Kultusminister Konferenz

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Länderübergreifende Projekte im DigitalPakt Schule

Im DigitalPakt Schule werden auch Projekte, die von den Ländern gemeinsam realisiert werden, gefördert. Gemäß § 8 Abs. 2 Nr. 2 der Verwaltungsvereinbarung DigitalPakt Schule 2019 bis 2024 sind für solche länderübergreifenden Investitionsmaßnahmen fünf Prozent der Mittel vorbehalten. Länderübergreifend sind gemäß § 3 Abs. 3 der Verwaltungsvereinbarung Investitionen in digitale Bildungsinfrastrukturen förderfähig, die

  • von den Schulen unmittelbar nutzbar sind.
  • dazu beitragen, die Ziele des DigitalPakts Schule, der Strategie „Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung oder der Strategie der Kultusministerkonferenz „Bildung in der digitalen Welt“ zu erreichen oder
  • eine effizientere Nutzung der eingesetzten Mittel ermöglichen und länderübergreifende Entwicklungsziele im Kontext schulischer Bildung verfolgen.

Wesentliche Kriterien für die Förderfähigkeit sind die Relevanz des Vorhabens für die Bildung in der digitalen Welt, Innovationsgrad, Interoperabilität, Nachhaltigkeit, Qualitätssicherung anderer Investitionen, Fortentwicklungsfähigkeit, die Anzahl der beteiligten Länder sowie eine mögliche Nutzbarkeit auch für andere Länder.

Ein Antrag auf eine solche Investitionsmaßnahme ist von mindestens zwei Ländern gemeinsam zu stellen.

Folgende länderübergreifende Projekte befinden sich in der Umsetzung:

DigLu – Digitales Lernen unterwegs

DigLu – Digitales Lernen unterwegs

DigLu – Digitales Lernen unterwegs

DigLuDigitales Lernen unterwegs ist ein onlinebasiertes Lernmanagementsystem für Kinder beruflich Reisender, deren Erziehungsberechtigten sowie deren Lehrkräfte der Stamm- und Stützpunktschulen und der Bereichslehrkräfte.

Mit DigLu wird das Ziel verfolgt, eine länderübergreifende digitale Infrastruktur für die Bildung der Kinder beruflich Reisender zu schaffen, die das Konzept „Lernen auf der Reise“ mit den Möglichkeiten des Lernens in der digitalen Welt verbindet. Insbesondere sollen mit DigLu die folgenden Verbesserungen in der Bildung von Kindern beruflich Reisender, die bisher weitgehend auf analoger Basis erfolgt, erreicht werden:

  • Kontinuität des Lernens auf der Reise: Die Kinder beruflich Reisender können über DigLu stetig von den Lehrkräften der Stamm- und Stützpunktschulen sowie den Bereichslehrkräften online betreut und begleitet werden (auch über Videokommunikation).
  • Dokumentation der Lernentwicklung und der Leistungsbewertung: Die Lern- und Leistungsentwicklung der Kinder beruflich Reisender wird durch alle beteiligten Lehrkräfte in DigLu kontinuierlich dokumentiert.
  • Ortsunabhängige Nutzung vielfältiger Lehr- und Lernmaterialien: Durch das Internet ist es möglich, individuelle, an den Bedürfnissen des Kindes ausgerichtete Lehr- und Lernmaterialien in den unterschiedlichsten Formaten digital zur Verfügung zu stellen.

In einer ersten Pilotphase werden alle Funktionen in der länderübergreifenden Praxis qualitativ und quantitativ erprobt und an die sich daraus ergebenden Erfordernissen für den Regelbetrieb angepasst. Darüber hinaus werden zusätzliche Funktionen entwickelt und in die laufende Erprobung integriert, zum Beispiel die Entwicklung einer DigLu-App zur Offline-Nutzung von DigLu mit anschließender Synchronisation, die Entwicklung digitaler Strukturen für individuelle und selbstorganisierte Lernmaterialien sowie die Entwicklung offener Schnittstellen zur Herstellung der Anschlussfähigkeit von DigLu an verschiedene bestehende bzw. zukünftig geplante digitale Lernplattfomen im Bildungsbereich.

Für die Projektumsetzung wurde audivisa, die Deutsche Gesellschaft für E-Learning mbH, beauftragt. Alle Länder beteiligen sich an dem Projekt DigLu. Die Federführung für das Projekt liegt bei Nordrhein-Westfalen.

