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VERA 3 und VERA 8 (Vergleichsarbeiten in den Jahrgangsstufen 3 und 8): Fragen und Antworten für Schulen und Lehrkräfte

1. Welche Funktion hat VERA?

1. Welche Funktion hat VERA?

Die zentrale Funktion von VERA liegt in der Unterrichts- und Schulentwicklung jeder einzelnen Schule. Das bedeutet, dass die Lehrkräfte die im Rahmen von VERA ermittelten Leistungsergebnisse ihrer Schülerinnen und Schüler im Sinne eines auf Daten gestützten Entwicklungskreislaufs zur Weiterentwicklung des Unterrichts nutzen können. VERA bietet einen Anlass, Fragen nach den Ursachen der Ergebnisse zu stellen und die eigene Unterrichtsplanung und -praxis zu reflektieren.

Hinzu kommt die Vermittlungsfunktion, die VERA für die Einführung der zentralen fachlichen und fachdidaktischen Konzepte der Bildungsstandards hat. Denn das im Kontext von VERA entwickelte Material (Testhefte und didaktische Handreichungen) unterstützt die Schulen dabei, kompetenzorientiert und auf die Bildungsstandards bezogen zu unterrichten, die wiederum Bestandteil der Bildungs- und Lehrpläne sind.

2. Worüber erhält die Schule durch VERA Rückmeldungen?

2. Worüber erhält die Schule durch VERA Rückmeldungen?

Eine zentrale Voraussetzung für erfolgreiches pädagogisches Handeln ist das Wissen um die Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler. Je genauer die Lernangebote auf den Kenntnisstand, die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schülerinnen und Schüler abgestimmt sind, desto größer ist deren Interesse und Motivation sowie in der Regel der zu erwartende Lernerfolg. Zusätzlich zu den gewonnenen Erkenntnissen aus Unterrichtsbeobachtungen oder Schülerarbeiten liefert VERA auf die Bildungsstandards bezogene Informationen über erworbene Kompetenzen in den getesteten Bereichen der Fächer Deutsch, Mathematik oder der 1. Fremdsprache.

Die Ergebnisse der Vergleichsarbeiten liefern differenzierte Informationen über Stärken und Schwächen in der Klasse und bieten damit der Lehrkraft wichtige Hinweise, worauf sie im Unterricht genauer eingehen sollte und in welchen Bereichen gegebenenfalls besondere Förderung angebracht ist. Diese Rückmeldungen können im Sinne eines Frühwarnsystems für die Unterrichtsgestaltung im letzten Jahr/den beiden letzten Jahren des Primarbereichs bzw. Sekundarbereichs I genutzt werden. Bei der Betrachtung der Ergebnisse stellt die Klasse die wichtigste Analyseebene dar, denn hier liegt der Ausgangspunkt für die Weiterarbeit im Unterricht. Vergleiche mit Parallelklassen bieten gute Anlässe für den kollegialen Austausch und die Zusammenarbeit.

In einigen Ländern werden die VERA-Tests auch als „Lernstandserhebungen“ bezeichnet, um die Zielsetzung von VERA hervorzuheben, dass die Lehrkräfte bezogen auf die Bildungsstandards vertiefte Informationen zum Lernstand der Klasse erhalten.

Der Begriff „Vergleichsarbeiten“ verdeutlicht wiederum, dass mit VERA die in der eigenen Lerngruppe erreichten Lernstände in Relation zu verschiedenen Bezugsnormen betrachtet werden können:

  • Inhaltlicher Vergleich: Der Vergleich der Leistungen der einzelnen Schülerinnen und Schüler auf der Grundlage von inhaltlich beschriebenen Kompetenzstufen ermöglicht eine Orientierung an den Bildungsstandards.
  • Bezugsgruppenorientierter Vergleich: Die Vergleichsarbeiten ermöglichen eine Standortbestimmung durch den Vergleich der Ergebnisse der Klassen untereinander und durch den Vergleich mit den jeweiligen Landesergebnissen. In einigen Ländern können sich zudem im Rahmen des sogenannten „Fairen Vergleichs“ die Klassen mit ähnlicher sozialer Zusammensetzung miteinander vergleichen (vgl. hierzu auch Frage 10).

