Kultusminister Konferenz

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Statistik - Daten und Fakten für die Bildungspolitik

Nationale Statistik

Die Statistik stellt die Daten und Kennzahlen bereit, die als Planungsgrundlage für Politik und Verwaltung, der Information der Bürgerinnen und Bürger über quantitative Sachverhalte und Entwicklungen und der Wissenschaft für weitergehende Analysen dienen. Die Bildungsstatistik erfährt seit der Veröffentlichung der ersten PISA-Studie im Jahr 2001 eine wachsende öffentliche Aufmerksamkeit.

Das Sekretariat der Kultusministerkonferenz erstellt regelmäßig Dokumentationen und Auswertungen für den Schul- und Hochschulbereich. Von besonderer Bedeutung ist dabei die jährlich erscheinende Veröffentlichung „Schüler, Klassen, Lehrer und Absolventen der Schulen“ mit ausführlichen Tabellen, Grafiken und Zeitreihen über 10 Jahre für alle Länder, die Vorausberechnung der Schüler- und Absolventenzahlen. Datengrundlage sind in der Schulstatistik die bei den obersten Bildungsbehörden der Länder abgefragten Daten und in der Hochschulstatistik die Daten der amtlichen Hochschulstatistik der statistischen Ämter von Bund und Ländern.

Internationale Statistik

Schwerpunkte der internationalen Bildungsstatistik sind die Entwicklung statistischer Indikatoren zur Beschreibung der verschiedenen nationalen Bildungssysteme innerhalb der EU und der OECD. Auf europäischer Ebene stehen hier die Indikatoren und Benchmarks für den Strategischen Rahmen der europäischen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der der allgemeinen und beruflichen Bildung (ET 2020) im Vordergrund. Die Zusammenarbeit mit der OECD konzentriert sich vor allem auf die Weiterentwicklung der jährlich erscheinenden OECD-Publikation „Bildung auf einen Blick“/“Education at a Glance“.
Darüber kommt der Berichterstattung der Vereinten Nationen zu den nachhaltigen Entwicklungszielen (Sustainable Development Goals – SDG) der Agenda 2030 eine wachsende Bedeutung zu. Hier wirkt die Länderseite für Deutschland im Rahmen der UNESCO-Arbeitsgruppe zur technischen Zusammenarbeit für das nachhaltige Entwicklungsziel Nr. 4 (inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern) mit.

Konzeptionelle Weiterentwicklung

Die konzeptionelle Weiterentwicklung der Bildungsstatistik auf nationaler wie internationaler Ebene stellt eine Daueraufgabe dar.

Aktuell befasst sich eine Arbeitsgruppe der Kommission für Statistik mit der Weiterentwicklung der Schulstatistik im Hinblick auf die Einführung von Individualdaten und Möglichkeiten für länderübergreifende statistische Auswertungsmöglichkeiten.

In der Hochschulstatistik geht es zurzeit darum, neue Vorausberechnungen für die Studierenden- und Absolventenzahlen zu entwickeln.

Gremien

Das Statistikreferat des Sekretariats der Kultusministerkonferenz ist für die Geschäftsführung der Kommission für Statistik verantwortlich. Neben einer einmal jährlich stattfindenden gemeinsamen Sitzung der Vertreterinnen und Vertreter der Schul- und Hochschulstatistik der Länder tagen die Bereiche Schule und Hochschule jeweils dreimal im Jahr. Vertreterinnen und Vertreter der Länder arbeiten darüber hinaus in verschiedenen statistischen Gremien mit.

Diese sind auf nationaler Ebene:

  • Bund-Länder-Fachgremium Bildungsstatistik
  • Referentenbesprechung der Schulstatistik der statistischen Ämter von Bund und Ländern
  • Ausschuss für die Hochschschulstatistik beim Statistischen Bundesamt einschließlich Programmarbeitsgruppe
  • die Arbeitsgruppe Bildungsfinanzbericht beim Statistischen Bundesamt
  • der Arbeitskreis Kulturstatistik

und auf internationaler Ebene:

  • die Arbeitsgruppe zu Bildungs- und Weiterbildungsstatistik bei EUROSTAT (ETS Working Group)
  • die OECD-Arbeitsgruppe zu internationalen Bildungsindikatoren (INES Working Party)
  • das OECD-Netzwerk für deskriptive Informationen zu den Strukturen der Bildungssysteme und der bildungspolitischen Maßnahmen (NESLI)
  • das OECD-Netzwerk zu den wirtschaftlichen, sozialen sowie arbeitsmarktbezogenen Lernergebnissen (LSO)
  • die Technical Cooperation Group der UNESCO zum nachhaltigen Entwicklungsziel 4