Weitere Informationen finden Sie auf der DigLu-Webseite unter diglu.de

eduCheck digital

eduCheck digital

eduCheck digital (EDCD)

Das länderübergreifende Vorhaben eduCheck digital (EDCD) dient der Entwicklung eines gemeinsamen Prüfverfahrens für digitale Bildungsmedien.

Ziel von EDCD ist es, Kriterien, Standards, Verfahren und technische Systeme zur Prüfung digitaler Bildungsmedien zu entwickeln, damit diese im Unterricht technisch zuverlässig und rechtskonform eingesetzt werden können.

Nicht erst seit Beginn der Corona-Pandemie wird ein zunehmender Bedarf an geeigneten digitalen Bildungsmedien deutlich. Die Angebote für die Schule sind vielfältig und einem permanenten Wandel unterworfen. Lehrkräfte werden mit der technischen und rechtlichen Prüfung von digitalen Schulbüchern, Bildungssoftware oder Apps zeitlich und fachlich stark beansprucht. Für die Länder ergibt sich in diesem Zusammenhang ein erheblicher Mehraufwand bei Zulassungs- und Prüfverfahren dieser digitalen Angebote. EDCD vereinfacht diese Prüfprozesse durch die Entwicklung und Erprobung übergeordneter Standards und Verfahren. Dies schließt auch die Errichtung der dafür erforderlichen technischen Infrastruktur ein, d. h. es werden Testumgebungen bereitgestellt, eine Plattform für die Online-Zusammenarbeit der Beteiligten aufgebaut sowie eine Webpräsenz für die laufende Veröffentlichung der aktuellen Prüfkriterien erstellt.

Für die Projektumsetzung wurde das FWU, das Medieninstitut der Länder, beauftragt. Alle Länder beteiligen sich an dem Projekt eduCheck digital. Die Federführung für das Projekt liegt bei Rheinland-Pfalz.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite unter educheck.schule

Portal für berufliche Bildung

Portal für berufliche Bildung

Portal für berufliche Bildung (PfbB)

Das Portal für berufliche Bildung soll dauerhaft die Bereitstellung, den Austausch und die Aktualisierung von Unterlagen und Materialien für Lehrkräfte an beruflichen Schulen gewährleisten. Ziel ist der Aufbau und die Inbetriebnahme einer digitalen Infrastruktur als Plattform für ein kostenfreies Informations- und Interaktionsangebot für die Lehrkräfte aller beruflichen Schulen in Deutschland (ca. 125.000 Lehrkräfte im Schuljahr 2018/2019).

Mit den Rahmenlehrplänen für den berufsbezogenen Unterricht in den Berufsschulen bestehen bundesweit verbindliche Standards für die während der Ausbildung zu vermittelnden Kompetenzen. Daraus ergeben sich besonders günstige Rahmenbedingungen für eine länderübergreifende Zusammenarbeit. Synergien entstehen aufgrund der enormen Vielfalt und der hohen Spezialisierung der Ausbildungsberufe. Dazu kommen zusätzliche Anforderungen, beispielsweise durch die in vielen Berufsfeldern hohe Dynamik technischer und digitaler Entwicklungen, sowie gestiegene pädagogische Anforderungen einer zunehmend heterogenen Schülerschaft, denen zum Beispiel durch individuelle Förderung, Binnendifferenzierung und Sprachförderung zu begegnen ist. Aufgrund dieser Vielfältigkeit und Dynamik ist das Angebot an Lehr- und Lernmaterialien für viele Berufe nicht immer vollständig vorhanden bzw. zugänglich. Die durch die Landesinstitute bereitgestellten Materialien, das von den Lehrkräften selbst entwickelte und erprobte Unterrichtsmaterial sowie das in den beruflichen Schulen vor Ort vorhandene Know-how sollen miteinander verbunden und für einen weiten Adressaten- und Nutzerkreis erschlossen werden.

Kern des Konzeptes ist eine zweigliedrige Struktur aus einem offenen und einem geschlossenen Bereich. Die inhaltliche Ausgestaltung des offenen Bereichs liegt in der Verantwortung der Landesinstitute. Der geschlossene Bereich steht allen Lehrkräften beruflicher Schulen zum Austausch von unterrichtsunterstützenden Materialien und zur Kommunikation und Kollaboration zur Verfügung.
 
