Kultusminister Konferenz

 

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Europäisches Kulturerbesiegel – Kultur stärkt die gemeinsame europäische Identität

Mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel werden Kulturdenkmale, Kulturlandschaften und Gedenkstätten ausgezeichnet, die die europäische Einigung, die gemeinsamen Werte sowie die Geschichte und Kultur der EU symbolisieren.

Mit ihrem Beschluss zur Ausschreibung eines „Europäischen Kulturerbe-Siegel“ vom 16. November 2011 verbinden das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union das Ziel, das Zugehörigkeitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger zur Union zu stärken, den Zugang zum europäischen Kulturerbe zu erleichtern und das Bewusstsein für eine europäische Identität zu stärken.

Nach welchem Verfahren werden die Siegel vergeben?


Das Verfahren zur Auswahl der Stätten erfolgt in zwei Stufen. Zunächst wird auf nationaler Ebene eine Vorauswahl der Stätten getroffen. Sodann trifft auf Ebene der Union eine europäische Fachjury die endgültige Auswahl.

Wie ist die Kultusministerkonferenz beteiligt?


Die Kultusministerkonferenz hat sich im Februar 2012 für eine Teilnahme Deutschlands an der Initiative ausgesprochen. Im Dezember 2012 wurde eine Expertengremium zur nationalen Vorauswahl eingesetzt.

Welche deutschen Kulturerbestätten haben das Siegel bisher erhalten?

Nach dem Auswahl- und Nominierungsverfahren der Kultusministerkonferenz hat die Europäische Kommission am 11. März 2015 folgende Kulturerbestätten mit dem Europäischen Kulturerbesiegel ausgezeichnet:

  • "Hambacher Schloss"
  • "Rathäuser von Münster und Osnabrück - Stätten des Westfälischen Friedens"

Gibt es weitere Auswahlverfahren?

Ja. Derzeit läuft das reguläre Verfahren, wonach jeder teilnehmende Mitgliedstaat alle zwei Jahre bis zu zwei Stätten in die Vorauswahl aufnehmen darf, von denen höchstens eine Stätte von der Europäischen Jury ausgewählt wird.

Interessierte Organisationen können sich mit einem vollständig ausgefüllten Antrag mit einer Stätte, die europäischen Wert widerspiegelt und eine bedeutende Rolle in der Geschichte und Kultur Europas bzw. beim Aufbau der Union gespielt hat, bei ihrem zuständigen Ministerium / Senatsverwaltung bewerben. Der Bewerber muss dabei ein konkretes Projekt und ein Arbeitsprogramm vorlegen, mit denen er darlegt, wie die europäische Bedeutung der Stätte herausgestellt wird.

Weitere Informationen sind auf den Seiten der Europäischen Kommission zum Europäischen Kulturerbe-Siegel unter dem Link eingestellt: https://ec.europa.eu/programmes/creative-europe/actions/european-heritage-label_en

Die zu beachtenden Termine und Fristen sind in einem Merkblatt festgehalten.

 

 

Dokumente und nützliche Links:

Veröffentlichungen und Beschlüsse der Kultusministerkonferenz

"Hambacher Schloss"

"Rathäuser von Münster und Osnabrück - Stätten des Westfälischen Friedens"