Kultusminister Konferenz

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Länderübergreifende Projekte im DigitalPakt Schule

Im DigitalPakt Schule werden auch Projekte, die von den Ländern gemeinsam realisiert werden, gefördert. Gemäß § 8 Abs. 2 Nr. 2 der Verwaltungsvereinbarung DigitalPakt Schule 2019 bis 2024 sind für solche länderübergreifenden Investitionsmaßnahmen fünf Prozent der Mittel vorbehalten. Länderübergreifend sind gemäß § 3 Abs. 3 der Verwaltungsvereinbarung Investitionen in digitale Bildungsinfrastrukturen förderfähig, die

  • von den Schulen unmittelbar nutzbar sind.
  • dazu beitragen, die Ziele des DigitalPakts Schule, der Strategie „Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung oder der Strategie der Kultusministerkonferenz „Bildung in der digitalen Welt“ zu erreichen oder
  • eine effizientere Nutzung der eingesetzten Mittel ermöglichen und länderübergreifende Entwicklungsziele im Kontext schulischer Bildung verfolgen.

Wesentliche Kriterien für die Förderfähigkeit sind die Relevanz des Vorhabens für die Bildung in der digitalen Welt, Innovationsgrad, Interoperabilität, Nachhaltigkeit, Qualitätssicherung anderer Investitionen, Fortentwicklungsfähigkeit, die Anzahl der beteiligten Länder sowie eine mögliche Nutzbarkeit auch für andere Länder (Gemeinsame Förderbekanntmachung der Länder).

Ein Antrag auf eine solche Investitionsmaßnahme ist von mindestens zwei Ländern gemeinsam zu stellen.

Länderübergreifende Vorhaben in Umsetzung:

1) Unterrichten - mit Materialien und Werkzeugen: Infrastrukturen zur Bereitstellung und Bewertung digitaler Bildungsmedien

Sofortportal SODIX

SODIX / MUNDO – Schnittstelle und Austauschplattform für Bildungsmedien

SODIX / MUNDO – Schnittstelle und Austauschplattform für Bildungsmedien

SODIX bildet das Rückgrat der ländergemeinsamen Bildungsmedieninfrastruktur. Als technischer Knotenpunkt fungiert SODIX als eine im Hintergrund agierende Austauschplattform für Bildungsmedien. SODIX aggregiert Unterrichtsmaterialien und Bildungsinhalte aus unterschiedlichen Quellen (u. a. Rundfunkanstalten, Open Educational Resources (OER) und Bildungsmedienanbieter), prüft und vereinheitlicht die beschreibenden Metadaten und stellt diese Drittsysteme, wie den Landesmediatheken und MUNDO, über eine offene Schnittstelle für den Datenaustausch zur Verfügung.

Technisch wird dieser Prozess durch Künstliche Intelligenz zur (teil-)automatisierten Generierung von Metadaten unterstützt. Hierbei werden Texte, Videos und Audios analysiert, Schlüsselwörter identifiziert und darüber den unterschiedlichen Lehrplänen zugeordnet.

Zusätzlich zur Sammlung, Prüfung und Bereitstellung von institutionell entwickelten Bildungsmedien können Lehrende, Lernende und Eltern zukünftig nicht nur das eigene Material über einen Medienupload einreichen, sondern mit Hilfe eines Editors auch selbst erstellen und auf Wunsch zur Weitergabe an MUNDO und die Landessysteme freigeben. Die endgültige Freigabe erfolgt dann nach rechtlicher Prüfung des Materials durch die Redaktion des FWU (Medieninstitut der Länder). Im weiteren Ausbau von SODIX sollen sich die angeschlossenen Länder mit ihren Medienportalen kollaborativ an der Medienerschließung beteiligen und Metadaten individuell um Bildungsplan- und Kompetenzverknüpfungen erweitern können.

Ein weiterer Baustein von SODIX ist die offene und frei zugängliche Bildungsmediathek MUNDO. MUNDO soll Lernende, Lehrende und Erziehungsberechtigte in ihrer täglichen Arbeit unterstützen, indem eine zentrale Auffindbarkeit von offenen, lizenzrechtlich und qualitativ geprüften Materialien sowie eine rechtssichere Nutzung garantiert werden. Mittels Filteroptionen (z. B. nach Schulfach, Klassenstufe und Schulart), einer Suche und einer intuitiven Benutzerführung sind in MUNDO die Bildungsinhalte für alle Nutzerinnen und Nutzer zielgerichtet erreichbar.

Für die Projektumsetzung wurde das FWU, das Medieninstitut der Länder, beauftragt. Alle Länder beteiligen sich an dem Projekt SODIX/MUNDO. Die Federführung für das Projekt liegt bei Hamburg.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite unter mundo.schule oder kontaktieren Sie gerne das MUNDO-Team unter mundo.schule/contact

Digitales Lernen unterwegs (DigLu)

DigLu – Digitales Lernen unterwegs

DigLu – Digitales Lernen unterwegs

DigLuDigitales Lernen unterwegs ist ein onlinebasiertes Lernmanagementsystem für Kinder beruflich Reisender, deren Erziehungsberechtigten sowie deren Lehrkräfte der Stamm- und Stützpunktschulen und der Bereichslehrkräfte.

Mit DigLu wird das Ziel verfolgt, eine länderübergreifende digitale Infrastruktur für die Bildung der Kinder beruflich Reisender zu schaffen, die das Konzept „Lernen auf der Reise“ mit den Möglichkeiten des Lernens in der digitalen Welt verbindet. Insbesondere sollen mit DigLu die folgenden Verbesserungen in der Bildung von Kindern beruflich Reisender, die bisher weitgehend auf analoger Basis erfolgt, erreicht werden:

  • Kontinuität des Lernens auf der Reise: Die Kinder beruflich Reisender können über DigLu stetig von den Lehrkräften der Stamm- und Stützpunktschulen sowie den Bereichslehrkräften online betreut und begleitet werden (auch über Videokommunikation).
  • Dokumentation der Lernentwicklung und der Leistungsbewertung: Die Lern- und Leistungsentwicklung der Kinder beruflich Reisender wird durch alle beteiligten Lehrkräfte in DigLu kontinuierlich dokumentiert.
  • Ortsunabhängige Nutzung vielfältiger Lehr- und Lernmaterialien: Durch das Internet ist es möglich, individuelle, an den Bedürfnissen des Kindes ausgerichtete Lehr- und Lernmaterialien in den unterschiedlichsten Formaten digital zur Verfügung zu stellen.

In einer ersten Pilotphase werden alle Funktionen in der länderübergreifenden Praxis qualitativ und quantitativ erprobt und an die sich daraus ergebenden Erfordernissen für den Regelbetrieb angepasst. Darüber hinaus werden zusätzliche Funktionen entwickelt und in die laufende Erprobung integriert, zum Beispiel die Entwicklung einer DigLu-App zur Offline-Nutzung von DigLu mit anschließender Synchronisation, die Entwicklung digitaler Strukturen für individuelle und selbstorganisierte Lernmaterialien sowie die Entwicklung offener Schnittstellen zur Herstellung der Anschlussfähigkeit von DigLu an verschiedene bestehende bzw. zukünftig geplante digitale Lernplattfomen im Bildungsbereich.

Für die Projektumsetzung wurde audivisa, die Deutsche Gesellschaft für E-Learning mbH, beauftragt. Alle Länder beteiligen sich an dem Projekt DigLu. Die Federführung für das Projekt liegt bei Nordrhein-Westfalen.

Weitere Informationen finden Sie auf der DigLu-Webseite unter diglu.de

Schul-Cloud

Schulcloud-Verbund

Schulcloud-Verbund

Die Länder Brandenburg, Niedersachsen und Thüringen entwickeln im Rahmen des DigitalPakts Schule mit dem Projekt Schulcloud-Verbund eine gemeinsame Lehr- und Lerninfrastruktur für alle an Bildung Beteiligten.  

Die vom Bund geförderte Schulcloud-Verbund-Software, die bereits bis Mitte 2021 in einem Forschungsprojekt des Hasso-Plattner-Instituts in den drei Ländern pilotiert wurde, wird nach ihrem zwischenzeitlichen pandemiebedingten Einsatz als ländergemeinsames Entwicklungsvorhaben zur Umsetzung gemeinsamer aber auch länderspezifischer Anforderungen weiterentwickelt.