Für die Projektumsetzung wurde das FWU, das Medieninstitut der Länder, beauftragt. Alle Länder beteiligen sich an dem Projekt PfbB. Die Federführung für das Projekt liegt bei Baden-Württemberg.

Schulcloud

Schulcloud-Verbund

Schulcloud-Verbund

Die Länder Brandenburg, Niedersachsen und Thüringen entwickeln im Rahmen des DigitalPakts Schule mit dem Projekt Schulcloud-Verbund eine gemeinsame Lehr- und Lerninfrastruktur auf Basis des Forschungsprojektes der HPI Schul-Cloud. Der vom Bund geförderte Prototyp einer Schulcloud, der bereits in den drei Ländern pilotiert wurde, wird nun nach seinem zwischenzeitlichen pandemiebedingten Einsatz als ländergemeinsames Entwicklungsvorhaben zur Umsetzung gemeinsamer aber auch länderspezifischer Anforderungen weitergeführt. Das Ziel des durch den DigitalPakt geförderten Entwicklungsvorhabens ist die Überführung des Prototypen in einen datenschutzkonformen, hoheitlich datensouveränen, rechtssicheren und bedarfsorientierten Regelbetrieb.

Die Schulcloud stellt eine intuitiv nutzbare und den Anforderungen der DSGVO entsprechende, digitale Lehr- und Lernumgebung für den Schulunterricht bereit, die schulform- und schulübergreifend eingesetzt werden kann. Die Grundidee der Schulcloud ist es, Bildungsinhalte webbasiert überall erreichbar zu machen. Dadurch wird ihr Einsatz im Unterricht sowie im außerschulischen Lernen und zu Hause wesentlich erleichtert. Durch den Einsatz der Cloud-Technologie können beispielsweise Dokumente für den Unterricht zeit-, orts- und endgeräteunabhängig bereitgestellt, kollaborativ erarbeitet sowie ausgetauscht und sicher gespeichert werden. Freie und proprietäre Lerninhalte unterschiedlicher Anbieter im Internet können darüber hinaus datenschutzkonform genutzt werden. Mit dem Videokonferenz-Tool BigBlueButton steht ein ebenfalls datenschutzkonformes Kommunikationsmittel zur Verfügung, welches sowohl die Kommunikation mit der gesamten Klasse, als auch mit Kleingruppen und Einzelpersonen ermöglicht.

Die Weiterentwicklung und der notwendige Betrieb der Schulcloud werden durch den Informations- und Kommunikations-Dienstleister Dataport (AöR) umgesetzt. An dem Projekt sind die drei Länder Brandenburg, Niedersachen und Thüringen beteiligt. Die Federführung für das Projekt liegt bei Niedersachsen.

Weitere Informationen finden Sie auf folgenden Webseiten

SODIX / MUNDO

SODIX / MUNDO – die Austauschplattform für Bildungsmedien

SODIX / MUNDO – Schnittstelle und Austauschplattform für Bildungsmedien

SODIX / MUNDO – Schnittstelle und Austauschplattform für Bildungsmedien

SODIX bildet das Rückgrat der ländergemeinsamen Bildungsmedieninfrastruktur. Als technischer Knotenpunkt fungiert SODIX als eine im Hintergrund agierende Austauschplattform für Bildungsmedien. SODIX aggregiert Unterrichtsmaterialien und Bildungsinhalte aus unterschiedlichen Quellen (u. a. Rundfunkanstalten, Open Educational Resources (OER) und Bildungsmedienanbieter), prüft und vereinheitlicht die beschreibenden Metadaten und stellt diese Drittsysteme, wie den Landesmediatheken und MUNDO, über eine offene Schnittstelle für den Datenaustausch zur Verfügung.

Technisch wird dieser Prozess durch Künstliche Intelligenz zur (teil-)automatisierten Generierung von Metadaten unterstützt. Hierbei werden Texte, Videos und Audios analysiert, Schlüsselwörter identifiziert und darüber den unterschiedlichen Lehrplänen zugeordnet.

Zusätzlich zur Sammlung, Prüfung und Bereitstellung von institutionell entwickelten Bildungsmedien können Lehrende, Lernende und Eltern zukünftig nicht nur das eigene Material über einen Medienupload einreichen, sondern mit Hilfe eines Editors auch selbst erstellen und auf Wunsch zur Weitergabe an MUNDO und die Landessysteme freigeben. Die endgültige Freigabe erfolgt dann nach rechtlicher Prüfung des Materials durch die Redaktion des FWU (Medieninstitut der Länder). Im weiteren Ausbau von SODIX sollen sich die angeschlossenen Länder mit ihren Medienportalen kollaborativ an der Medienerschließung beteiligen und Metadaten individuell um Bildungsplan- und Kompetenzverknüpfungen erweitern können.

