Kultusminister Konferenz

 

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Wolff: Bildungsstandards sind der richtige Weg für mehr Qualität im Unterricht

Studie bestätigt Arbeit der Kultusministerkonferenz nach PISA

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Karin Wolff, sieht die Anstrengungen der Länder für eine nachhaltige Qualitätssicherung an den Schulen durch die am Dienstag vorgelegte Expertise „Zur Entwicklung nationaler Bildungsstandards“ bestätigt. Zwischen der Analyse des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) und der Arbeit der Kultusministerkonferenz zur Entwicklung von Bildungsstandards bestehe große Übereinstimmung, sagte Wolff bei der Präsentation der Studie in Berlin. „Wir sind auf gutem Wege, im föderalen Bildungssystem eine überzeugende und nachhaltige Antwort auf die Herausforderungen der PISA-Studie zu entwickeln. Dass die eingeschlagene Richtung stimmt, ist uns jetzt auch von wissenschaftlicher Seite bestätigt worden.“

Theorie und Praxis arbeiteten bei der Entwicklung der Standards Hand in Hand, unterstrich die Präsidentin der Kultusministerkonferenz. Die Expertise des DIPF liefere wichtige Anhaltspunkte für die weitere Formulierung der Standards und gebe Impulse zu deren Umsetzung im Schulalltag. Sie bestätige zudem die Verantwortung der Länder für die Festsetzung der Standards. „Die Länder waren gut beraten, das Umsteuern im Bildungsbereich so zügig wie möglich einzuleiten. So haben wir Zeit gewonnen und können die Expertise bereits als erste Evaluation unserer Arbeiten zur Standardentwicklung nutzen“, sagte Wolff.

Mit der Einführung von Bildungsstandards haben die Länder einen dynamischen Prozess zur Qualitätssicherung an den Schulen eingeleitet. Bereits im Mai 2002 hatte sich die Kultusministerkonferenz auf die Einführung gemeinsamer Standards zunächst für Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen verständigt. Erste Entwürfe der Arbeitsgruppen liegen bereits auf dem Tisch. Die Standards setzen nicht erst bei den Abschlüssen an, sondern begleiten den Lernprozess insgesamt. Sie beschreiben grundlegendes Wissen und Kompetenzen, die am Ende eines bestimmten Bildungsabschnitts vorhanden sein müssen. Die Einhaltung dieser Standards soll eine unabhängige wissenschaftliche Einrichtung gewährleisten.

„Eigenverantwortung der Schulen ist ein wesentliches Element, die Qualität des Unterrichts zu steigern und zu sichern. Bildungsstandards sind ein Schlüssel bei diesen Anstrengungen, denn nur so können Schulen die Ergebnisse auf einer gesicherten Basis überprüfen und vergleichen“, sagte die Präsidentin. Die ersten Bildungsstandards werden im Sommer vorgelegt. Mit ihrer Einführung soll im Schuljahr 2004/2005 begonnen werden.