3. Wofür ist VERA nicht geeignet?

3. Wofür ist VERA nicht geeignet?

VERA eignet sich nicht für ein öffentliches Ranking der teilnehmenden Schulen. Die Veröffentlichung entsprechender Ranglisten-Tabellen wird daher in allen Ländern abgelehnt. Ziel von VERA ist es, die Einzelschule mit Hilfe der VERA-Ergebnisse in ihrer Weiterentwicklung zu unterstützen; die Veröffentlichung von VERA-Ergebnissen würde diesem Ziel widersprechen.

VERA eignet sich nicht als Grundlage für Übergangs- bzw. Schullaufbahnempfehlungen; denn VERA liefert bezogen auf den einzelnen Schüler/die einzelne Schülerin keine zuverlässige Prognose zum weiteren Schulerfolg.

Auch als Instrument für eine vertiefte Individualdiagnostik oder Lernverlaufsanalysen ist VERA nicht geeignet, weil VERA lediglich eine Momentaufnahme bietet und dies auch nur für ausgewählte Bereiche eines Faches, z. B. das Lese- und/oder Hörverstehen. Es gibt zahlreiche Instrumente und Verfahren, insbesondere der Förderdiagnostik, die die Schulen zu diesem Zweck einsetzen. Diese werden durch VERA ergänzt, nicht aber ersetzt.

4. Was unterscheidet VERA von PISA und anderen Vergleichsstudien?

4. Was unterscheidet VERA von PISA und anderen Vergleichsstudien?

Zwischen den internationalen Schulleistungsuntersuchungen (wie PISA, IGLU/PIRLS und TIMSS) sowie den IQB-Ländervergleichen zur zentralen Überprüfung des Erreichens der Bildungsstandards einerseits und den Vergleichsarbeiten andererseits bestehen Gemeinsamkeiten: Alle Untersuchungen geben Rückmeldungen zu erworbenen Kompetenzen.

Es bestehen aber auch bedeutsame Unterschiede. Diese betreffen vor allem die verfolgten Ziele (Wem sollen die Ergebnisse zu welchem Zweck dienen?) sowie die Betrachtungsebene und damit verbunden auch Unterschiede in der organisatorischen Umsetzung.

Nationale und internationale Schulleistungsstudien überprüfen in regelmäßigen Abständen den Leistungsstand der Schülerschaft. Die Betrachtungsebene sind hier das deutsche Bildungssystem im internationalen Vergleich bzw. die Bildungssysteme der einzelnen Länder im nationalen Vergleich (IQB-Ländervergleich). Bei den internationalen Schulleistungsstudien sowie bei den IQB-Ländervergleichen werden nur wenige Schulen (repräsentative Stichprobe) durch externe Testleitungen im Abstand von mehreren Jahren untersucht. Das Ziel ist eine systematische Datenerfassung auf der Ebene des Bildungssystems, um steuerungsrelevante Informationen für Bildungspolitik und -administration zu gewinnen.

VERA hingegen wird flächendeckend, d.h. mit allen Schülerinnen und Schülern in allen Ländern, und jährlich von den beteiligten Lehrkräften durchgeführt mit dem Ziel, der Einzelschule für die Unterrichtsentwicklung regelmäßig datengestützte Informationen zur Verfügung zu stellen. Die Betrachtungsebene ist hier also vorrangig die einzelne Klasse bzw. die einzelne Schule.

5. Ist VERA verpflichtend?

5. Ist VERA verpflichtend?

Vergleichsarbeiten werden sowohl in der 3. als auch in der 8. Jahrgangsstufe in allen Ländern jährlich in mindestens einem Fach verbindlich durchgeführt. Schülerinnen und Schüler, die eine 3. oder eine 8. Klasse besuchen, sind somit in mindestens einem Fach zur Teilnahme verpflichtet (Ausnahmen für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf oder für Schülerinnen und Schüler, die weniger als zwölf Monate in Deutschland leben und daher die deutsche Sprache noch nicht ausreichend beherrschen, sind möglich. Staatlich anerkannte Privatschulen können auf freiwilliger Basis teilnehmen.) Darüber hinaus können die Länder die Teilnahme an VERA auch in weiteren Fächern entweder verbindlich vorsehen oder den Schulen als Option anbieten. In Ausnahmefällen kann es gute Gründe geben, einzelne Schulen oder Schulgruppen befristet von der Teilnahme an VERA 3 freizustellen.