Das Ziel des durch den DigitalPakt geförderten Entwicklungsvorhabens ist die Überführung des Prototyps in den Regelbetrieb. Dabei haben Datenschutzkonformität, hoheitliche Datensouveränität, Rechtssicherheit und Bedarfsorientierung oberste Priorität.

Die Schulcloud-Verbund-Software ist eine intuitiv nutzbare und den Anforderungen der DSGVO entsprechende, digitale Lehr- und Lernumgebung, die schulform- und schulübergreifend eingesetzt werden kann.

Die Schulcloud-Verbund-Software wird als Open-Source-Plattform entwickelt und hat zum Grundziel Bildungsinhalte webbasiert örtlich und zeitlich unabhängig nutzbar zu machen. Ihr Einsatz ist damit sowohl im Unterricht sowie im außerschulischen Lernen und zu Hause gesichert.

Durch den Einsatz der Cloud-Technologie können Dokumente für den Unterricht zeit-, orts- und endgeräteunabhängig bereitgestellt, kollaborativ erarbeitet sowie schulübergreifend ausgetauscht und sicher gespeichert werden.

Freie und proprietäre Lerninhalte unterschiedlicher Anbieter im Internet können darüber hinaus datenschutzkonform genutzt werden. Mit dem Videokonferenz-Tool BigBlueButton steht ein ebenfalls datenschutzkonformes Kommunikationsmittel zur Verfügung, welches sowohl die Kommunikation mit der gesamten Klasse, als auch mit Kleingruppen und Einzelpersonen ermöglicht.

Die Weiterentwicklung und der hierfür notwendige technische Betrieb der Schulcloud-Verbund-Software werden durch den Informations- und Kommunikations-Dienstleister Dataport (AöR) umgesetzt. An dem Projekt sind die drei Länder Brandenburg, Niedersachen und Thüringen beteiligt. Die Federführung für das Projekt liegt bei Niedersachsen.

Weitere Informationen finden Sie auf folgenden Webseiten

Mediendatenbank mit KI-gestützten Services

Entwicklung und Bereitstellung einer Mediendatenbank mit KI-gestützten Services für die Verwaltung, Distribution und Nutzung von Bildungsmedien und -tools

Entwicklung und Bereitstellung einer Mediendatenbank mit KI-gestützten Services für die Verwaltung, Distribution und Nutzung von Bildungsmedien und -tools

Ziel des Projektes ist die Bereitstellung einer Mediendatenbank mit KI-gestützten Services für die Mediendistribution. Mit Hilfe dieser Services sollen zukunftsfähige, lizenzierte und geprüfte Unterrichtsmedien erfasst, verwaltet und distribuiert werden können, um neue Medienformen, zeitgemäße Lizenzmodelle und Nutzungsmöglichkeiten sowohl administrativ als auch nutzerseitig in den Medienportalen abbilden zu können.  

Um die Bereitstellung zukunftsfähiger Formate zum Einsatz im Unterricht zu gewährleisten, ist eine technologische Fortentwicklung der aktuellen Mediendistributionssysteme notwendig.  Durch eine technische Neukonzeption von Daten- und Medienhaltung, Medienlayout, Lizenzmanagement und einer Erweiterung der Mediatheken wird sichergestellt, dass Lehrende und Lernende diese Medien in ihren gewohnten Arbeitsumgebungen effektiv und niederschwellig nutzen können.

Die dazu notwendigen Module sollen in einer Art Baukasten-System miteinander verbunden werden. Die Module sollen keine proprietären Schnittstellen haben, sondern auf Standards basieren und - sofern vorhanden - an bestehende Strukturen anknüpfen. Die Module enthalten eine oder mehrere abstrakte Komponenten, z.B. Software as a Service, Microservices, mit deren Hilfe schnell auf neue Anforderungen, z.B. durch Austausch eines Moduls, reagiert werden kann.

An dem Projekt sind die Länder Hamburg und Baden-Württemberg beteiligt. Die Federführung für das Projekt liegt bei Baden-Württemberg.

Weiterentwicklung itslearning

Weiterentwicklung itslearning

Weiterentwicklung itslearning

Das länderübergreifende Vorhaben strebt Weiterentwicklungen an, die das Lernmanagementsystem itslearning gezielt für den Einsatz in den teilnehmenden Ländern (Berlin, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein) verbessert sowie länderübergreifende Arbeit ermöglicht. Es handelt sich daher um eine Investition in digitale Bildungsinfrastrukturen. Die angestrebten Weiterentwicklungen basieren auf durch den Einsatz von itslearning als Landeslösung in den beteiligten Ländern ermittelten Anforderungen im deutschen Raum. Diese spezifischen Anforderungen sind mittelfristig nicht als Produktweiterentwicklungen vorgesehen.

Das Vorhaben sieht die Verbesserung von itslearning in sechs Teilprojekten vor:

1. Optimieren des Systems in Bezug auf Barrierefreiheit

Ziel ist die Verbesserung der Nutzererfahrung für Schüler:innen und Lehrkräfte mit dem Schwerpunkt auf barrierefreier Nutzung. Inkludiert sind Verbesserungen sowohl für die Web- als auch die Tablet-Nutzung. Entwicklungen in Bezug auf die Barrierefreiheit haben das Ziel, vom Status WCAG 2.1 AA mit Ausnahmen auf WCAG 2.1 AA überzugehen sowie Konformität mit EN 301 549 zu erreichen.

2. Anpassen von itslearning für die Nutzung durch Grundschüler:innen

Durch das Optimieren und Vereinfachen der itslearning-Anwendungsoberfläche soll diese für jüngere Schüler:innen zugänglicher gemacht werden. Dazu gehört u.a. die Reduzierung der Komplexität der Anwendungsoberfläche, um die kognitive Belastung zu verringern und die Vereinfachung der Navigation sowie die Verbesserung des Content-Editor-Tools, um es Lehrkräften zu erleichtern, für Grundschüler:innen geeignete Inhalte mit mehr Abbildungen, mehr Videos und einfacheren Layouts hinzuzufügen.

3. Tablet-App und Verbesserung der mobilen Nutzung

Ziel ist die Entwicklung einer tabletspezifischen und barrierefreien itslearning-App für Grund- und Sekundarschüler:innen unter Berücksichtigung spezifischer Anforderungen der Länder.

4. Verbessern der Funktion des Kurskatalogs

Der Kurskatalog soll hinsichtlich Sichtbarkeit, Anmeldeverfahren und der Verbesserung des siteübergreifenden Arbeitens verbessert werden. Dadurch wird eine Funktion auf Landes- und Schulträgerebene implementiert, Kurse datenschutzkonform in Kurskatalogen zu veröffentlichen und zu teilen, um das Einschreiben von Lehrkräften und Schüler:innen über Schulen und Länder hinweg zu erleichtern.

5. Automatische Migration von Moodle

Durch einen Austausch von Kursen zwischen den im deutschen Raum am verbreitetsten Lernmanagementsystemen itslearning und Moodle wird eine Kooperation zwischen fast allen Bundesländern im Bereich der Lernmanagementsysteme ermöglicht.

6. Zukunftssicheres Lernen mit einem schüler:innenzentrierten Datenmodell

Es wird ein zentraler personengebundener Speicherort für Material und Daten von Schüler:innen eingeführt, der anfallende Schüler:innen-Daten unabhängig von itslearning-Kursen und Lehrkräften organisiert. Zielsetzung ist es, Schüler:innen den Zugriff auf ihre im Bildungswesen erzielten Ergebnisse und Materialien zu ermöglichen und zu erhalten, die beim Wechsel oder Verlassen einer itslearning-Instanz weiterhin zur Verfügung stehen.

Es handelt sich bei itslearning um ein kommerzielles Produkt. In einer ersten Projektphase soll daher in einer juristischen Machbarkeitsstudie ermittelt werden, ob eine Direktvergabe an itslearning als Entwickler nach geltendem Vergaberecht möglich ist. Bei einem positiven Ergebnis werden die oben beschriebenen Teilprojekte umgesetzt.

Die Länder Berlin, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein beteiligen sich an dem länderübergreifenden Vorhaben. Die Federführung für das Projekt liegt bei Bremen.