Ein weiterer Baustein von SODIX ist die offene und frei zugängliche Bildungsmediathek MUNDO. MUNDO soll Lernende, Lehrende und Erziehungsberechtigte in ihrer täglichen Arbeit unterstützen, indem eine zentrale Auffindbarkeit von offenen, lizenzrechtlich und qualitativ geprüften Materialien sowie eine rechtssichere Nutzung garantiert werden. Mittels Filteroptionen (z. B. nach Schulfach, Klassenstufe und Schulart), einer Suche und einer intuitiven Benutzerführung sind in MUNDO die Bildungsinhalte für alle Nutzerinnen und Nutzer zielgerichtet erreichbar.

Für die Projektumsetzung wurde das FWU, das Medieninstitut der Länder, beauftragt. Alle Länder beteiligen sich an dem Projekt SODIX/MUNDO. Die Federführung für das Projekt liegt bei Hamburg.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite unter mundo.schule oder kontaktieren Sie gerne das MUNDO-Team unter mundo.schule/contact

TBA – Technologiebasiertes Assessment

TBA – Technologiebasiertes Assessment

TBA – Technologiebasiertes Assessment

TBA dient der Entwicklung einer ländergemeinsamen Testinfrastruktur für die Entwicklung, Administration und Auswertung onlinebasierter Verfahren zur Diagnostik und Leistungsfeststellung.

Der Einsatz onlinebasierter Tests und Befragungen gewinnt im schulischen Kontext immer mehr an Bedeutung und ist für Lehrkräfte und Schulen mit zahlreichen Vorteilen verbunden, z. B. einer einfachen Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Ergebnisse, die Hinweise auf den Leistungsstand oder Einstellungen der Schülerinnen und Schüler liefern.

Es werden drei frei verfügbare und flexibel nutzbare Webanwendungen für die onlinebasierte Entwicklung, Durchführung und Auswertung von Tests und Befragungen im Bildungskontext erstellt:

  • Das Teststudio umfasst u. a. einen Aufgabeneditor zur Entwicklung und Bearbeitung von Testaufgaben oder Befragungen, der neben einfachen standardisierten Aufgabenformaten (z. B. Multiple Choice) auch digitale Werkzeuge für innovative Aufgaben mit einem höheren Interaktionsgrad (z. B. dynamische Geometrie-Software) beinhaltet. Länder bzw. Schulen und Lehrkräfte können damit eigene Testaufgaben und Fragebögen erstellen. Die Testaufgaben des Instituts zur Qualitätsentwlicklung im Bildungswesen (IQB) werden zukünftig ebenfalls im Teststudio entwickelt.
  • Für die Testvorbereitung und -durchführung wird ein Testcenter aufgebaut. Es beinhaltet u. a. einen Systemcheck, um die geringen Systemanforderungen an die verfügbare Schulhardware (Computer oder Tablets) zu prüfen. Mit einer Testleitungskonsole können Tests und Befragungen zentral von der Lehrkraft gesteuert und der Bearbeitungsfortschritt beobachtet werden.
  • Eine Kodierbox dient schließlich dazu, die Rohdaten (Antwortdaten, Logdaten) aufzubereiten und mit Hilfe verschiedener Funktionen einfache Datenanalysen durchzuführen.

Durch eine standardisierte Schnittstelle können die Webanwendungen in vorhandene Dritt- bzw. Testsysteme oder Schulportale der Länder integriert und z. B. durch VERA (VERgleichsArbeiten in der 3. und 8. Jahrgangsstufe) in Prozesse der Unterrichtsentwicklung eingebunden werden.

Für die Projektumsetzung wurde das IQB beauftragt. Alle Länder beteiligen sich an dem Projekt TBA. Die Federführung für das Projekt liegt bei Baden-Württemberg.

