Kultusminister Konferenz

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Umgang mit Antisemitismus in der Schule

In Fortsetzung ihrer Zusammenarbeit haben der Zentralrat der Juden in Deutschland, die Bund-Länder-Kommission der Antisemitismusbeauftragten und die Kultusministerkonferenz am 10. Juni 2021 im Rahmen der 374. Kultusministerkonferenz ihre "Gemeinsame Empfehlung zum Umgang mit Antisemitismus in der Schule“ vorgestellt (Pressemitteilung).

Antisemitismus“ als Begriff benennt seit über 140 Jahren Einstellungen und Verhaltensweisen, die von pauschaler Feindschaft und Hass gegenüber Jüdinnen und Juden zeugen. Antisemitismus als „Phänomen“ ist viel älter und besitzt eine rund 2.500 Jahre alte "Tradition". Seit geraumer Zeit zeigt sich Antisemitismus auch in Deutschland wieder unverhohlen: in Anschlägen auf Synagogen, Schändungen von jüdischen Grabmälern, körperlichen und verbalen Gewaltakten gegen Jüdinnen und Juden, in der Verbreitung von Verschwörungstheorien u. a.

In der Schule wird Antisemitismus i. d. R. im Unterricht über Nationalsozialismus und Holocaust thematisiert, aber es gab Antisemtismus schon vor 1933, und es gibt ihn nach 1945. Und auch in Schulen kommt es zu antisemitischen Vorfällen und Äußerungen - ein Beispiel ist der Gebrauch von "Du Jude!" als Schimpfwort. Dem vorzubeugen und entgegenzuwirken, ist Anliegen der "Gemeinsamen Empfehlung". Es dabei nicht also nur darum, Lehrkräften der einschlägigen Fächer Geschichte und Politische Bildung oder Sozialkunde, Religion und Ethik oder Deutsch Kenntnisse über die verschiedenen Wurzeln und Erscheinungsformen von Antisemitismus zu vermitteln, damit sie dies im Unterricht thematisieren können. Es geht vielmehr darum, alle Lehrkräfte dafür zu sensibilisieren, antisemitische Vorfälle als solche zu erkennen, um entsprechend reagieren zu können. Sensibilisieren auch in dem Sinne, dass die Perspektive der Betroffenen wahrgenommen wird.

 

 

 

 

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