2) Lernen - steuern, individualisieren, bewerten, beurteilen und prüfen: Infrastrukturen zur onlinebasierten Diagnostik und Leistungsfeststellung

Technologiebasiertes Assessment (TBA I)

TBA – Technologiebasiertes Assessment

TBA – Technologiebasiertes Assessment

TBA dient der Entwicklung einer ländergemeinsamen Testinfrastruktur für die Entwicklung, Administration und Auswertung onlinebasierter Verfahren zur Diagnostik und Leistungsfeststellung.

Der Einsatz onlinebasierter Tests und Befragungen gewinnt im schulischen Kontext immer mehr an Bedeutung und ist für Lehrkräfte und Schulen mit zahlreichen Vorteilen verbunden, z. B. einer einfachen Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Ergebnisse, die Hinweise auf den Leistungsstand oder Einstellungen der Schülerinnen und Schüler liefern.

Es werden drei frei verfügbare und flexibel nutzbare Webanwendungen für die onlinebasierte Entwicklung, Durchführung und Auswertung von Tests und Befragungen im Bildungskontext erstellt:

  • Das Teststudio umfasst u. a. einen Aufgabeneditor zur Entwicklung und Bearbeitung von Testaufgaben oder Befragungen, der neben einfachen standardisierten Aufgabenformaten (z. B. Multiple Choice) auch digitale Werkzeuge für innovative Aufgaben mit einem höheren Interaktionsgrad (z. B. dynamische Geometrie-Software) beinhaltet. Länder bzw. Schulen und Lehrkräfte können damit eigene Testaufgaben und Fragebögen erstellen. Die Testaufgaben des Instituts zur Qualitätsentwlicklung im Bildungswesen (IQB) werden zukünftig ebenfalls im Teststudio entwickelt.
  • Für die Testvorbereitung und -durchführung wird ein Testcenter aufgebaut. Es beinhaltet u. a. einen Systemcheck, um die geringen Systemanforderungen an die verfügbare Schulhardware (Computer oder Tablets) zu prüfen. Mit einer Testleitungskonsole können Tests und Befragungen zentral von der Lehrkraft gesteuert und der Bearbeitungsfortschritt beobachtet werden.
  • Eine Kodierbox dient schließlich dazu, die Rohdaten (Antwortdaten, Logdaten) aufzubereiten und mit Hilfe verschiedener Funktionen einfache Datenanalysen durchzuführen.

Durch eine standardisierte Schnittstelle können die Webanwendungen in vorhandene Dritt- bzw. Testsysteme oder Schulportale der Länder integriert und z. B. durch VERA (VERgleichsArbeiten in der 3. und 8. Jahrgangsstufe) in Prozesse der Unterrichtsentwicklung eingebunden werden.

Für die Projektumsetzung wurde das IQB beauftragt. Alle Länder beteiligen sich an dem Projekt TBA. Die Federführung für das Projekt liegt bei Baden-Württemberg.

Weitere Informationen finden Sie auf der Projektwebseite des IQB unter iqb.hu-berlin.de/tba/tba21. Die Programmierungen der Webanwendungen sind frei zugänglich unter iqb-berlin.github.io

Weiterentwicklung Technologiebasiertes Assessment (TBA II)

Weiterentwicklung Technologiebasiertes Assessment (TBA II)

Weiterentwicklung Technologiebasiertes Assessment (TBA II)

TBA II dient der Erweiterung der im Projekt TBA entwickelten ländergemeinsamen Testinfrastruktur um adaptive und formative Testfunktionalität. Mit TBA können lineare Tests online durchgeführt werden. Dabei ist der gesamte Inhalt des Tests von vornherein festgelegt. Mit TBA II sollen zukünftig auch adaptive und formative Tests möglich gemacht werden.

Die adaptive Testfunktion erlaubt es, Testmodule unterschiedlicher Schwierigkeit auf Basis aktueller Leistungsschätzungen während der Testdurchführung durch einen Routingmechanismus auszuwählen und als nächsten Inhalt vorzugeben. Diese Funktionalität kann auf wenige Testmodule mit mehreren Aufgaben(-blöcken) begrenzt sein. Zum Beispiel könnten nach einem für alle identischen ersten Modul zwei weitere Module mit unterschiedlicher Schwierigkeit anschließen. Das adaptive Testsystem kann jedoch auch zur adaptiven Auswahl jeder einzelnen folgenden Aufgabe genutzt werden.

Durch adaptive Tests wird eine bessere Passung zwischen der Schwierigkeit des Tests und der Leistung der Testperson erreicht. Damit können Aufgaben, die viel zu leicht oder viel zu schwierig für die Testperson sind, vermieden werden. Da diese Aufgaben zudem diagnostisch nur eine geringe Information liefern, kann bei identischer Testzeit die Präzision der Leistungsmessung und damit die Konstruktvalidität des Tests verbessert werden.    

Der formative Teil von TBA II beinhaltet mehrere aufeinanderfolgende und wiederholte Leistungsmessungen mit Rückmeldungen zu den Ergebnissen, darauf aufbauenden Lernsequenzen und erneuten Leistungsmessungen zur Lernerfolgskontrolle. Formatives Testen wird bisher im schulischen Rahmen nicht regelmäßig systematisch eingesetzt. Gleichzeitig gibt es in der Forschung Evidenz für die leistungsförderliche Wirkung formativer Assessments. Ende 2022 hat die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz formatives Assessment in ihrem Gutachten "Basale Kompetenzen vermitteln - Bildungschancen sichern. Perspektiven für die Grundschule" empfohlen.

Mit TBA II wird die Durchführung formativer Assessments in Anknüpfung an die Erhebung der Vergleichsarbeiten (VERA) als weitere Option des Online-Testsystems entwickelt und in Anknüpfung an VERA in Klassenstufe 3 erprobt. Den VERA-Aufgaben können dabei unterschiedliche Testmodule zum Beispiel zur Erfassung von Basiskompetenzen vorgeschaltet werden. Diese Aufgabenentwicklung ist jedoch kein Teil von TBA II.

Das Projekt TBA II wird am IQB und bei kompetenztest.de an der Friedrich-Schiller-Universität Jena umgesetzt. Alle Länder mit Ausnahme von Mecklenburg-Vorpommern und dem Saarland beteiligen sich an dem Projekt TBA II. Die Federführung für das Projekt liegt in Schleswig-Holstein.

Weitere Informationen zu TBA finden Sie weiter unten auf dieser Seite sowie auf der Projektwebseite des IQB unter iqb.hu-berlin.de/tba/tba21. Die Programmierungen der Webanwendungen sind frei zugänglich unter iqb-berlin.github.io

Rückmeldeportal zur Lernstandsdiagnostik (TBA III)

Rückmeldeportal zur Lernstandsdiagnostik (TBA III)

Rückmeldeportal zur Lernstandsdiagnostik (TBA III)

Im Kontext der Vergleichsarbeiten 3 und 8 existieren momentan vielfältige ländereigene oder institutseigene Rückmeldesysteme, die den jeweiligen ländereigenen Rückmeldungskonzepten Rechenschaft tragen. Trotz einer nahezu identischen Struktur der Ergebnisdaten variieren die Modelle dazu in vielfältiger Art und beziehen sich auf eine Rückmeldung der Lösungshäufigkeiten, über Kompetenzstufenmodelle bis hin zur Rückmeldung von Werten auf der Metrik der Bildungsstandards (BiSta). Dabei variieren sowohl die Darstellungsformen als auch die Verarbeitungsprozesse der Rohdatenwerte.

Vorhandene Rückmeldesysteme sind nicht interoperabel für die Kompetenzdiagnostik nutzbar; in der Regel wird für jedes Testverfahren ein dafür spezifisches Rückmeldesystem genutzt. Den Vergleichsarbeiten kommt hier insofern eine herausgehobene Bedeutung zu, dass diese prinzipiell von allen Ländern genutzt werden sollen und sich damit verbundene Entwicklungen im Rahmen des DigitalPakts in besonderer Weise empfehlen. Über definierte Schnittstellen soll die Einbindung von ländereigenen wie länderübergreifenden Plattformen ermöglicht werden.

TBA III dient der Entwicklung einer bundesweit nutzbaren digitalen Infrastruktur zur Rückmeldung von Daten aus Kompetenztests, Lernstandserhebungen, Ausgangslagenuntersuchungen und Vergleichsarbeiten an unterschiedliche Rezipienten. Dazu wird eine webbasierte Plattform aufgebaut, welche Daten(pakete) von Ergebnissen aus Testportalen über eine Schnittstelle empfängt, validiert und zur Darstellung an prototypische innovative, digitale Rückmeldungen weitergibt, die empirisch geprüft und im Hinblick auf ihre Nützlichkeit in der Schule agil entwickelt werden. Die Rückmeldungen beinhalten spezifische angemessene fachdidaktische Angebote, welche eine Weiterarbeit in den Schulen auf Basis der Ergebnisse optimal unterstützen.