Für die Lehrkräfte ist bindend, VERA den Testanweisungen entsprechend durchzuführen und die Ergebnisse in ein geschütztes Internetportal einzugeben.

6. Erhalten alle Schülerinnen und Schüler die gleichen Aufgaben?

6. Erhalten alle Schülerinnen und Schüler die gleichen Aufgaben?

In der Grundschule (VERA 3) erhalten alle Schülerinnen und Schüler dasselbe Testheft. Zukünftig wird das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) hierfür Aufgaben zur Erweiterung des Aufgabenspektrums auch im unteren Leistungsbereich anbieten, die von den Ländern optional genutzt werden können.

Im Sekundarbereich I enthalten die VERA-Testhefte ein Spektrum von sehr einfachen bis hin zu sehr schwierigen Aufgaben, sodass für jede Schülerin und jeden Schüler sowohl positive Erlebnisse („Das kann ich schon!“) als auch Herausforderungen entstehen. Um diesen Rahmen angemessen zu begrenzen, stellt das IQB für VERA 8 Testhefte in drei unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen zur Verfügung. [Anmerkung der Redaktion, Stand Juni 2015: Ab 2016 werden in VERA 8 zwei Testhefte zur Verfügung gestellt.] Die Länder entscheiden, welche Version sie für welche Schulart einsetzen. Jede Testheftversion erlaubt es, den Kompetenzstand der Schülerinnen und Schüler auf einem gemeinsamen Leistungsmaßstab festzustellen.

7. Wer führt den Test durch und gibt ihn ein?

7. Wer führt den Test durch und gibt ihn ein?

Die Tests werden von den Lehrkräften der jeweiligen Schulen organisiert, durchgeführt, beaufsichtigt sowie ausgewertet. Es gibt – im Unterschied zu PISA und ähnlichen Studien – keine externen Testleiter. Die Lehrkräfte erhalten von ihrem jeweiligen Landesinstitut bzw. der für VERA zuständigen Institution die Testmaterialien sowie schriftliche Hinweise für die einheitliche Durchführung, Auswertung und Ergebnisrückmeldung. Je genauer die VERATests nach den vorgegebenen Hinweisen durchgeführt werden, desto zuverlässiger ist die Aussagekraft der Ergebnisrückmeldungen für die Schulen und Lehrkräfte als Hauptadressat.

8. Warum dürfen Schulen VERA nicht als Klassenarbeit bewerten?

8. Warum dürfen Schulen VERA nicht als Klassenarbeit bewerten?

Vergleichsarbeiten sind keine Klassenarbeiten. Die Vergleichsarbeiten sind standardisierte Tests mit Aufgaben, die wissenschaftlichen Gütekriterien genügen. D.h. die VERA-Aufgaben wurden vor allem daraufhin überprüft, ob sie mit hinreichender Genauigkeit zuverlässig das testen, was sie testen sollen, und dabei objektiv bewertet werden können. Zudem wurde die angemessene Schwierigkeit der Aufgaben über einen Vortest geprüft.

Mit VERA wird überprüft, inwieweit die Schülerinnen und Schüler die in einzelnen Bildungsstandards beschriebenen Kompetenzen erworben haben. Aber anders als herkömmliche Klassenarbeiten, die vorrangig als Lernerfolgskontrollen unmittelbar vorangegangener Unterrichtseinheiten dienen, bilden die Diagnose- und Vergleichsarbeiten als länderübergreifendes Instrument zu dem Testzeitpunkt nicht die spezifischen Lehr- bzw. Bildungspläne der einzelnen Länder ab. Für die VERA-Tests ist daher im Unterschied zu Klassenarbeiten keine Benotung vorgesehen.

9. Wann erhält die Schule die Ergebnisse? Was sagen sie aus?

9. Wann erhält die Schule die Ergebnisse? Was sagen sie aus?

Nachdem die Lehrkräfte die VERA-Tests korrigiert und die Ergebnisse in ein Auswertungsportal eingegeben haben, werden diese Daten von der damit beauftragten Einrichtung ausgewertet. Diese Auswertungen werden zeitnah an die Schulen zurückgemeldet, sodass sie für die weitere Unterrichtsgestaltung und -entwicklung sowie für die Unterrichts- und Förderplanung des nachkommenden Schuljahres bzw. der nachkommenden Schuljahre genutzt werden können. Hierbei verfahren die teilnehmenden Länder unterschiedlich.

