Kultusminister Konferenz

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Dienstleistung steht im Vordergrund

11 neue Rahmenlehrpläne zum Schuljahresbeginn

Im Vordergrund der Rahmenlehrplan-Arbeit der Kultusministerkonferenz im Schul-jahr 2000/2001 steht die Dienstleistungsorientierung. Besonders deutlich wird dies an den Rahmenlehrplänen, die für die neu entwickelten Ausbildungsberufe "Kauf-mann/Kauffrau im Gesundheitswesen", "Sport- und Fitnesskaufmann/-kauf-frau" und "Veranstaltungskaufmann/-kauffrau" erstellt wurden.

Die drei Rahmenlehrpläne sind eng miteinander verzahnt. Das zeigen insbesondere die für das 1.Ausbildungsjahr identischen Zielformulierungen zu kaufmännischen Kernqualifikationen. Darüber hinaus werden die Voraussetzungen für eine fachkun-dige kaufmännische Tätigkeit in den spezifischen Bereichen geschaffen.

Kaufleute im Gesundheitswesen arbeiten vorwiegend in Krankenhäusern, daneben in Einrichtungen für stationäre und ambulante Pflege sowie für Vorsorge und Rehabilitation. Weitere Beschäftigungsfelder können Krankenkassen und medizi-nische Dienste, ärztliche Organisationen, Arztpraxen, Rettungsdienste und Verbände der Freien Wohlfahrtspflege sein.

Sport- und Fitnesskaufleute sollen in Zukunft in Sportverbänden, Sportvereinen, Betrieben der Fitnesswirtschaft und in der kommunalen Sport- und Sportstätten-verwaltung tätig sein.

Veranstaltungskaufleute werden ihre Einsatzfelder bei Konzertveranstaltern, Künstleragenturen, Marketing- und Event-Agenturen, Messegesellschaften sowie Tagungs- und Kongressveranstaltern finden.

Die Dienstleistungsorientierung steht auch im Vordergrund bei der Modernisierung zweier traditioneller Berufe, der Ausbildungsberufe "Berufskraftfahrer/Berufs-kraftfahrerin" und "Zahnmedizinischer Fachangestellter/Zahnmedizinische Fachangestellte" (bisher Zahnarzthelfer/Zahnarzthelferin).

Dass auch das Handwerk immer stärker auf Kundenorientierung setzt, zeigt die Neuordnung der traditionellen Ausbildungsberufe "Glaser/Glaserin", "Uhrma-cher/Uhrmacherin" und "Weber/Weberin".

Neben diesen Berufen wurden ferner die Industrieberufe "Chemikant/Chemi-kantin" und "Pharmakant/Pharmakantin" neu geordnet. Damit ist die Neuord-nung im Berufsfeld Chemie, Physik, Biologie, die in den letzten drei Jahren statt-gefunden hat, zu einem vorläufigen Abschluss gekommen.

Der Verpackungsmittelindustrie steht mit dem modernisierten Ausbildungsberuf "Verpackungsmittelmechaniker/Verpackungsmittelmechanikerin" ebenfalls ein Beruf zur Verfügung, in dem die Belange der Kundenorientierung mit den gesell-schaftlichen Erfordernissen des verantwortlichen Umgangs mit der Umwelt verbunden werden.