Mit dieser so geschaffenen digitalen Rückmeldeinfrastruktur wird ein Set an exemplarischen, erprobten Online-Rückmeldungen geschaffen, die eine Basis für Rückmeldungen in anderen Fächern, Domänen und Kontexten bilden können.

Die digitale Rückmeldeinfrastruktur soll neun Ziele erfüllen:

  • Sie stellt empirisch geprüfte für die Schulpraxis nützliche, digitale Rückmeldungen für verschiedene Testsysteme zur Verfügung.
  • Sie kann von allen Ländern oder den von ihnen beauftragten auswertende Einrichtungen zur Ergebnisrückmeldung von Vergleichsarbeiten und anderen diagnostischen Verfahren eingesetzt werden.
  • Sie ermöglicht die Nutzung von Daten aus verschiedenen Testsystemen (z. B. IQB, Kompetenztest.de oder zepf).
  • Sie adressiert verschiedene Nutzergruppen wie Lehrkräfte, Klassen, Schulen oder Schuladministration.
  • Sie ermöglicht durch die offene Nutzbarkeit die Umsetzung ländereigener Strategien.
  • Sie ermöglicht den Austausch von Daten verschiedener Länder und verschiedener Testsysteme mit einem gemeinsamen Datenformat.
  • Sie ermöglicht die Integration landeseigener Produkte und Strategien, z. B. bezogen auf bestehende Materialien bzw. die Verknüpfung verschiedener Maßnahmen.
  • Sie ermöglicht durch den definierten Rahmen den Austausch und die gemeinsame Nutzung und Weiterentwicklung spezifischer Lösungen (etwa weiterer Online-Rückmeldungen).
  • Sie ermöglicht darüber hinaus eine Verknüpfung mit jeweils landeseigenen digitalen Lernplattformen und Schulclouds sowie externen Quellen für didaktische Materialien (SODIX).

Mit der Realisierung des Projekts steht den Ländern eine Open-Source-Lösung zur Verfügung, die durch geeignete Schnittstellen sicherstellt, dass die Rückmeldungen mit jeder Testplattform interagieren können. Somit wird ein kostenfreies und öffentlich zugängliches Rückmeldeportal geschaffen, das von den Ländern oder durch sie beauftragten auswertenden Einrichtungen für Ergebnisrückmeldung im Sinne einer förderwirksamen Diagnose genutzt werden kann.

Tool zur verstehensorientierten Diagnostik (SMART-Programm)

SMART – Verstehensorientierte Online-Diagnostik realisiert am Beispiel der Diagnose und Förderung in Mathematik

SMART – Verstehensorientierte Online-Diagnostik realisiert am Beispiel der Diagnose und Förderung in Mathematik

SMART steht für „Specific Mathematics Assessments that Reveal Thinking” – ein verstehensorientiertes Online-Instrument für Diagnose und Förderung.

Das Programm besteht aus innovativen 5- bis 15-minütigen Online-Tests, mit denen das konzeptuelle Verständnis von Schüler*innen diagnostiziert werden kann. Direkt im Anschluss an den Test stehen Lehrer*innen die forschungsbasierte Diagnose sowie Hinweise zur individuellen Förderung zur Verfügung.

Dieses Projekt soll in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum Lehrerbildung Mathematik (DZLM, Standort Duisburg-Essen) realisiert werden.

SMART-Tests wurden ursprünglich in einem Projekt an der Universität Melbourne von Kaye Stacey, Vicki Steinle, Beth Price und Eugene Gvozdenko entwickelt und erforscht. Unter smartvic.com stehen etwa 130 Tests zu Themen der Sekundarstufe I in englischer Sprache zur Verfügung, die für die Verwendung im deutschsprachigen Raum adaptiert werden. Dies soll so geschehen, dass die SMART-Tests in die gängigen Lernplattformen eingebunden werden können.

Weitere Informationen finden Sie unter https://smart.dzlm.de/.

Alle Länder beteiligten sich an dem Projekt SMART. Die Federführung für das Projekt liegt bei Niedersachsen.

AIS

Adaptives Intelligentes System

Adaptives Intelligentes System (AIS)

Die zwei Projekte Adaptive Learning Cloud (ALC) und Intelligente Tutorielle Systeme (ITS) wurden zusammengelegt.

AIS als eine KI-gestützte adaptive Computerlernumgebung kann zur individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern und zur Unterstützung und Professionalisierung von Lehrkräften im Schulalltag einen großen Beitrag leisten. Die personalisierte Bereitstellung von digitalen Lerninhalten ermöglicht es Lernenden, ihren Bedarfen entsprechend selbstständiger und in ihrem individuellen Tempo zu lernen. Für Lehrkräfte entstehen wiederum zeitliche Freiräume, um sich Schülerinnen und Schülern gezielter persönlich widmen zu können. Das in diesem Projekt zu entwickelnde System soll sich daher flexibel in die Unterrichtphasen integrieren lassen und somit einen Rahmen für modernes, abwechslungsreiches und motivierendes und adaptives Lehren und Lernen schaffen.

Herzstück des Systems sind individuelle Lernpfade ausgehend vom jeweiligen Lernstand der Schülerin bzw. des Schülers. Die Basis für die Adaptivität des Systems ist ein intelligenter Algorithmus, auch „Künstliche Intelligenz“ (KI) genannt. Auf Grundlage von Informationen zum Lernprozess der Schülerin bzw. des Schülers weist das System jeweils individuell passende Inhalte zu und überprüft diese Zuordnung fortlaufend. Ferner soll die Lernumgebung den Lernenden direktes Feedback zu ihrem Lernfortschritt geben. Durch Erklärungen und Hinweise des Systems sollen Lernende ihre individuellen Wissenslücken oder Fehlermuster besser nachvollziehen und mithilfe entsprechender Übungsaufgaben eigenständig schließen können. Bestehende Wissens- und Kompetenzfelder sollen so weiter gestärkt und ausgebaut werden. Hierbei können die derzeitigen Entwicklungen im Bereich der LLM und KI genutzt werden.

Gleichzeitig erhalten Lehrkräfte ein Instrument für ihren Unterricht, welches ihnen jederzeit einen Überblick über den Lernstand einzelner Schülerinnen und Schüler gibt und individuelle Unterstützungsbedarfe zu erkennen hilft. Die kumulierte Auswertung der Lerndaten ermöglicht es ihnen, auch für die ganze Lerngruppe frühzeitig und proaktiv spezifische Lehrangebote zu erstellen. Ziel des Systems ist es stets, als modernes digitales Lernmittel im Dienst der pädagogischen Freiheit von Lehrkräften zu stehen und diese in ihrem pädagogischen Handeln zu unterstützen, um möglichst individuelles Lernen der Schülerinnen und Schüler zielgerichtet zu ermöglichen.

Das Zielsystem, das zum Ende der Projektlaufzeit 2026 den Schulen zur Verfügung gestellt wird, soll eine Plattform mit adaptiven Lerninhalten und Übungen sein, die die Lehrkräfte im Unterricht und bei der Erfüllung ihrer Aufgaben unterstützt sowie den Lernenden in synchronen und asynchronen Übungsphasen im Unterricht und Zuhause ein eigenverantwortliches Arbeiten auf dem individuellen Lernstand ermöglicht. Da das geplante System auch Anbietern kommerzieller Bildungsmedien offenstehen soll, sind administrative Funktionen erforderlich, die die Bereitstellung, Nutzung und ggf. Abrechnung lizenzpflichtiger Medien ermöglichen. Hinzu kommt ein Editor, über den Inhalte von kommerziellen Bildungsmedien-Anbietern und nicht-kommerziellen Autoren(-teams) innerhalb des Systems entwickelt bzw. eingepflegt werden können.

Am Projekt beteiligen sich alle Länder. Mit der Projektumsetzung ist das FWU beauftragt.

Länderübergreifende Umfrageplattform minnit‘

Länderübergreifende Umfrageplattform minnit‘

Länderübergreifende Umfrageplattform minnit‘

Ziel des Projekts der Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen ist die Optimierung und funktionale Erweiterung des Umfragetools minnit‘, welches vom Landesmedienzentrum Baden-Württemberg betrieben wird.