Weitere Informationen finden Sie auf der Projektwebseite des IQB unter iqb.hu-berlin.de/tba/tba21. Die Programmierungen der Webanwendungen sind frei zugänglich unter iqb-berlin.github.io

VIDIS

VIDIS – der Vermittlungsdienst für das digitale Identitätsmanagement in Schulen

VIDIS – der Vermittlungsdienst für das digitale Identitätsmanagement in Schulen

VIDIS als „Vermittlungsdienst für das digitale Identitätsmanagement in Schulen“ macht digitale Bildungsangebote für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler mit bestehenden Schulaccounts erreichbar.

Im Februar 2021 ist VIDIS als ländergemeinsames Projekt, das vom FWU entwickelt wird, im Rahmen des DigitalPakts Schule offiziell gestartet. Ziel ist, eine Anmeldung für alle Schulen in Deutschland zu schaffen, das heißt, mehr als 800.000 Lehrkräfte und fast 11 Mio. Schülerinnen und Schüler sollen VIDIS nutzen können. Dazu werden bestehende Portale von Schulen, Schulträgern und Ländern intelligent mit einer Vielzahl von digitalen Bildungsangeboten über eine einheitliche Anbindung vernetzt. Schulische Benutzerinnen und Benutzer können sich zukünftig mit ihrem bereits bestehenden, persönlichen Schulaccount bei einer Vielzahl von Angeboten per Einmalanmeldung (Single-Sign-On) anmelden. Dieser Login ist datenschutzrechtlich abgesichert, z. B. durch Pseudonymisierung und weitere Maßnahmen, sodass eine Anmeldung über den VIDIS-Dienst in allen teilnehmenden 16 Ländern datenschutzkonform ist. Gleichzeitig stellt VIDIS sicher, dass Anbieter von digitalen Bildungsangeboten, z. B. von digitalen Schulbüchern, Lernplattformen und Lern-Apps, eine verlässliche technische und organisatorische Schnittstelle länderübergreifend nutzen können.

Für die Projektumsetzung wurde das FWU, das Medieninstitut der Länder, beauftragt. Alle Länder beteiligen sich an dem Projekt VIDIS. Die Federführung für das Projekt liegt bei Mecklenburg-Vorpommern.

Pressemitteilung: Demoversion jetzt verfügbar – erster wichtiger Meilenstein erreicht (08.12.2021)

Weitere Informationen finden Sie auf der Projektwebseite unter vidis.schule oder kontaktieren Sie gerne das VIDIS-Team unter vidis@fwu.de

Adaptive Learning Cloud

Adaptive Learning Cloud (ALC): Lernprogramme mit direktem Feedback zugänglich machen

Adaptive Learning Cloud (ALC): Lernprogramme mit direktem Feedback zugänglich machen

Ein direktes Feedback auf Arbeitsergebnisse zu erhalten, das positiv verstärkend wirkt und gleichzeitig in der Lage ist, die Wissenslücken aufzuzeigen und entsprechende Zusatzübungen anzubieten – das ist unabdingbar für das selbstständige Lernen von Schülerinnen und Schülern.

Adaptive digitale Lernprogramme leisten dabei einen ergänzenden Beitrag zur Unterstützung des Lernprozesses und ermöglichen zudem eine individualisierte Unterrichtsgestaltung. Die tatsächliche Verfügbarkeit von Anwendungen ist allerdings noch gering. Hier setzt das länderübergreifende Vorhaben „Adaptive Learning Cloud (ALC)“ unter der Federführung Hamburgs an, das im Januar 2022 startete. Beteiligt sind zudem die Länder Berlin, Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, das Saarland sowie Sachsen-Anhalt. Für die Projektumsetzung wurde das FWU, das Medieninstitut der Länder, beauftragt.

Das Ziel des länderübergreifenden Projektes „ALC“ soll eine offen zugängliche Plattform als Infrastruktur für die Erstellung, Nutzung und Auswertung von adaptiven Lernmaterialien sein. Aufgabe der ALC wird es sein, etablierten Bildungsmedienanbietern und neu entstehenden Autorenteams Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, welche die Entwicklung und den Betrieb adaptiver Lernmedien fächerübergreifend mit „low-tech“- oder sogar „no-tech“-Kompetenzen ermöglichen.

Die über die ALC betriebenen adaptiven Lernmedien sollen außerdem in die Bildungsplattformen der Länder über Standardschnittstellen integriert und vom Schulsystem datenschutzkonform genutzt werden können. Alle kommerziellen und nicht kommerziellen Anbieter von Lernmedien für das Schulsystem erhalten damit Zugang zu einer zeitgemäßen Entwicklungs- und Betriebsplattform, ohne dafür in die Entwicklung oder in umfassende Programmierkenntnisse von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern investieren zu müssen.

