Kultusminister Konferenz

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Europäisches Kulturerbe-Siegel – Kultur stärkt die gemeinsame europäische Identität

Mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel können Kulturdenkmale, Kulturlandschaften, kulturelle Stätten oder Gedenkstätten ausgezeichnet werden, die einen Zusammenhang zur europäischen Einigung haben oder an die gemeinsamen europäischen Werte erinnern, eine Rolle in der gemeinsamen europäischen Geschichte spielen oder gespielt haben oder auch als Symbol für die gemeinsame europäische Kultur stehen.

Mit dem Beschluss zur Ausschreibung eines „Europäischen Kulturerbe-Siegels“ vom 16.11.2011 verbinden das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union das Ziel, die europäische Identität der Bürgerinnen und Bürger zu stärken, den Zugang zum europäischen Kulturerbe zu erleichtern und das Bewusstsein für eine europäische Identität zu stärken.

Verfahren der Siegelvergabe

Das Verfahren zur Auswahl der Stätten erfolgt in zwei Stufen.

Zunächst wird auf nationaler Ebene eine Vorauswahl der Stätten getroffen. Dies geschieht einmal durch eine Vorprüfung der eingegangenen Anträge in den jeweils zuständigen Landesministerien bzw. Senatsverwaltungen, sodann in der Kulturministerkonferenz unter Berücksichtigung des Votums eines von der Kulturministerkonferenz einberufenen Expertengremiums. Aus dieser dann erfolgten nationalen Vorauswahl trifft auf Ebene der Union eine europäische Fachjury die endgültige Auswahl.

Um die Information über das Projekt, seine Bewerbungskriterien und das nationale wie europäische Auswahlverfahren für interessierte Stätten zu verbessern, hatte der Kulturausschuss der Kultusministerkonferenz eine Handreichung zum Europäischen Kulturerbe-Siegel verabschiedet.

Beteiligung der Kultusministerkonferenz am nationalen Vorauswahlverfahren

Die Kultusministerkonferenz hat sich im Februar 2012 für eine Teilnahme Deutschlands an der Initiative ausgesprochen. Im Dezember 2012 berief sie ein Expertengremium zur nationalen Vorauswahl. Im Dezember 2017 hat die Kultusministerkonferenz das von ihr verabschiedete „Nationale Vorauswahlverfahren“ evaluiert und eine Fortsetzung der Beteiligung Deutschlands an dieser Initiative der EU beschlossen.

EKS-ausgezeichnete Kulturerbe-Stätten in Deutschland

Nach erfolgreichem nationalen und internationalen Nominierungs- und Auswahlverfahren hat die Europäische Kommission zwischenzeitlich folgende Kulturerbe-Stätten mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel (EKS) ausgezeichnet:

Laufende Auswahlverfahren

Jeder teilnehmende Mitgliedstaat darf alle zwei Jahre nach Vorauswahl bis zu zwei Stätten an die Europäische Kommission übermitteln, von denen sodann jeweils höchstens eine Stätte von der Europäischen Jury ausgewählt wird.

Interessierte Organisationen können sich mit einem vollständig ausgefüllten Antrag mit einer Stätte, die europäischen Wert widerspiegelt und eine bedeutende Rolle in der Geschichte und Kultur Europas bzw. beim Aufbau der Union gespielt hat, bei ihrem zuständigen Landesministerium bzw. ihrer zuständigen Senatsverwaltung bewerben.
Die sich bewerbende Stätte muss dabei ein konkretes Projekt vorlegen, mit dem sie darlegt, wie ihre europäische Bedeutung nach erfolgter EKS-Auszeichnung sichtbar gemacht wird.

Alle für eine Bewerbung wichtigen Termine und Fristen sind in einem Merkblatt festgehalten.

Weiterfühende Informationen

Veröffentlichungen und Beschlüsse der Kultusministerkonferenz

Europäische Kommission zum Europäischen Kulturerbe-Siegel