Die Umfrageapp minnit‘ ist eine Web-App, die es seit 2019 Lehrkräften in Baden-Württemberg ermöglicht, Umfragen mit ihren Lerngruppen durchzuführen. Sie ist

  • kostenlos
  • datenschutzrechtlich sicher
  • intuitiv
  • werbefrei

Die aktuellen Funktionen sind

  • Einfachauswahl
  • Mehrfachauswahl
  • Richtig/Falsch
  • Freitext/Wortwolken
  • Lückentext

Durch die Weiterentwicklung soll minnit‘ dazu beitragen, die in der KMK-Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ geforderten Ziele zu erreichen und die Lernenden dazu befähigen, die Zukunft mündig mitzugestalten.

minnit' soll so weiterentwickelt werden, dass es eine wettbewerbsfähige Alternative zu anderen, nicht DSGVO-konform verwendbaren Umfrage-Applikationen darstellt und deren unterschiedliche Funktionalitäten und Anwendungsbereiche in sich vereint bzw. erweitert.

Folgende Weiterentwicklungen sind geplant

  • neue Module (z.B. Fragetypen)
  • neue Ansichten (z.B. analoge Nutzung unter Verwendung eines einzigen mobilen Endgeräts mit Internetzugang
  • Gamification 
  • Augmented Reality

Neben diesen funktionalen Erweiterungen soll durch die länderübergreifende Zusammenarbeit ein Synergieeffekt entstehen, zum einen durch eine gemeinsame Umfragebibliothek, die inhaltlich strukturiert ist, und zum anderen durch Community-Funktionen, die z.B. eine Bewertung einer öffentlichen Umfrage zulassen.

Einführungsvideo: https://youtu.be/6CoTwfq37GI

IDeRBlog

IDerBlog ts

IDerBlog ts

IDeRBlog ii ist ein Tool, das als Erasmus+ Innovationsprojekt in den Jahren 2014 bis 2017 bis 2021 entstanden ist.

Es handelt sich hierbei um eine Plattform für Schüler:innen, in der digitale Schreibprozesse unter der Berücksichtigung neuer Ansätze der individuellen Förderung der Rechtschreibkompetenzen der Nutzer:innen geplant, durchgeführt und veröffentlicht werden können.

Damit leistet die Plattform einen signifikanten Beitrag zur Verbesserung der Kernkompetenzen der Schüler:innen  im Fach Deutsch in den Bereichen Schreiben - Lesen - Rechtschreiben.

Gleichzeitig wird durch einen auf der Plattform implementierten Algorithmus, der die Daten über den Fortschritt der Lernenden automatisiert, analysiert und auswertet (Learning Analytics), eine individualisierte Förderung der Rechtschreibung aller Nutzer:innen ermöglicht. Schüler:innen erhalten speziell auf ihren Rechtschreib-fehlerschwerpunkt zugeschnittenes Übungsmaterial. Dieses besteht aus extern recherchierten Online - Übungen, Arbeitsblättern und vom IDeRBlog ii - Team programmierten Übungen.

Durch die Nutzung der Plattform werden digitale Kernkompetenzen der Schüler:innen fachintegrativ geschult und verbessert, die in der Digitalstrategie der KMK und in den Curricula der einzelnen Bundesländer enthalten sind. Hier sind insbesondere die Bereiche „Kommunizieren und Kooperieren“, "Produzieren und Präsentieren“ sowie „Schützen und sicher Agieren“ zu nennen.

Zusammenfassend kann gesagt werden: Es handelt sich um ein intelligentes tutorielles System, das sich im Fachunterricht in Grund- und weiterführenden Schulen einsetzen lässt.

Ziele des Projekts:

  • Anbindung per Single-Sign-On an die in den beteiligten Bundesländern eingeführten Identitätsmanagementsysteme an die Plattform IDeRBlog ts
  • Weiterentwicklung und Umgestaltung des User Interface (Benutzeroberfläche)

Weitere Informationen finden Sie auf der Projektwebseite unter https://iderblog.eu  oder kontaktieren Sie gerne das IDeRBlog ts -Team unter info@iderblog.eu

2P Lerntool DaZ: Entwicklung eines adaptiven Lerntools für Deutsch als Zweitsprache

2P Lerntool DaZ: Entwicklung eines adaptiven Lerntools für Deutsch als Zweitsprache

2P Lerntool DaZ: Entwicklung eines adaptiven Lerntools für Deutsch als Zweitsprache

2P | Potenzial & Perspektive ist ein online-basiertes Verfahren zur Diagnostik, Förderplanung und Förderung von Kindern und Jugendlichen im Alter ab 10 Jahren.

Das Ziel des Projekts 2P Lerntool DaZ ist die Entwicklung eines neuen 2P-Bausteins, welche in die 2P-Plattform integriert und mit dem vorhanden Diagnostikbaustein 2P Lernstand DaZ verknüpft wird. Beim 2P Lerntool DaZ handelt es sich um ein digitales Lerntool zum unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Lernen von Deutsch als Zweitsprache. Die Zielgruppe des Lerntools sind Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf DaZ der Klassenstufen 5 - 10 aller Schularten. Für die im Lerntool enthaltenen Übungsaufgaben werden vorhandene DaZ-Materialien der Länder digitalisiert. Das Lerntool wird browserbasiert oder als App verfügbar sein.

Weitere zentrale Eigenschaften des Lerntools sind:

  • Einbettung in einen narrativen Rahmen, in dem Schülerinnen und Schüler von digitalen Mentorinnen und Mentoren begleitet werden („Gamification“)
  • Lebensweltbezogene Lernumgebung („Task-Orientierung“)
  • Lerntool passt sich automatisiert auf das Kompetenzniveau der Schülerinnen und Schüler („Adaptivität“)
  • Übungsaufgaben mit mehrstufigem Feedback („Scaffolding“)
  • Lernfortschritte sind für Schülerinnen und Schüler innerhalb der Lernumgebung sichtbar
  • Lernfortschritte sind für Lehrkräfte innerhalb der Lehrkräfteverwaltung (2P-Plattform) sichtbar

Unter der Federführung des Landes Rheinland-Pfalz beteiligen sich die Länder Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein an diesem Projekt.

Weitere Informationen zum Verfahren 2P finden Sie unter
https://kompetenzfeststellung.bildung-rp.de/2p-potenzial-perspektive.html

2P | primar: Entwicklung eines webbasierten Diagnose- und Förderplanungsinstruments mit adaptivem Lerntool

2P | primar: Entwicklung eines webbasierten Diagnose- und Förderplanungsinstruments mit adaptivem Lerntool

2P | primar: Entwicklung eines webbasierten Diagnose- und Förderplanungsinstruments mit adaptivem Lerntool

Das Ziel des Projekts 2P primar ist die Entwicklung eines online-basierten Verfahrens zur Diagnostik, Förderplanung sowie zum adaptiven Lernen in der Grundschule. Es umfasst die Diagnostik- und Förderbausteine:

  • „Sprachkompetenz Deutsch“ für (neu) zugewanderte Grundschulkinder,
  • „basale sprachliche Kompetenzen“,
  • „basale mathematische Kompetenzen“,
  • sowie den analogen Baustein „sozial-emotionale Kompetenzen“.

Die Bausteine sind eingebettet in eine Plattform zur individuellen, digitalen Förderplanung.  

Zielgruppe sind alle Grundschulkinder der Klassenstufen eins bis vier, auch mit Förderbedarf im Bereich „Deutsch als Zweitsprache“ und/oder in den zur Erreichung der Mindeststandards notwendigen Basiskompetenzen (gemäß dem Gutachten der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK, 2022) – Bildungschancen sichern. Perspektiven für die Grundschule).

2P primar stellt eine Erweiterung des bereits in der Sekundarstufe I etablierten Verfahrens 2P | Potenzial & Perspektive für den Primarbereich dar. Für die im Diagnostik- und Lerntool enthaltenen Aufgaben werden vorhandene Materialien der Länder digitalisiert. Das Diagnostik- und Lerntool wird browserbasiert sowie als App verfügbar sein.

