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Pressemitteilungen

10.05.2022: Pressemitteilung: Wirkung von Förderprogrammen im Bildungsbereich systematisch prüfen

10.05.2022: Pressemitteilung: Wirkung von Förderprogrammen im Bildungsbereich systematisch prüfen

Wirkung von Förderprogrammen im Bildungsbereich systematisch prüfen

Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) fordert in einem Impulspapier, Leitlinien für das Monitoring und die Evaluation von Förderprogrammen im Bildungsbereich zu entwickeln.

Bonn, 10. Mai 2022. Förderprogramme sind ein wichtiges Instrument, um politische Strategien umzusetzen. Im Bildungsbereich verfolgen sie häufig das Ziel, den Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen zu steigern und soziale Ungleichheiten zu reduzieren. In Deutschland existieren zahlreiche Programme. Jedoch wird deren Wirkung häufig kaum geprüft. Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) empfiehlt daher, Leitlinien für das Monitoring und die Evaluation von Förderprogrammen im Bildungsbereich zu entwickeln.

„Förderprogramme und deren Evaluation sind aufgrund des Zusammenwirkens vieler Akteure auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene sowie in den Bildungseinrichtungen komplex. Ein erster Schritt zur Entwicklung von Leitlinien könnte ein Fachgespräch sein, das die Kultusministerkonferenz gemeinsam mit der SWK unter Beteiligung des Bundes ausrichtet. Gegenstand des Treffens sollte sein, wie sich Bildungsprogramme so evaluieren lassen, dass wir möglichst viel über ihre Wirksamkeit lernen“, erklärt Prof. Dr. Felicitas Thiel, Professorin für Schulpädagogik und Schulentwicklungsforschung an der Freien Universität Berlin und Co-Vorsitzende der SWK.

Häufig erfolgen statt Wirkungsanalysen mit einer klaren Definition der Ziele und Indikatoren Fallstudien und Befragungen mit subjektiven Einschätzungen zum Erfolg des Programms. In anderen Ländern oder Politikfeldern gibt es umfangreiche Erfahrungen, etwa mit so genannten Ex ante Evaluationen. Sie bewerten vor der Einführung eines Programms, ob Ziele und Bedarfe zueinander passen, ob sich das Programm gut umsetzen lässt sowie ob Kosten und Nutzen in einem sinnvollen Verhältnis stehen.

„Auch im Bildungsbereich ist die Wirksamkeit bei einigen Maßnahmen bereits gut erforscht. Dieses Wissen sollte künftig stärker in die Entwicklung von Programmen einfließen“, fordert Prof. Dr. Olaf Köller, wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaft und Mathematik (IPN) und Co-Vorsitzender der SWK. „Während der Laufzeit des Programms ist ein kontinuierliches Monitoring entscheidend. Auf Grundlage dieser Daten können die Programme im Anschluss evaluiert werden, um daraus Schlussfolgerungen für künftige Maßnahmen abzuleiten“, so Olaf Köller weiter.

 

Weitere Informationen

Das vollständige Impulspapier „Entwicklung von Leitlinien für das Monitoring und die Evaluation von Förderprogrammen im Bildungsbereich“ können Sie hier herunterladen: https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/KMK/SWK/2022/SWK-2022-Impulspapier_Monitoring.pdf

 

Über die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK)

Die Ständige Wissenschaftliche Kommission (SWK) ist ein unabhängiges wissenschaftliches Beratungsgremium der Kultusministerkonferenz. Ihr gehören 16 Bildungsforscher*innen aus unterschiedlichen Disziplinen an. Die SWK berät die Länder zu bildungspolitischen Fragen. Sie identifiziert bestehende Herausforderungen und gibt evidenzbasierte Empfehlungen für deren Lösung. Dabei nimmt die Kommission eine interdisziplinäre, längerfristige und systemische Perspektive ein. Die SWK bindet externe Sachverständige in ihre Arbeit ein und hört Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung, Bildungspraxis und Zivilgesellschaft an. Eine Geschäftsstelle unterstützt die Kommission bei ihrer Arbeit.

Weitere Informationen unter www.swk-bildung.org

 

Kontakt

Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (KMK)
Geschäftsstelle
Anna Niewerth
anna.niewerth@swk.kmk.org
Tel. 0228-501-702

29.03.2022: Pressemitteilung: SWK gibt Empfehlungen zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine

SWK gibt Empfehlungen zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine

SWK gibt Empfehlungen zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine

Bonn, 29. März 2022. Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) hat eine Stellungnahme zur Integration geflüchteter ukrainischer Kinder und Jugendlicher in Kitas und Schulen veröffentlicht. „Die Kernforderung ist: Alle Kinder und Jugendlichen sollten so bald wie möglich nach ihrer Ankunft die Kita oder Schule besuchen. Dort können sie Deutsch lernen, ihren Bildungsweg fortsetzen, Kontakte zu Gleichaltrigen knüpfen und Hilfe bei der Bewältigung möglicher Traumata erhalten“, erklärt Prof. Dr. Olaf Köller, wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaft und Mathematik (IPN) und Co-Vorsitzender der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK).