Die Rückmeldeformate können beispielsweise folgende Informationen beinhalten:

  • Darstellung der Leistungen der einzelnen Schülerin bzw. des einzelnen Schülers auf einem Kompetenzstufenmodell,
  • Wiedergabe der Lösungshäufigkeiten zu einer Aufgabe innerhalb einer Klasse
  • Vergleich der Klassenleistung zu einem Kompetenzbereich mit der Parallelklasse und/oder
  • Abbildung der Leistung der Schule vor dem Hintergrund des Landesergebnisses (vgl. hierzu auch Frage 10).

Die VERA-Ergebnisse geben den Lehrkräften eine Rückmeldung darüber, in welchen Bereichen ihre Schülerinnen und Schüler besondere Stärken und Schwächen aufweisen und wie deren Leistungen relativ zu denen anderer Klassen und Schulen einzuordnen sind. Lehrkräfte und Schulleitungen sollten diese Informationen nutzen, um ihren Unterricht und die schulische Organisation von Lehr-Lernprozessen systematisch weiterzuentwickeln.

Während die Ergebnisrückmeldung zu Lerngruppen, zu Klassen oder zur Schule sehr zuverlässig ist, dürfen Testergebnisse für einzelne Schülerinnen oder Schüler nicht überbewertet werden: Ein Test kann immer nur in einer Art Momentaufnahme bestimmte Teilaspekte zu einem bestimmten Zeitpunkt festhalten. Die Lernentwicklungen der einzelnen Schülerin und des einzelnen Schülers kann hingegen die Lehrkraft am besten beurteilen.

10. Unter welchen Voraussetzungen sind die Ergebnisse für alle Schulen vergleichbar?

10. Unter welchen Voraussetzungen sind die Ergebnisse für alle Schulen vergleichbar?

In vielen Ländern wird die Teilnahme am so genannten „fairen Vergleich“ angeboten, der die Unterschiede in der Klassenzusammensetzung berücksichtigt. Denn für den Leistungsstand einer Klasse ist auch die Zusammensetzung der Schülerschaft von Bedeutung. Klassen oder Schulen haben damit die Möglichkeit, sich mit Klassen und Schulen mit ähnlichen sozialen Rahmenbedingungen zu vergleichen.

11. Wer erhält die Ergebnisse?

11. Wer erhält die Ergebnisse?

Die Ergebnisse von VERA erhält die Schule. Sie ist nicht verpflichtet, ihre VERA-Ergebnisse zu veröffentlichen, da dies mit der Kernfunktion des Instruments – der Datengrundlage für die Unterrichts- und Schulentwicklung – nicht zu vereinbaren wäre. VERA funktioniert als Verfahren der Selbstevaluation nur dann, wenn den Schulen ermöglicht wird, sich ohne öffentlichen Druck mit dem Abschneiden ihrer Schülerinnen und Schüler auseinanderzusetzen.

In die Auswertung der VERA-Ergebnisse sind die zuständigen Schulgremien, die sich mit der Entwicklung von Unterrichtsqualität befassen, entsprechend den landesspezifischen Vorgaben einzubeziehen.

Die Rückmeldung zu den VERA-Ergebnissen und die Beratung hierzu erfolgt adressatenbezogen. Es stellt einen Unterschied dar, ob die teilnehmende Schülerin bzw. der teilnehmende Schüler, betroffene Eltern, ggf. Elternvertretung, die beteiligte Lehrkraft, die Schulleitung und ggf. die Bildungsadministration die Adressaten der jeweiligen Ergebnisrückmeldung sind.

Bei Einbindung der Schulaufsicht und/oder Schulinspektion in die VERA-Ergebnisse auf Schul- und Klassenebene bedarf es klarer Regelungen, die dem eigentlichen Ziel, die Schulen in ihren Schul- und Unterrichtsentwicklungsprozessen zu unterstützen, nicht entgegenstehen

Ein Austausch zwischen Schule und Schulaufsicht soll dazu dienen, die Schule in ihrer Entwicklungsarbeit zu begleiten und ggf. entsprechende Verabredungen in Ziel- und Leistungsvereinbarungen aufzunehmen.

