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Internationalisierung der Hochschulen

Für Deutschland ist die Internationalisierung der Hochschulen ein wichtiger Baustein, um in einer globalisierten Welt weiter einen Spitzenplatz unter den führenden Wissenschaftsstandorten einzunehmen.

  • So weist Deutschland im internationalen Vergleich einen hohen Anteil international Studierender auf.Im Wintersemester 2023/24 lag der Anteil nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bei16,4%der Studierenden.Damit gehört Deutschland zu den beliebtesten Zielländern für internationale Studierende. 
  • Im internationalen Vergleich verbleiben viele ausländische Studierende nach ihrem Abschluss in Deutschland.Eine Studie der OECD zeigt, dass Deutschland eine Spitzenposition bei der Attraktivität für internationale Studierende einnimmt. Rund60% der internationalen Studierenden bleiben nach ihrem Abschluss in Deutschland. 

Bund und Länder arbeiten gemeinsam mit weiteren Partnern, insbesondere der Hochschulrektorenkonferenz und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst, daran, die deutschen Hochschulen in der Internationalisierung zu unterstützen. Dazu gehört auch, deutschen Studierenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Auslandserfahrung zu ermöglichen und Menschen aus anderen Ländern die Chance zu geben, in Deutschland zu studieren und zu forschen. 

Strategie zur Internationalisierung der Hochschulen

Die Wissenschaftsministerkonferenz hat am 14.06.2024 in Saarbrücken eine neue, gemeinsam von Bund und Ländern getragene Strategie zur Internationalisierung der Hochschulen in Deutschland verabschiedet. Diese soll den Hochschulstandort angesichts neuer technologischer und politischer Entwicklungen sowie steigender globaler Risiken stärken und resilienter machen. 

Die Strategie umfasst die vier zentralen Handlungsfelder “Hochschulen als Motoren der internationalen Mobilität”, “rechtliche und strukturelle Rahmenbedingungen verbessern”, “internationale Zusammenarbeit in einem globalen Kontext” und “digitale Transformation nutzen”. Sie gilt für den Zeitraum 2024 bis 2034. Die Umsetzung erfolgt durch den Bund und die Länder in der jeweiligen Verantwortung und soll von einer Indikatoren-basierten Berichterstattung über die Fortschritte begleitet werden. 

Europäische Hochschulallianzen

Ein wichtiges Element der Internationalisierung der Hochschulen sind die aktuellen Initiativen der Europäischen Kommission, die durch die Länder intensiv begleitet werden. Hierzu zählt insbesondere die Initiative zur Schaffung von Europäischen Hochschulallianzen. Diese sollen, als Leuchtturmprojekte, zentrale Elemente auf dem Weg zu einem Europäischen Bildungsraum darstellen. 

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Europäischen Kommission und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, der das nationale Begleitprogramm verantwortet. 

Der Bologna-Prozess

Der Bologna-Prozess ist eine umfassende Reforminitiative, die darauf abzielt, die Hochschulsysteme in Europa zu harmonisieren und einen vergleichbaren, kompatiblen und kohärenten Europäischen Hochschulraum (European Higher Education Area, EHEA) zu schaffen. Er wurde 1999 mit der Unterzeichnung der Bologna-Erklärung ins Leben gerufen und hat seither die Hochschullandschaft in Europa grundlegend verändert. Der Europäische Hochschulraum umfasst mittlerweile 49 Staaten.