
Tel.: +49 30 25418-462
michael.reichmann@kmk.org
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