12. Wie können Schulen die Ergebnisse von VERA nutzen?

12. Wie können Schulen die Ergebnisse von VERA nutzen?

Das pädagogische Potenzial von VERA für Lehrkräfte und Schulen liegt darin, dass diese fachliche Anregungen und Informationen

  • zum Umgang mit kompetenzorientierten Aufgaben und entsprechenden Ergebnisrückmeldungen,
  • für die Feststellung des Leistungsstands der eigenen Lerngruppe durch die verschiedenen Vergleichsmöglichkeiten,
  • für die Leistungseinschätzung und -beurteilung der eigenen Lerngruppe (diagnostische Kompetenzen),
  • zur Planung pädagogischer Interventionen und zielgerichteter Fördermaßnahmen,
  • für kooperative Unterrichtsentwicklung (Konferenz- oder Fachgruppenarbeit) im Kollegium

erhalten.

Schulen nutzen VERA, indem sie in einem Entwicklungskreislauf die Ergebnisse analysieren und auswerten, nach Ursachen fragen, daran anknüpfend erforderliche Maßnahmen ableiten und die Wirksamkeit der Maßnahmen überprüfen. Idealerweise setzen sich die Lehrerinnen und Lehrer im Team mit den VERA-Ergebnissen auseinander. Als besonders geeignete Ebene gelten dabei jahrgangsbezogene Fachgruppen bzw. jahrgangsübergreifende Fachkonferenzen.

Der Schulleitung kommt in diesem Prozess der Weiterentwicklung eine besondere Rolle zu, indem sie die notwendigen strukturellen, organisatorischen und kommunikativen Voraussetzungen schafft. Darüber hinaus trägt sie dafür Sorge, dass die aus VERA abgeleiteten Konsequenzen mit anderen Elementen der schulischen Qualitätsentwicklung (z. B. Selbstevaluation, externe Evaluation) bzw. sonstigen schulischen Schwerpunkten (z. B. Förderkonzepte, ggf. schulinterne Curricula, Projekte zur Elternkooperation) abgestimmt und verknüpft werden.

Die meisten Länder sehen vor, dass die Schulaufsicht den Schulen bei der Qualitätsentwicklung unterstützend und beratend zur Seite steht (vgl. dazu auch Frage 11).

Darüber hinaus sollte eine Rückkopplung zum Unterstützungsbedarf der Schulen, z. B. im Hinblick auf die Datenanalyse und -nutzung, an die jeweils zuständigen Akteure (Landesinstitute, auswertende Einrichtungen) erfolgen, damit diese mit ihrem Angebot auf die Bedarfslage der Schulen reagieren können.

13. Welche Hilfe erhalten Lehrkräfte bei der Nutzung der VERA-Ergebnisse?

13. Welche Hilfe erhalten Lehrkräfte bei der Nutzung der VERA-Ergebnisse?

Die Länder verfügen über ein umfassendes Unterstützungsangebot zum Umgang mit Vergleichsarbeiten. Dazu gehören zentrale Fortbildungen sowie die Möglichkeit, auf Expertinnen und Experten (z. B. Schulentwicklungsberaterinnen und -berater) zurückzugreifen, die Schulen bei der Datenanalyse und der darauf folgenden Maßnahmenplanung helfen.

Ferner gibt es zahlreiche Broschüren und Handreichungen, die Nutzungshinweise enthalten (s. dazu weiter unten).

Zeitnah zur Durchführung der Vergleichsarbeiten werden auf den Internetseiten des IQB und der Schulministerien der Länder didaktische Handreichungen mit Hinweisen und Kommentaren zu den eingesetzten Aufgaben zur Verfügung gestellt (Internetlinks s.u.). Diese sollen Lehrkräfte im Bemühen um einen kompetenzorientierten Unterricht unterstützen. Die Materialien umfassen neben den Erläuterungen der einzelnen Testaufgaben Informationen zu Nutzungsmöglichkeiten der Vergleichsarbeiten im kompetenzorientierten Unterricht, Hinweise auf förderdiagnostische Materialien und auf entsprechende Literatur und Hinweise zum Umgang mit den Testaufgaben im Unterrichtskontext. Jährlich wird jeweils eine andere Kompetenz als Schwerpunktthema gewählt.

