Kultusminister Konferenz

 

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Unterricht über Holocaust und Nationalsozialismus

Der Themenbereich Nationalsozialismus und Holocaust ist in allen Ländern in dem Fach Geschichte bzw. – je nach Länderregelung – in gesellschaftswissenschaftlichen Fächern mit einem hohen Anteil an Geschichte fest verankert und ist verpflichtender Unterrichtsgegenstand in den Jahrgangsstufen 9 oder 10, vereinzelt auch in Jahrgangsstufe 8. In der Regel verlässt demnach keine Schülerin bzw. kein Schüler die Schule, ohne etwas über dieses Kapitel deutscher Geschichte erfahren zu haben. Hinzu kommt, dass das Thema auch in anderen Unterrichtsfächern des Sekundarbereichs I, insbesondere in Deutsch und Religion/Ethik mit einer fachspezifischen Schwerpunktsetzung besprochen wird.

Im Sekundarbereich II sind Nationalsozialismus und Holocaust in einer vertiefenden und größere Zusammenhänge aufzeigenden Weise abermals verpflichtender Unterrichtsgegenstand.

Bereits 1997 hat das Sekretariat der Kultusministerkonferenz eine Broschüre herausgegeben, die die Auseinandersetzung mit dem Holocaust in der Schule am Beispiel dreier Länder darstellt.

Eine umfassende Übersicht über die Verankerung der Thematik in den Lehrplänen der Länder und über Maßnahmen der Lehrerfortbildung (Stand: 2005) finden Sie hier.

Im Zusammenhang mit dem Themenfeld "Nationalsozialismus und Holocaust" sei auch auf die Empfehlungen der Kultusministerkonferenz zur Erinnerungskultur (deutsch und englisch) vom Dezember 2014 verwiesen.

 

 

Gemeinsame Absichtserklärung zwischen Yad Vashem und der Kultusministerkonferenz

Im Oktober 2013 unterzeichneten der damalige Präsident der Kultusministerkonferenz Dorgerloh und der Bildungsminister des Staates Israel Piron eine Erklärung zur Zusammenarbeit mit Yad Vashem, der bedeutendsten Gedenk- und Dokumentationsstätte zur Erinnerung an die Opfer der Shoa (Pressemitteilung hier).

Beide Parteien erklären darin ihre Absicht,

  • "die Übermittlung und den Austausch von Informationen und Gedanken zwischen Yad Vashem und deutschen pädagogischen Einrichtungen, Hochschulen, Holocaust-Gedenkstätten, Museen und organisationen in allen sechzehn Ländern in der Bundesrepublik Deutschland zu fördern;
  • die professionelle Entwicklung von Programminhalten für deutsche Pädagogen, insbesondere aus denjenigen Ländern in der Bundesrepublik Deutschland, die noch keine professionelle Arbeitsbeziehung mit Yad Vashem pflegen, zu fördern;
  • die Möglichkeiten der koordinierten Ausrichtung einer Konferenz über Lehrmethoden in Bezug auf den Holocaust und jüdisches Vorkriegsleben zu prüfen;
  • den Unterricht zum Thema Holocaust in den Lehrplänen aller sechzehn Länder in der Bundesrepublik Deutschland weiter zu verankern".

Vollständiger Text der Absichtserklärung hier.

Die in der Absichtserklärung angedachte Konferenz hat am 27. November 2014 in Berlin stattgefunden (Pressemitteilung hier).

International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA)

Deutschland gehört seit ihrer Gründung im Jahr 1998 der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA), ehemals Task Force for International Cooperation on Holocaust Education, Remembrance and Research, als Mitglied an. Alle Mitgliedsstaaten haben sich verpflichtet, eine knappe Übersicht über den in ihnen erreichten Stand der Entwicklung des Umgangs mit dem Holocaust in den Bereichen Forschung, Gedenken und Bildung vorzulegen. Die deutsche Delegation bei der IHRA gehörte zu den ersten, die aufgefordert worden sind, dieser Berichtspflicht nachzukommen. Den aktuellen Bericht aus dem Jahr 2012 finden Sie hier.