Weitere zentrale Eigenschaften von 2P primar sind:

  • Lerntool passt sich automatisiert auf das Kompetenzniveau der Schülerinnen und Schüler an („Adaptivität“)
  • Übungsaufgaben mit mehrstufigem Feedback („Scaffolding“)
  • Diagnostische Testmodule mit gütegeprüften Testaufgaben
  • Einbettung in eine kindgerechte Benutzerführung, indem Schülerinnen und Schüler von digitalen Mentorinnen und Mentoren begleitet werden („Gamification“)
  • Lebensweltbezogene Lernumgebung („Task-Orientierung“)
  • Verwaltungsplattform für Lehrkräfte, zur Aufgabenzuteilung, Einsicht in diagnostische und lernbezogene Ergebnisse und als Ausgangslage für eine individuelle Förderplanung

Unter der Federführung des Landes Rheinland-Pfalz beteiligen sich die Länder Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Niedersachsen, und Schleswig-Holstein an diesem Projekt.

Projektlaufzeit: April 2023 bis Dezember 2025

Weitere Informationen zum Verfahren 2P für den Sekundarbereich finden Sie unter
https://kompetenzfeststellung.bildung-rp.de/2p-potenzial-perspektive.html

3) Verzahnen - technisch und administrativ: Infrastrukturen zur Verbesserung von Schnittstellenstandards

Educheck Digital (EDCD)

eduCheck digital (EDCD)

eduCheck digital (EDCD)

Das länderübergreifende Vorhaben eduCheck digital (EDCD) dient der Entwicklung eines gemeinsamen Prüfverfahrens für digitale Bildungsmedien.

Ziel von EDCD ist es, Kriterien, Standards, Verfahren und technische Systeme zur Prüfung digitaler Bildungsmedien zu entwickeln, damit diese im Unterricht technisch zuverlässig und rechtskonform eingesetzt werden können.

Nicht erst seit Beginn der Corona-Pandemie wird ein zunehmender Bedarf an geeigneten digitalen Bildungsmedien deutlich. Die Angebote für die Schule sind vielfältig und einem permanenten Wandel unterworfen. Lehrkräfte werden mit der technischen und rechtlichen Prüfung von digitalen Schulbüchern, Bildungssoftware oder Apps zeitlich und fachlich stark beansprucht. Für die Länder ergibt sich in diesem Zusammenhang ein erheblicher Mehraufwand bei Zulassungs- und Prüfverfahren dieser digitalen Angebote. EDCD vereinfacht diese Prüfprozesse durch die Entwicklung und Erprobung übergeordneter Standards und Verfahren. Dies schließt auch die Errichtung der dafür erforderlichen technischen Infrastruktur ein, d. h. es werden Testumgebungen bereitgestellt, eine Plattform für die Online-Zusammenarbeit der Beteiligten aufgebaut sowie eine Webpräsenz für die laufende Veröffentlichung der aktuellen Prüfkriterien erstellt.

Für die Projektumsetzung wurde das FWU, das Medieninstitut der Länder, beauftragt. Alle Länder beteiligen sich an dem Projekt eduCheck digital. Die Federführung für das Projekt liegt bei Rheinland-Pfalz.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite unter educheck.schule

Vermittlungsdienst für das digitale Identitätsmanagement in Schulen (VIDIS)

VIDIS – der Vermittlungsdienst für das digitale Identitätsmanagement in Schulen

VIDIS – der Vermittlungsdienst für das digitale Identitätsmanagement in Schulen

VIDIS als „Vermittlungsdienst für das digitale Identitätsmanagement in Schulen“ macht digitale Bildungsangebote für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler mit bestehenden Schulaccounts erreichbar.

Im Februar 2021 ist VIDIS als ländergemeinsames Projekt, das vom FWU entwickelt wird, im Rahmen des DigitalPakts Schule offiziell gestartet. Ziel ist, eine Anmeldung für alle Schulen in Deutschland zu schaffen, das heißt, mehr als 800.000 Lehrkräfte und fast 11 Mio. Schülerinnen und Schüler sollen VIDIS nutzen können. Dazu werden bestehende Portale von Schulen, Schulträgern und Ländern intelligent mit einer Vielzahl von digitalen Bildungsangeboten über eine einheitliche Anbindung vernetzt. Schulische Benutzerinnen und Benutzer können sich zukünftig mit ihrem bereits bestehenden, persönlichen Schulaccount bei einer Vielzahl von Angeboten per Einmalanmeldung (Single-Sign-On) anmelden. Dieser Login ist datenschutzrechtlich abgesichert, z. B. durch Pseudonymisierung und weitere Maßnahmen, sodass eine Anmeldung über den VIDIS-Dienst in allen teilnehmenden 16 Ländern datenschutzkonform ist. Gleichzeitig stellt VIDIS sicher, dass Anbieter von digitalen Bildungsangeboten, z. B. von digitalen Schulbüchern, Lernplattformen und Lern-Apps, eine verlässliche technische und organisatorische Schnittstelle länderübergreifend nutzen können.

Für die Projektumsetzung wurde das FWU, das Medieninstitut der Länder, beauftragt. Alle Länder beteiligen sich an dem Projekt VIDIS. Die Federführung für das Projekt liegt bei Mecklenburg-Vorpommern.

Pressemitteilung: Demoversion jetzt verfügbar – erster wichtiger Meilenstein erreicht

Zweite Pressemitteilung: VIDIS startet mit neun Ländern in die Pilotphase

Weitere Informationen finden Sie auf der Projektwebseite unter vidis.schule oder kontaktieren Sie gerne das VIDIS-Team unter vidis@fwu.de

Musterlösungskonzept für Schulträger – muses

MUSES – ein schulträgerzentriertes IT-Infrastrukturprojekt

MUSES – ein schulträgerzentriertes IT-Infrastrukturprojekt

Ziel des Projektes MUSES ist es, Schulträger dabei zu unterstützen, Schulen wesentliche IT-Dienste zentral zur Verfügung zu stellen. Um dieses Ziel zu erreichen, entsteht im Rahmen von MUSES ein IT-Betriebskonzept, welches in Co-Produktion mit Pilot-Schulträgern eingeführt, erprobt und dokumentiert wird. Dadurch sinkt die administrative Belastung der Schulen, während der IT-Betrieb professionalisiert wird. Für das Gelingen des Projektes muss ausgelotet werden, welche Dienste zentral durch die Schulträger angeboten werden können und welche nicht.

Den Beginn des Projektes markiert eine Analysephase, bei der sich Pilot-Schulträger und Projektverantwortliche über Bedarfe und Anforderungen austauschen. Auf dieser Grundlage wird eine Konzeption entwickelt, Technik vor Ort eingeführt, sowie die passenden Betriebs- und Supportmöglichkeiten erprobt. Das Projekt wird abgerundet durch den Prototyp einer webbasierten Administrationsoberfläche, die es Schulträgern erleichtert, IT-administrative Aufgaben zentral durchzuführen.

MUSES: Die Musterlösung für den schulträgerzentrierten Einsatz für Schulen

MUSES ist ein Gemeinschaftsprojekt des Freistaates Sachsen, Nordrhein-Westfalen (vorbehaltlich des Ergebnisses einer Machbarkeitsstudie) und Baden-Württemberg. Die Federführung für das Projekt liegt bei Baden-Württemberg.

LICENCE CONNECT

LICENCE CONNECT - Lizenzvermittler

LICENCE CONNECT - Lizenzvermittler

Ziel des Vorhabens LICENCE CONNECT ist es, einen technischen Dienst für die Vermittlung und Verwaltung von Lizenzinformationen zu entwickeln, damit Schulen, Schulträger und Länder digitale Bildungsangebote möglichst einfach beschaffen, zuordnen und den Nutzern zur Verfügung stellen können.

Für die Lizenzierung digitaler Bildungsangebote fehlt es derzeit noch an Möglichkeiten diese in bestehenden Systemen abzubilden. Zwar gibt es in den Ländern leistungsfähige Infrastrukturen für das Lizenzmanagement traditioneller Medien wie zum Beispiel für die Schulbuchausleihe. Diese Systeme sind jedoch heterogen, stark verteilt und decken eine Reihe aktueller Anwendungsfälle bei der Beschaffung und Distribution von digitalen Bildungsangeboten nicht (mehr) ab. Aus diesem Grund besteht ein Bedarf an einem leistungsfähigen Lizenzvermittler, der sowohl in die föderalen Systeme der Länder integriert ist als auch die Arbeitsprozesse der Schulträger und Schulen abbildet.