Die didaktischen Kommentare (auch „Handreichungen“) sind vor allem für Lehrkräfte gedacht, die im Anschluss an die Vergleichsarbeiten spezifische Lernangebote machen wollen. Die Materialien bzw. Kommentare können auch zur Unterrichtsvorbereitung und zu Aus- und Fortbildungszwecken genutzt werden. Sie werden vom IQB im Auftrag der Länder erstellt.

Informationen und Handreichungen im Internet

Informationen und Handreichungen im Internet

Die Länder stellen Handreichungen bzw. Informationen zu VERA im Internet bereit:

Baden-Württemberg

Vergleichsarbeiten auf dem Kultusportal 
 

Bayern

Internetportal für Vergleichsarbeiten (Startseite)

Häufig gestellte Fragen (FAQs zu VERA)

Broschüre „Vergleichsarbeiten in Bayern – VERA-8“

Kritikanalyse Vergleichsarbeiten

 
Berlin

Internetportal zu Vergleichsarbeiten (Startseite)

Vergleichsarbeiten der Jahrgangsstufe 3 in Berlin als Beitrag zur Schul- und Unterrichtsentwicklung

Vergleichsarbeiten der Jahrgangsstufe 8 in Berlin als Beitrag zur Schul- und Unterrichtsentwicklung

 
Brandenburg

VERA 3

VERA 8

Berichte und Dokumente zu VERA 8

 
Bremen

VERA 3

VERA 8

 
Hamburg

Internetportal zu Lernstandserhebungen (Startseite)
 

Hessen

Allgemeine Informationen zu Lernstandserhebungen

Zentrale Lernstandserhebungen – Fragen & Antworten

Allgemeine Informationen und Materialien zu den Lernstandserhebungen zum Download (Informationen für Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Lekrkräfte etc.)
 

Mecklenburg-Vorpommern

Internetportal zu Qualität von Schule und Unterricht (u.a. zu VERA 3 und VERA 8)
 

Niedersachsen

Internetportal zu Vergleichsarbeiten
 

Nordrhein-Westfalen

Ziele der Vergleichsarbeiten (VERA 3 und VERA 8)

Fachbezogene Informationen für Deutsch und Mathematik (VERA 8)

Unterrichtsmaterialien zur Hinführung auf die Vergleichsarbeiten (VERA 3 und VERA 8)

Handreichung zur Interpretation und zum Umgang mit den Ergebnissen - Hinweise, Beispiele und Arbeitshilfen für die Praxis (VERA 3 und VERA 8)

Information für Eltern und Erziehungsberechtige, Folienpräsentation für Eltern & Vortragsnotizen  

Rheinland-Pfalz

Internetportal des Bildungsservers zu VERA (Startseite)

Internetportal des Bildungsservers zum aktuellen VERA-Durchgang

Internetportal des Zentrums für Empirische Pädagogische Forschung (zepf) zu VERA
 

Saarland

Internetportal zu VERA (Startseite)
 

Sachsen

Internetportal zu Kompetenztests (Startseite)

Broschüre „Kompetenztests an sächsischen Schulen“
 

Sachsen-Anhalt

Allgemeine Hinweise zu Vergleichsarbeiten

Übersicht mit Hinweisen zu Vergleichsarbeiten und weiteren zentralen Leistungserhebungen (ZLE)

Informationsflyer zu Vergleichsarbeiten im Schuljahrgang 3 (Downloadmöglichkeit)
 

Schleswig-Holstein

VERA-Info-Portal (Informationen zur Durchführung für Lehrer/-innen, Eltern und allgemeine Öffentlichkeit)

VERA-FAQ

VERA-Leitfaden zur Nutzung der Ergebnisse von Vergleichsarbeiten

Materialseite zum VERA-Leitfaden

VERA-Aufgabenbrowser (didaktische Materialien aus VERA 3 und VERA 8, nur für Lehrkräfte des Landes)
 

Thüringen

Allgemeine Informationen, aktuelle Informationen zu den Tests im laufenden Schuljahr sowie Fortbildungsangebote zur Nutzung des Kompetenztests

Landesberichte der Jahre 2010 bis 2012 sowie Beispielberichte für Schüler, Klassen und Schulen (2011)

Informationen zu den aktuellen Testterminen sowie Aufgaben der Kompetenztests bis 2009 (Testhefte, die in Thüringen eingesetzt wurden)