ITS - Inteligente Tutorielle Systeme

Intelligentes Tutorielles System (ITS): Entwicklung eines Lehrsystems mit individuellen Lernwegen und Rückmeldungen für Schülerinnen und Schüler

Intelligentes Tutorielles System (ITS): Entwicklung eines Lehrsystems mit individuellen Lernwegen und Rückmeldungen für Schülerinnen und Schüler

Intelligentes Tutorielles System (ITS): Entwicklung eines Lehrsystems mit individuellen Lernwegen und Rückmeldungen für Schülerinnen und Schüler

Intelligente Tutorielle Systeme (ITS) können, verbunden mit integrierten Kommunikationswerkzeugen wie Videokonferenz-Systemen oder Chat-Funktionen, den Sozialraum von Lerngruppen nachbilden. Derzeit steht die Lehrkraft, auch bei Formen des hybriden Lernens – wie im Präsenzunterricht – im Mittelpunkt der Wissensvermittlung. Künftig soll das ITS phasenweise die Rolle der Lehrkraft einnehmen. Somit ergibt sich für die Lehrkraft die Möglichkeit, in den Phasen des selbstständigen Lernens wesentlich zielgenauer bestimmte Schülerinnen und Schüler zu fördern.

Unabdingbar für diese selbstständige Arbeit ist ein direktes Feedback zu den Arbeitsergebnissen für die Lernenden – aber auch die Lehrenden. Und zwar nicht nur eine Rückmeldung im Sinne von richtig oder falsch, sondern ein Feedback, das positiv verstärkend wirkt und gleichzeitig in der Lage ist, die Wissenslücken aufzuzeigen und entsprechende Zusatzinformationen sowie ergänzende Informationen wie auch Übungen anzubieten. Ein intelligenter Algorithmus (auch Künstliche Intelligenz bzw. KI), kann diese individuelle Rückmeldungen übernehmen. Dies schließt Rückmeldungen zum aktuellen Lernstand der Schülerinnen und Schüler ein, womit der persönliche Lernprozess unterstützt wird. Schule gewinnt damit einen neuen Lernbegleiter sowohl im Präsenzunterricht als auch beim Hybrid- und Distanzlernen.

Dies wird mit dem länderübergreifenden Vorhaben „Intelligentes Tutorielles System“ (ITS) unter Federführung Sachsens seit März 2022 mit Beteiligung der Länder Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt umgesetzt. In einem ersten Schritt wird ein KI-basiertes System als technische Basis für die Weiterentwicklung ausgeschrieben. Anschließend werden zahlreiche KI-basierte Komponenten für dieses System durch die beteiligten Länder in Kooperation mit Hochschulen und weiteren wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen Deutschlands entwickelt.

Vernetzte Zukunftslabore Digitalisierung an den Berufsbildenden Schulen

Vernetzte Zukunftslabore an Berufsbildenden Schulen

Vernetzte Zukunftslabore Berufsbildenden Schulen

Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen entwickeln im Rahmen des Digitalpakt Schule mit dem Projekt „Vernetzte Zukunftslabore“ an zwei berufsbildenden Schulen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen einen innovativen Lehr- und Lernansatz für die berufliche Bildung mit digitaltechnischen Anwendungen (u.a. digitale Zwillinge). Neben dem Schwerpunkt Automatisierungstechnik und AR/VR-Technologien werden auch die Bereiche Informationstechnik, Wirtschaft, Produktdesign und die Berufsbereiche Gesundheit/Pflege/Sozialpädagogik eingebunden.

Dabei steht die Stärkung der beruflichen Handlungskompetenz der Schülerinnen und Schüler durch Digitalisierung und interdisziplinäres Arbeiten im Fokus. Die Vermittlung von Ausbildungsinhalten sowie die für digitale Transformationsprozesse essenziellen Metakompetenzen sollen im Rahmen des Prozesses der Produktplanung, im weiteren Sinne projektbasiert, erfolgen. Damit wird im Sinne konstruktivistischen Lernens eine anwendungsorientierte didaktische Erweiterung von Unterrichtsszenarien abgebildet.

