Kultusminister Konferenz

 

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Allgemeine Weiterbildung

Allgemeine Weiterbildung, das sind alle Lernformen, die der Vertiefung, Erweiterung oder Erneuerung von Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten von Menschen dienen, die eine erste Bildungsphase abgeschlossen haben. Sie ist zu einem wesentlichen Element des lebenslangen Lernens geworden. Ihre Bedeutung für jeden Einzelnen wächst, nicht zuletzt wegen des dynamischen Wandels in Gesellschaft und Wirtschaft.

Analphabetismus – eine Thematik, die in Deutschland lange Zeit als Tabu galt. Dennoch sind 7,5 Millionen Menschen innerhalb der erwerbsfähigen Bevölkerung in unserem Land von dieser Problematik betroffen. Als funktionale Analphabeten verfügen Sie nur über geringe schriftsprachliche Kompetenzen, die eine aktive Teilhabe am gesellschaftlichen und beruflichen Leben an vielen Stellen beeinträchtigt.

Bund und Länder haben sich zum Ziel gesetzt, die Lese- und Schreibfähigkeiten von Erwachsenen in Deutschland deutlich zu verbessern. Alphabetisierung wird dabei als wesentliche Voraussetzung für eine weitergehende Grundbildung verstanden und als gesamtgesellschaftliche Aufgabe betrachtet. Mit der nationalen Dekade für Alphabetisierung wird ein strategischer Rahmen geschaffen, der die Maßnahmen der verschiedenen Akteure zu bündelt.

Ausführliche Informationen zur Nationalen Dekade zur Alphabetisierung und Grundbildung.

Politische Weiterbildung – was hat das mit dem weltweiten Klimawandel oder der Städteplanung in der Region zu tun? Eine Menge, denn es geht darum, dass Menschen sich und ihr soziales Umfeld bewusst erleben. Und dass sie das gesellschaftliche Miteinander mitgestalten: in der Nachbarschaft, in ihrem Stadtviertel oder Dorf, an ihrem Arbeitsplatz, in Vereinen, Initiativen oder Organisationen. Engagement festigt die Werte einer freien, demokratischen und sozialen Gemeinschaft und baut auf ihnen auf. Engagement fußt auf dem Bewusstsein für die Bedeutung dieser Werte und ein selbstbestimmtes Leben.

Die politische Weiterbildung stellt sich immer wieder der Herausforderung, dass Menschen sich nicht mehr engagieren wollen, ein Gefühl der Machtlosigkeit verspüren und Veränderungen ablehnen. Gerade deshalb braucht das politische Handeln als besonderer Teil der Allgemeinen Weiterbildung mehr öffentliche Aufmerksamkeit und Unterstützung.

Der Arbeitskreis Weiterbildung der Kultusministerkonferenz thematisiert regelmäßig Fragen der politischen Weiterbildung als unverzichtbaren Teil lebenslangen Lernens. Sie ist in den Weiterbildungsgesetzen der Länder verankert.

Weitere Informationen zur Politischen Weiterbildung.

Weiterbildung in den Ländern

In 14 Ländern ist die Weiterbildung gesetzlich geregelt. Die gesetzlichen Regelungen beziehen sich im Wesentlichen  auf die staatliche Anerkennung und die Förderung von Weiterbildungseinrichtungen.

Zur persönlichen Weiterbildungsförderung gibt es neben der Bildungsprämie des Bundes in zehn Ländern eigene Regelungen, die unter der Bezeichnung (Weiter-)Bildungsscheck, Qualifizierungsscheck, Qualischeck oder Weiterbildungsbonus die berufliche Weiterbildung von Beschäftigen und deren Beratung unterstützen.

In 14 Ländern gibt es das Recht auf bezahlte Freistellung für Weiterbildung, bekannt als Bildungsurlaub, Bildungsfreistellung oder Bildungszeit. Anspruch auf Freistellung haben dabei Beschäftigte im Umfang von bis zu 5 Arbeitstagen pro Jahr. Die Freistellung bezieht sich meist auf politische und berufliche Weiterbildung, in einigen Ländern auch auf  Teile der allgemeinen Weiterbildung, insbesondere auf die Qualifizierung für ein Ehrenamt. Die rechtlichen Grundlagen unterscheiden sich von Land zu Land. Hier eine Übersicht über die wichtigsten Regelungen in den Ländern.

Bund-Länder-Projekte

Um mehr Menschen für das lebenslange Lernen zu gewinnen, arbeiten Bund und Länder in verschiedenen Projekten zusammen. Thematisch stehen dabei die Schwerpunkte Grundbildung, Kompetenzbilanzierung, Qualitätsmanagement, Vernetzung und Beratung sowie kommunales Bildungsmanagement im Vordergrund.

ProfilPASS

ProfilPASS

Im Rahmen des Bund-Länder-Projekts „Weiterbildungspass mit Zertifizierung informellen Lernens“ wurde der ProfilPASS als System zur Bilanzierung von persönlichen Kompetenzen entwickelt. Diese können in allen Lebensbereichen formal, nonformal oder informell erworben worden sein. Er ist mit einer qualifizierten Beratung verbunden.

Weitere Informationen unter: http://www.profilpass.de

Lernerorientierte Qualitätstestierung

Lernerorientierte Qualitätstestierung

Im Rahmen des Bund-Länder-Projekts „Qualitätstestierung in der Weiterbildung“ wurde ein lernerorientiertes Qualitätsmodell für Weiterbildungseinrichtungen entwickelt, das mittlerweile viele Einrichtungen zur Qualitätskontrolle und –entwicklung nutzen. Die "Lernerorientierte Qualitätstestierung in der Weiterbildung" (LQW) wird ständig fortentwickelt.

Weitere Informationen unter: http://www.artset-lqw.de

Lernende Regionen - Förderung von Netzwerken

Lernende Regionen - Förderung von Netzwerken

Für das Lebenslange Lernen müssen sich Bildungseinrichtungen öffnen, sich mit wichtigen Akteuren aus dem wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Umfeld vernetzen. Hierzu bedarf es neuer, fließender Strukturen, durch die Lernen über die ganze Spannweite unseres Lebens leichter wird. Diesen Wandel unterstützte das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit dem Programm "Lernende Regionen - Förderung von Netzwerken", das nach Förderende 2007 in den Ländern fortgeführt wird.

Weitere Informationen unter: http://www.lernende-regionen.info/dlr/index.php

Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement

Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement

Die "Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hat seit 2014 insgesamt neun, meist länderübergreifende Transferagenturen geschaffen. Ziel der Transferagenturen ist die Überführung der Ergebnisse des Vorgängervorhabens "Lernen vor Ort" (2009 - 2014) in alle Landkreise und kreisfreien Städte Deutschlands.  "Lernen vor Ort" förderte gemeinsam mit 180 Stiftungen das kohärente Bildungsmanagement in 35 Kreisen und kreisfreien Städten. Flankiert wird das derzeitige Programm von zwei Förderinitiativen: "Bildung integriert" und "Kommunale Koordinatoren" unterstützten das kommunale Bildungsmanagement in den Landkreisen und kreisfreien Städten.

Weitere Informationen unter: http://www.transferagenturen.de/