Derzeit gibt es viele verschiedene Projekte, Initiativen und Produkte, die Teile dieser Aufgaben übernehmen, aber keines, das diese interoperabel als Zwischenschicht verbindet. Es besteht ein Bedarf an einer tieferen Verzahnung zwischen den vorhandenen Systemen. Zusätzlich lassen sich über einen auf Schnittstellen ausgelegten Dienst aktuelle und zukünftige Lizenz- und Abrechnungsmodelle regional und überregional verwalten und für das nutzerspezifische, rechtssichere Medienangebot der Lernenden und Lehrenden auswerten. Hier bietet sich insbesondere die Autorisierung innerhalb der staatlichen Systeme und der damit verbundenen Systeme, wie beispielsweise der VIDIS-Infrastruktur, an.

Für die Projektumsetzung ist beabsichtigt, das FWU, das Medieninstitut der Länder, zu beauftragen. Die Federführung für das Projekt liegt bei Rheinland-Pfalz.

Pädagogische Cloud-Infrastruktur

Pädagogische Cloud-Infrastruktur (PCI)

Pädagogische Cloud-Infrastruktur (PCI)

Die Länder sind zunehmend darauf angewiesen, Anwendungen und Systeme in professionellen Architekturen für Rechenzentren zu hosten, weil die bisherigen Lösungen vor Ort in Schulen oder Landeseinrichtungen insbesondere im Hinblick auf dynamische Skalierbarkeit zunehmend auf Grenzen stoßen. Die in den beteiligten Ländern bereits gesammelten Erfahrungen zeigen, dass an Rechenzentren für die Nutzung im schulischen Bereich besondere Anforderungen bestehen. Der Schulbetrieb unterscheidet sich signifikant vom Betrieb wirtschaftlicher Unternehmen. Rechenzentren müssen flexibel sein, um die unterschiedlichen Nutzungsszenarien und Nutzungszeiten an Schulen bedienen zu können. Durch das Vorhaben soll eine skalierbare und agile Umgebung entstehen, so dass auf die Unterschiede in der Nutzung flexibel reagiert werden kann. Zugleich verbessert sich mit einer Cloud-Infrastruktur für den schulischen Bildungsbereich auf Basis der Anforderungen der Länder die IT Sicherheit und die Einhaltung des Datenschutzes im Schulbereich wesentlich.  Insbesondere den besonderen Anforderungen an die IT-Sicherheit bei der Verarbeitung von Daten minderjähriger Schülerinnen und Schüler wird damit Rechnung getragen.

In den an diesem Projekt beteiligten Ländern bestehen unterschiedliche strukturelle Rahmenbedingungen, sodass mit diesem länderübergreifenden Vorhaben bessere Möglichkeiten entstehen, landesweite und länderübergreifende Lösungen zu entwickeln und zu betreiben.  So können beispielsweise perspektivisch Onlinearbeitsplätze für Lehrkräfte entstehen, die auf einer gemeinsamen Technologie basieren, aber länderspezifisch ausgeprägt sein können. Damit kann eine kosteneffiziente Lösung mit Synergien realisiert werden.  Durch den Austausch der beteiligten Länder, können diese wechselseitig von den Entwicklungen und Lösungen profitieren.

Ziel des Projektes ist es, eine gemeinsame Lösung für eine Cloud-Infrastruktur für spezifisch schulische Bedarfe zu entwickeln, die die unterschiedlichen Anforderungen der Länder erfüllt.

Metadata for educational Media (MEM)

Metadata for educational Media (MEM)

Metadata for educational Media (MEM)

Das Projekt Metadata for educational Media (MEM) bildet eine Erweiterung der ländergemeinsamen Bildungsmedieninfrastruktur SODIX, die Bildungsmedien über standardisierte Schnittstellen länderübergreifend bereitstellt. Die Bildungsmedien werden dabei anhand umfangreicher Metadaten beschrieben und somit auffindbar gemacht. Im Rahmen von MEM soll dieser Metadatenstandard um Kompetenz- und Inhaltsbeschreibungen der Lehrpläne ergänzt werden. 

Das Angebot digitaler Unterrichtsmaterialien hat in den vergangenen Jahren einen enormen Zuwachs verzeichnet, sodass eine Vielfalt didaktischer Ressourcen in digitaler Form zur Verfügung steht. Dies führt dazu, dass Lehrkräfte bei der Suche nach Bildungsmedien oft mit einer langen Ergebnisliste konfrontiert werden, die anschließend nach individuellen Anforderungen und Bedarfen manuell geprüft werden muss. Das MEM-Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, den Lehrkräften perspektivisch eine passgenaue Suche entlang ihrer bundeslandspezifischen Lehrpläne zu ermöglichen. Eine Trefferliste mit Bezug zum konkreten Lehrplanthema ist das Resultat. Hierbei erfolgt die Beschreibung der Bildungsmedien anhand der in den Lehrplänen definierten Kompetenzen.

Die Realisierung erfolgt durch eine Erweiterung des Metadatenstandards für Bildungsmedien. Dadurch soll jeder individuelle Lehrplan umfassend beschrieben werden. Damit dies gelingt, werden die Lehrpläne in Zusammenarbeit mit den 16 Bundesländern in eine maschinenlesbare Form überführt. Zudem ist vorgesehen, ein technisch einheitliches Vokabular zu etablieren, um Bildungsmedien bundesländerübergreifend vergleichbar zu machen und Niveaustufen zuordnen zu können. Um Ähnlichkeitsbeziehungen von Lerninhalten abzubilden, ist die Implementierung umfassender Wissensräume in einem Knowledge-Graphen geplant. Dies ermöglicht eine strukturierte und effiziente Darstellung von Zusammenhängen zwischen Fachinhalten und fördert ein tieferes Verständnis der Wissensstruktur.

Für die Projektumsetzung wurde das FWU, das Medieninstitut der Länder, beauftragt. 15 Länder beteiligen sich an dem Projekt Metadata for educational Media (MEM). Die Federführung für das Projekt liegt bei Hamburg.

Weitere Informationen finden Sie auf der Projektwebseite unter https://mem.schule.

4) Lehren - professionalisieren und kollaborieren: Infrastrukturen zur Beratung und Qualifizierung des Lehrpersonals

Portal für berufliche Bildung

Portal für berufliche Bildung (PbB)

Portal für berufliche Bildung (PbB)

Ziel ist der Aufbau und die Inbetriebnahme einer digitalen Infrastruktur als Plattform für ein kostenfreies Informations- und Interaktionsangebot für die Lehrkräfte aller beruflichen Schulen in Deutschland (ca. 125.000 im Schuljahr 2018/2019). Das Portal soll dauerhaft die Bereitstellung, den Austausch und die Aktualisierung von Unterlagen und Materialien für Lehrkräfte an beruflichen Schulen gewährleisten.

Ausgangslage:

Mit den Rahmenlehrplänen für den berufsbezogenen Unterricht in den Berufsschulen bestehen bundesweit verbindliche Standards für die während der Ausbildung zu vermittelnden Kompetenzen. Daraus ergeben sich besonders günstige Rahmenbedingungen für eine länderübergreifende Zusammenarbeit. Dieses Potential der Beruflichen Bildung zu nutzen ist Anliegen des Projektvorhabens.

Die hohe Relevanz des Vorhabens wird besonders deutlich angesichts der enormen Vielfalt und der hohen Spezialisierung der Ausbildungsberufe (derzeit über 320), welche die Lehrkräfte beruflicher Schulen systembedingt vor große Herausforderungen stellen. Dazu kommen zusätzliche Anforderungen beispielsweise durch die in vielen Berufsfeldern hohe Dynamik technischer und digitaler Entwicklungen sowie gestiegene pädagogische Anforderungen einer zunehmend heterogenen Schülerschaft, denen z. B. durch individuelle Förderung, Binnendifferenzierung und Sprachförderung zu begegnen ist.

Erschwerend kommt dabei hinzu, dass das Angebot an Lehr- und Lernmaterialien für viele Berufe, wenn überhaupt, nur unzureichend vorhanden und zugänglich ist. Die durch die Landesinstitute bereitgestellten Materialien, aber auch das von den Lehrkräften selbst entwickelte und erprobte Unterrichtsmaterial sowie das in den beruflichen Schulen vor Ort vorhandene Know-how bieten hier große Potenziale, die für einen weiten Adressaten- und Nutzerkreis erschlossen werden können und sollen.