Berufsbildende Schulen werden so zu Entwicklungslaboren, zu „Unternehmen 2.0“. Hier werden Ideen aus arbeitsweltrelevanten Kontexten generiert, diskutiert und auf ihre Umsetzung geprüft. Und nicht nur das, es soll auch automatisiert, produziert und vermarktet werden, was in dieser Denkfabrik für zukunftsfähig und produktionswürdig erachtet wird.

In kollaborativen Strukturen arbeiten die Ausbildungsberufe Metall-, Elektro- mit der Informationstechnik und den angehenden Wirtschaftsexperten zusammen, ebenso werden auch die Schülerinnen und Schüler in der Pflege und in der Sozialpädagogik zu Mitarbeitenden im Zukunftslabor, in dem besonders Einsatzmöglichkeiten digitaler Technologien weiterentwickelt werden.

In jedem Jahr werden länderübergreifend, gemeinsam mit den Kooperationspartnern, mindestens zwei Projekte von der Produktidee bis zur Marktreife vollständig entwickelt und in die Realität umgesetzt.

Die Weiterentwicklung und der notwendige Betrieb des länderübergreifenden vernetzten Digitalisierungslabors werden im Auftrag der Länder Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen durch die beiden Berufsbildenden Schulen, Berufskolleg Höxter sowie BBS Georg-von-Langen-Schule Holzminden, umgesetzt. Die Federführung für das Projekt liegt bei Nordrhein-Westfalen.

Tool zur verstehensorientierten Diagnostik (SMART-Programm)

SMART – Verstehensorientierte Online-Diagnostik realisiert am Beispiel der Diagnose und Förderung in Mathematik

SMART – Verstehensorientierte Online-Diagnostik realisiert am Beispiel der Diagnose und Förderung in Mathematik

SMART steht für „Specific Mathematics Assessments that Reveal Thinking” – ein verstehensorientiertes Online-Instrument für Diagnose und Förderung.

Das Programm besteht aus innovativen 5- bis 15-minütigen Online-Tests, mit denen das konzeptuelle Verständnis von Schüler*innen diagnostiziert werden kann. Direkt im Anschluss an den Test stehen Lehrer*innen die forschungsbasierte Diagnose sowie Hinweise zur individuellen Förderung zur Verfügung.

Dieses Projekt soll in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum Lehrerbildung Mathematik (DZLM, Standort Duisburg-Essen) realisiert werden.

SMART-Tests wurden ursprünglich in einem Projekt an der Universität Melbourne von Kaye Stacey, Vicki Steinle, Beth Price und Eugene Gvozdenko entwickelt und erforscht. Unter smartvic.com stehen etwa 130 Tests zu Themen der Sekundarstufe I in englischer Sprache zur Verfügung, die für die Verwendung im deutschsprachigen Raum adaptiert werden. Dies soll so geschehen, dass die SMART-Tests in die gängigen Lernplattformen eingebunden werden können.

Weitere Informationen finden Sie unter https://smart.dzlm.de/.

Alle Länder beteiligten sich an dem Projekt SMART. Die Federführung für das Projekt liegt bei Niedersachsen.

Schulsport-Arena

Schulsport-Arena: Zentrale Plattform zur Einbindung, Kommunikation und Umsetzung bundesweiter Schulsportinitiativen und -programme

Schulsport-Arena: Zentrale Plattform zur Einbindung, Kommunikation und Umsetzung bundesweiter Schulsportinitiativen und -programme

Die Schulsport-Arena ist eine zentrale Plattform zur verbesserten didaktischen Einbindung, Kommunikation und Umsetzung bundesweiter Schulsportinitiativen und -programme, insbesondere des Schulsportwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“.

Dabei werden folgende Ziele verfolgt:

1. Unterstützung von Lehrkräften durch die Bündelung von Information und Materialien

Bisher werden bundesweite Schulsportinitiativen und -programme, beispielsweise des Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und seiner Mitgliedsorganisationen, über verschiedenste Plattformen an die Schulen sowie ihre Lehrkräfte kommuniziert und teilweise auch über diese Plattformen organisiert. Die Schulsport-Arena bietet Lehrkräften Informationen, Materialien und methodisch-didaktische Hinweise zu bundesweiten Schulsportinitiativen an einem zentralen Ort an und entlastet Lehrkräfte damit bei deren Recherche. Über eine freiwillige Registrierung wird die Möglichkeit geschaffen, Lehrkräfte über neue Schulsportinitiativen oder Änderungen bestehender Initiativen zu informieren zu informieren.

