Kultusminister Konferenz

 

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Trinationale Zusammenarbeit: „D-A-CH“

Die trinationale Bildungszusammenarbeit zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz hat eine  jahrzehntelange Tradition. Die formale Grundlage wurde zuletzt durch das Memorandum über die Kooperation im Bildungsbereich zwischen der Ständigen Konferenz der Kultusminister in der Bundesrepublik Deutschland (KMK), der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) und dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (jetzt: Bundesministerium für Bildung und Frauen) der Republik Österreich im Jahr 2012 erneuert.

Schwerpunkte der Kooperation sind die Qualitätsentwicklung im Schulwesen, die berufliche Bildung, die Anerkennung von Abschlüssen und die Abstimmung gemeinsamer Positionen in europäischen und multinationalen Gremien (z.B.OECD). Neben regelmäßigen Informationstreffen sind die so genannten "DACH-Seminare" ein Kernstück der trinationalen Zusammenarbeit. In diesem Rahmen tagen Experten zu bestimmten bildungspolitischen Fragestellungen. Auch Vertreterinnen und Vertreter weiterer deutschsprachiger Länder (Liechtenstein, Luxemburg, Deutschsprachige Gemeinschaft Belgien, Südtirol) werden je nach Bedarf in die DACH-Kooperation einbezogen.

Internationale Kooperationspartner der Kultusministerkonferenz: EDK und CMEC

Die Kultusministerkonferenz arbeitet auf internationaler Ebene im Bildungsbereich eng mit föderal organisierten Staaten zusammen, insbesondere mit der Schweiz und mit Kanada. Deren föderaler Staatsaufbau bestimmt - wie in Deutschland auch - die Verantwortlichkeit für das Bildungswesen, die in der Schweiz bei den Kantonen und in Kanada bei den Provinzen liegt.

Die Koordinierung und Gestaltung des Bildungswesens  auf nationaler Ebene erfolgt in der Schweiz durch die schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) und in Kanada durch den Council of Ministers of Education, Canada (CMEC).

Aufgrund dieser strukturellen Vergleichbarkeit stehen die Kultusministerkonferenz, die EDK sowie der CMEC  auf nationaler und internationaler Ebene vor ähnlichen bildungspolitischen Herausforderungen, die vielfältige Anknüpfungspunkte für die weitere Intensivierung der Kooperation bieten. Vor diesem Hintergrund haben KMK, EDK und CMEC zur Stärkung der institutionellen Zusammenarbeit am 2. März 2016 eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Bereiche der Kooperation sind insbesondere der Informationsaustausch zu Fragen der politischen und administrativen Steuerung des Bildungswesens in dezentralen Systemen sowie Implementationsprozesse. Auch Absprachen im internationalen und multinationalen Kontext (OECD) und UNESCO sind geplant.

 

 

Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK)

Die EDK besteht aus 26 kantonalen Erziehungsdirektorinnen und – Direktoren. Sie ist eine politische Behörde, die die Arbeit der Kantone koordiniert, die auf nationaler Ebene die Hauptverantwortung für Bildung und Kultur tragen.

Die Zusammenarbeit innerhalb EDK basiert auf rechtsverbindlichen, interkantonalen Vereinbarungen (Konkordaten). Die EDK handelt subsidiär und erfüllt Aufgaben, die nicht von den Regionen oder Kantonen wahrgenommen werden können.

Die bilaterale Zusammenarbeit zwischen KMK und EDK umfasst vielfältige Bereiche: Schulwesen, Qualitätssicherung, berufliche Bildung, Anerkennung von Abschlüssen, Auslandsschulwesen, Absprachen im Rahmen multilateraler Organisationen (z.B. OECD) sowie systemische Fragestellungen der bildungspolitischen Steuerung in dezentralen Saaten etc.

Zur Website der EDK

Council of Ministers of Education, Canada (CMEC)

Der CMEC ist eine zwischenstaatliche Einrichtung, die aus den Ministerinnen und Ministern der Provinzen besteht, die in Kanada auf nationaler Ebene für das Bildungswesen zuständig sind. Im Rahmen des CMEC werden insbesondere bildungspolitische Strategien und Maßnahmen von überregionaler Bedeutung beraten und koordiniert. Der CMEC ist auch ein Instrument zur Abstimmung bildungspolitischer Positionen innerhalb Kanadas, die im internationalen und multinationalen Kontext vertreten werden müssen.

Die Kooperation zwischen KMK und CMEC umfasst systemische Aspekte der bildungspolitischen Steuerung in dezentralen Systemen sowie den Austausch über Maßnahmen im Schulbereich (Integration, Migration etc.).

Zur CMEC-Website