Zielsetzung:

Diese vorhandenen Ressourcen zu erschließen und die daraus resultierenden Synergieeffekte zu nutzen, ist Ziel des „Portals für berufliche Bildung“.

Kern des Konzeptes ist eine zweigliedrige Struktur aus einem offenen und einem geschlossenen Bereich. Die inhaltliche Ausgestaltung des offenen Bereichs liegt in der Verantwortung der Landesinstitute. Der geschlossene Bereich steht allen Lehrerinnen und Lehrern beruflicher Schulen zum Austausch von unterrichtsunterstützenden Materialien und zur Kommunikation und Kollaboration zur Verfügung. Durch diese Zusammenarbeit können Potenziale erschlossen und nutzbar gemacht werden, die zu einer Entlastung der Lehrkräfte, einer Stärkung der Innovationskraft und einer Qualitätssteigerung des Unterrichts führen.

Vernetzte Zukunftslabore Digitalisierung an den Berufsbildenden Schulen

Vernetzte Zukunftslabore an Berufsbildenden Schulen

Vernetzte Zukunftslabore an Berufsbildenden Schulen

Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen entwickeln im Rahmen des Digitalpakt Schule mit dem Projekt „Vernetzte Zukunftslabore“ an zwei berufsbildenden Schulen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen einen innovativen Lehr- und Lernansatz für die berufliche Bildung mit digitaltechnischen Anwendungen (u.a. digitale Zwillinge). Neben dem Schwerpunkt Automatisierungstechnik und AR/VR-Technologien werden auch die Bereiche Informationstechnik, Wirtschaft, Produktdesign und die Berufsbereiche Gesundheit/Pflege/Sozialpädagogik eingebunden.

Dabei steht die Stärkung der beruflichen Handlungskompetenz der Schülerinnen und Schüler durch Digitalisierung und interdisziplinäres Arbeiten im Fokus. Die Vermittlung von Ausbildungsinhalten sowie die für digitale Transformationsprozesse essenziellen Metakompetenzen sollen im Rahmen des Prozesses der Produktplanung, im weiteren Sinne projektbasiert, erfolgen. Damit wird im Sinne konstruktivistischen Lernens eine anwendungsorientierte didaktische Erweiterung von Unterrichtsszenarien abgebildet.

Berufsbildende Schulen werden so zu Entwicklungslaboren, zu „Unternehmen 2.0“. Hier werden Ideen aus arbeitsweltrelevanten Kontexten generiert, diskutiert und auf ihre Umsetzung geprüft. Und nicht nur das, es soll auch automatisiert, produziert und vermarktet werden, was in dieser Denkfabrik für zukunftsfähig und produktionswürdig erachtet wird.

In kollaborativen Strukturen arbeiten die Ausbildungsberufe Metall-, Elektro- mit der Informationstechnik und den angehenden Wirtschaftsexperten zusammen, ebenso werden auch die Schülerinnen und Schüler in der Pflege und in der Sozialpädagogik zu Mitarbeitenden im Zukunftslabor, in dem besonders Einsatzmöglichkeiten digitaler Technologien weiterentwickelt werden.

In jedem Jahr werden länderübergreifend, gemeinsam mit den Kooperationspartnern, mindestens zwei Projekte von der Produktidee bis zur Marktreife vollständig entwickelt und in die Realität umgesetzt.

Die Weiterentwicklung und der notwendige Betrieb des länderübergreifenden vernetzten Digitalisierungslabors werden im Auftrag der Länder Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen durch die beiden Berufsbildenden Schulen, Berufskolleg Höxter sowie BBS Georg-von-Langen-Schule Holzminden, umgesetzt. Die Federführung für das Projekt liegt bei Nordrhein-Westfalen.

Schulsport-Arena

Schulsport-Arena: Zentrale Plattform zur Einbindung, Kommunikation und Umsetzung bundesweiter Schulsportinitiativen und -programme

Schulsport-Arena: Zentrale Plattform zur Einbindung, Kommunikation und Umsetzung bundesweiter Schulsportinitiativen und -programme

Die Schulsport-Arena ist eine zentrale Plattform zur verbesserten didaktischen Einbindung, Kommunikation und Umsetzung bundesweiter Schulsportinitiativen und -programme, insbesondere des Schulsportwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“.

Dabei werden folgende Ziele verfolgt:

1. Unterstützung von Lehrkräften durch die Bündelung von Information und Materialien

Bisher werden bundesweite Schulsportinitiativen und -programme, beispielsweise des Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und seiner Mitgliedsorganisationen, über verschiedenste Plattformen an die Schulen sowie ihre Lehrkräfte kommuniziert und teilweise auch über diese Plattformen organisiert. Die Schulsport-Arena bietet Lehrkräften Informationen, Materialien und methodisch-didaktische Hinweise zu bundesweiten Schulsportinitiativen an einem zentralen Ort an und entlastet Lehrkräfte damit bei deren Recherche. Über eine freiwillige Registrierung wird die Möglichkeit geschaffen, Lehrkräfte über neue Schulsportinitiativen oder Änderungen bestehender Initiativen zu informieren zu informieren.

2. Unterstützung von Lehrkräften bei der methodisch-didaktischen Einbindung von Schulsportinitiativen in den Schulsport

Die Schulsport-Arena unterstützt Lehrkräfte bei der methodisch-didaktischen Einbindung von Schulsportinitiativen in den Schulsport. Sie bietet die Möglichkeit, über visuell dargestellte Begleitmaterialien wie Fotos, Grafiken und Filme folgende Aspekte besonders anschaulich darzustellen:

  • den Aufbau von Spiel- und Übungsstationen,
  • Hinweise zum Helfen und Sichern,
  • Vorschläge zur organisatorischen Umsetzung mit Sportgruppen in Schulsportstätten und
  • Module zur methodisch-didaktischen Hinführung der Schülerinnen und Schüler zum Zielspiel oder zur Zielübung im Rahmen einer Unterrichtsstunde oder Unterrichtseinheit

Dadurch werden Lehrkräfte insbesondere auch darin unterstützt, neue Wettkampf- und Spielformate oder Trendsportarten in den Schulsport aufzunehmen und erfolgreich zu unterrichten.

Darüber hinaus stellt die Plattform Lehrkräften auch unmittelbar im Unterricht einsatzbare Module zur Vermittlung von olympischen Werten und zur Doping-Prävention sowie zur Prävention von Gewalt im Sport zur Verfügung.

3. Unterstützung bei der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Bundesfinals „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ und weiterer bundesweiter Schulsportwettbewerbe

Die Schulsport-Arena unterstützt die Durchführung der Bundesfinalveranstaltungen „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“ und weiterer bundesweiter Schulsportwettbewerbe, verkürzt Arbeitsschritte, gestaltet diese nachhaltiger und optimiert die Kommunikation mit den teilnehmenden Schulen. Schnittstellen zu den entsprechenden Landesportalen sichern die Anschlussfähigkeit zu Wettbewerben auf Ebene der Länder. 

Das Projekt Schulsport-Arena wird durch die Deutsche Schulsportstiftung auf der Basis einer Zuwendung der Länder umgesetzt. Nach der Testphase wird die Plattform von der Deutschen Schulsportstiftung betrieben.

Alle Länder beteiligen sich an dem Projekt Schulsport-Arena. Die Federführung für das Projekt liegt bei Baden-Württemberg.

inklusiv.digital

inklusiv.digital

inklusiv.digital

Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Inbetriebnahme einer modularen Infrastruktur für länder- und phasenübergreifende OER-Inhalte in der Lehrkräftebildung für die Professionalisierung und Vernetzung für Lehrkräfte in inklusiven Schulen.

Basis dieser Entwicklung ist die Plattform SODIX des Instituts für Film und Wissenschaft im Unterricht (FWU), die als ländergemeinsame Bildungsmedien­infrastruktur bereits über grundlegende Funktionen und Schnittstellen verfügt und die nun für die besonderen Bedürfnisse der Lehrkräftebildung und die länder-, institutions- und phasenübergreifende Entwicklung von freien Bildungsmaterialien angepasst werden soll. Im Sinne einer besonderen Nachhaltigkeit wird auf der bestehenden Plattform aufgebaut und insbesondere Funktionen zur Zusammenarbeit in Teams ergänzt.

An dem Projekt sind die Länder Schleswig-Holstein, Berlin, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bremen beteiligt. Die Federführung liegt bei Schleswig-Holstein.