2. Unterstützung von Lehrkräften bei der methodisch-didaktischen Einbindung von Schulsportinitiativen in den Schulsport

Die Schulsport-Arena unterstützt Lehrkräfte bei der methodisch-didaktischen Einbindung von Schulsportinitiativen in den Schulsport. Sie bietet die Möglichkeit, über visuell dargestellte Begleitmaterialien wie Fotos, Grafiken und Filme folgende Aspekte besonders anschaulich darzustellen:

  • den Aufbau von Spiel- und Übungsstationen,
  • Hinweise zum Helfen und Sichern,
  • Vorschläge zur organisatorischen Umsetzung mit Sportgruppen in Schulsportstätten und
  • Module zur methodisch-didaktischen Hinführung der Schülerinnen und Schüler zum Zielspiel oder zur Zielübung im Rahmen einer Unterrichtsstunde oder Unterrichtseinheit

Dadurch werden Lehrkräfte insbesondere auch darin unterstützt, neue Wettkampf- und Spielformate oder Trendsportarten in den Schulsport aufzunehmen und erfolgreich zu unterrichten.

Darüber hinaus stellt die Plattform Lehrkräften auch unmittelbar im Unterricht einsatzbare Module zur Vermittlung von olympischen Werten und zur Doping-Prävention sowie zur Prävention von Gewalt im Sport zur Verfügung.

3. Unterstützung bei der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Bundesfinals „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ und weiterer bundesweiter Schulsportwettbewerbe

Die Schulsport-Arena unterstützt die Durchführung der Bundesfinalveranstaltungen „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“ und weiterer bundesweiter Schulsportwettbewerbe, verkürzt Arbeitsschritte, gestaltet diese nachhaltiger und optimiert die Kommunikation mit den teilnehmenden Schulen. Schnittstellen zu den entsprechenden Landesportalen sichern die Anschlussfähigkeit zu Wettbewerben auf Ebene der Länder. 

Das Projekt Schulsport-Arena wird durch die Deutsche Schulsportstiftung auf der Basis einer Zuwendung der Länder umgesetzt. Nach der Testphase wird die Plattform von der Deutschen Schulsportstiftung betrieben.

Alle Länder beteiligen sich an dem Projekt Schulsport-Arena. Die Federführung für das Projekt liegt bei Baden-Württemberg.

Mediendatenbank mit KI-gestützten Services

Entwicklung und Bereitstellung einer Mediendatenbank mit KI-gestützten Services für die Verwaltung, Distribution und Nutzung von Bildungsmedien und -tools

Entwicklung und Bereitstellung einer Mediendatenbank mit KI-gestützten Services für die Verwaltung, Distribution und Nutzung von Bildungsmedien und -tools

Ziel des Projektes ist die Bereitstellung einer Mediendatenbank mit KI-gestützten Services für die Mediendistribution. Mit Hilfe dieser Services sollen zukunftsfähige, lizenzierte und geprüfte Unterrichtsmedien erfasst, verwaltet und distribuiert werden können, um neue Medienformen, zeitgemäße Lizenzmodelle und Nutzungsmöglichkeiten sowohl administrativ als auch nutzerseitig in den Medienportalen abbilden zu können.  

Um die Bereitstellung zukunftsfähiger Formate zum Einsatz im Unterricht zu gewährleisten, ist eine technologische Fortentwicklung der aktuellen Mediendistributionssysteme notwendig.  Durch eine technische Neukonzeption von Daten- und Medienhaltung, Medienlayout, Lizenzmanagement und einer Erweiterung der Mediatheken wird sichergestellt, dass Lehrende und Lernende diese Medien in ihren gewohnten Arbeitsumgebungen effektiv und niederschwellig nutzen können.

Die dazu notwendigen Module sollen in einer Art Baukasten-System miteinander verbunden werden. Die Module sollen keine proprietären Schnittstellen haben, sondern auf Standards basieren und - sofern vorhanden - an bestehende Strukturen anknüpfen. Die Module enthalten eine oder mehrere abstrakte Komponenten, z.B. Software as a Service, Microservices, mit deren Hilfe schnell auf neue Anforderungen, z.B. durch Austausch eines Moduls, reagiert werden kann.

An dem Projekt sind die Länder Hamburg und Baden-Württemberg beteiligt. Die Federführung für das Projekt liegt bei Baden-Württemberg.