Kultusminister Konferenz

 

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Vermittlung jüdischer Geschichte, Religion und Kultur in der Schule

Das Judentum hat die deutsche und europäische Kultur und Geschichte in vielfältiger Weise mitgeprägt. Im schulischen Untericht und in Schulbüchern und anderen Bildungsmedien wird allerdings meist nur auf einzelne Elemente oder wenige historische Epochen verwiesen. Daher haben der Zentralrat der Juden in Deutschland und die Kultusministerkonferenz (KMK) gemeinsam eine Erklärung erarbeitet, die diesem entgegenwirken soll. Mit dieser Erklärung setzen sie sich dafür ein, die Vielfältigkeit des Judentums im schulischen Alltag sichtbar zu machen. Eine vermehrte Einbindung jüdischer Geschichte, Religion und Kultur in verschiedene Fächer und Jahrgangsstufen soll dazu beitragen, Schülerinnen und Schülern ein lebendiges und differenziertes Bild des jüdischen Lebens in Vergangenheit und Gegenwart zu vermitteln. Dazu sollen auch persönliche Begegnungen mit Jüdinnen und Juden ermöglicht werden. Die Entstehungsgeschichte des Staates Israel sowie seine besondere Bedeutung für Jüdinnen und Juden soll ebenso Gegenstand des Unterrichts sein.

Die "Gemeinsame Erklärung des Zentralrats der Juden und der Kultusministerkonferenz zur Vermittlung jüdischer Geschichte, Religion und Kultur in der Schule" wurde am 8. Dezember von der Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Dr. Claudia Bogedan, und dem Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, in Berlin unterzeichnet (Pressemitteilung). Zur Implementierung ist die Erarbeitung von Materialien und Handreichungen geplant.