Davon ausgehend formuliert die Stellungnahme konkrete Empfehlungen für die folgenden Themen:

  1. Unterstützung bei der Verarbeitung traumatischer Erfahrungen
  2. Sprachförderung in der Bildungssprache Deutsch und Zugang zum Fachunterricht
  3. Bildungsangebote in ukrainischer Sprache als unterrichtsergänzende Angebote
  4. Förderung der Integration in neue Freundschaftsnetzwerke
  5. Entwicklung von Qualifizierungs- und Weiterbildungsangeboten für ukrainische Lehrkräfte
  6. Möglichkeiten der digitalen Beschulung und Prüfungen auf der Grundlage der ukrainischen Curricula

Wir müssen davon ausgehen, dass 25 bis 35 Prozent der Kinder und Jugendlichen aus der Ukraine unter schweren psychischen Belastungen leiden. Aus der Forschung wissen wir, dass neben der Familie positive Kontakte mit Gleichaltrigen wesentliche Schutzfaktoren sind. Umso wichtiger ist es, den Kita- und Schulbesuch zu ermöglichen und schulbasierte Angebote für die Bewältigung psychischer Belastungen zu schaffen. Die aus der Ukraine geflüchteten Lehrkräfte, Therapeuten und pädagogischen Fachkräfte sollten nach Möglichkeit von Beginn an einbezogen werden“, erklärt Prof. Dr. Felicitas Thiel, Professorin für Schulpädagogik und Schulentwicklungsforschung an der Freien Universität Berlin und Co-Vorsitzende der SWK.

„Wichtig ist eine hochwertige Sprachförderung, ob in der Vorbereitungs- oder in der Regelklasse. Sie darf auch dann nicht enden, wenn die Schülerinnen und Schüler komplett in den Regelunterricht wechseln. Neben dem Deutsch lernen ist es wichtig, die Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler zu ermitteln, und zwar unabhängig von den Sprachkenntnissen, damit sie das fachliche Lernen auf ihrem Niveau fortführen können“, ergänzt Prof. Dr. Michael Becker-Mrotzek, Direktor des Mercator-Instituts für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache und ebenfalls Mitglied der SWK.

„Gleichzeitig sollten den geflüchteten Kindern und Jugendlichen Bildungsangebote in ihrer Herkunftssprache zur Verfügung gestellt werden. Dies ist nicht nur wichtig, damit sie nach einer möglichen Rückkehr in die Ukraine gut weiterlernen können, sondern auch für eine fundierte Auseinandersetzung mit der Geschichte und Kultur ihres Herkunftslandes. Das Angebot könnte sich am Modell des herkunftssprachlichen Unterrichts orientieren, der in den meisten Ländern existiert, und unter Einbeziehung geeigneter zivilgesellschaftlicher Akteure umgesetzt werden“, empfiehlt Prof. Dr. Petra Stanat, wissenschaftlicher Vorstand des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) und Mitglied der SWK.

„Ukrainische Fachkräfte sollten die Chance haben, möglichst schnell und unkompliziert unterrichtsergänzende Bildungsangebote zu übernehmen. Dafür brauchen sie begleitende Fortbildungen und Mentoring-Angebote, um sich in dem neuen Schulsystem zurecht zu finden. Ukrainischen Lehrkräften sollte zudem orientiert an den Programmen für syrische Lehrkräfte die Perspektive einer dauerhaften Lehrtätigkeit an deutschen Schulen eröffnet werden“, so Prof. Dr. Thilo Kleickmann, Leiter der Abteilung Schulpädagogik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und Mitglied der SWK.

Die SWK plant eine weitere Stellungnahme, die sich mit der Integration von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in das Berufsbildungssystem beschäftigen wird.

 

Weitere Informationen

Die komplette Stellungnahme „Unterstützung geflüchteter Kinder und Jugendlicher aus der Ukraine durch rasche Integration in Kitas und Schulen“ finden Sie hier: https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/KMK/SWK/2022/SWK-Stellungnahme_Ukraine.pdf

Das gemeinsame Pressestatement von SWK und SVR vom 21.03. finden Sie hier: https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/KMK/SWK/220321_Pressestatement_SWK_SVR_Ukraine_Bildung.pdf

 

Über die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK)

Die Ständige Wissenschaftliche Kommission (SWK) ist ein unabhängiges wissenschaftliches Beratungsgremium der Kultusministerkonferenz. Ihr gehören 16 Bildungsforscher*innen aus unterschiedlichen Disziplinen an. Die SWK berät die Länder zu bildungspolitischen Fragen. Sie identifiziert bestehende Herausforderungen und gibt evidenzbasierte Empfehlungen für deren Lösung. Dabei nimmt die Kommission eine interdisziplinäre, längerfristige und systemische Perspektive ein. Die SWK bindet externe Sachverständige in ihre Arbeit ein und hört Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung, Bildungspraxis und Zivilgesellschaft an. Eine Geschäftsstelle unterstützt die Kommission bei ihrer Arbeit.

Weitere Informationen unter www.swk-bildung.org

 

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anna.niewerth@swk.kmk.org
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21.03.2022: Gemeinsame Pressemitteilung von SWK und SVR: Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine rasch Kita- und Schulbesuch ermöglichen

21.03.2022: Gemeinsame Pressemitteilung von SWK und SVR: Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine rasch Kita- und Schulbesuch ermöglichen

Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine rasch Kita- und Schulbesuch ermöglichen

In den kommenden Wochen werden voraussichtlich hunderttausende Kinder und Jugendliche aus der Ukraine nach Deutschland flüchten. Für sie stellt der Schul- und Kitabesuch einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu Normalität und Alltag dar. Er sollte daher möglichst bald nach der Ankunft in Deutschland erfolgen. Das fordern die Ständige Wissenschaftliche Kommission (SWK) der Kultusministerkonferenz und der Sachverständigenrat für Integration und Migration (SVR).

Bonn/Berlin, 21. März 2021. „Die Erfahrung mit früheren Fluchtbewegungen lehrt, dass sich bei einem Teil der Geflüchteten der Aufenthalt verstetigt, auch wenn derzeit viele Ukrainerinnen und Ukrainer auf eine baldige Rückkehr hoffen. Die frühe Integration in das Bildungssystem ist aber unabhängig von der Frage nach Rückkehr oder Verbleib wichtig. Sie bietet den Betroffenen schon kurz nach Ankunft ein Stück Normalität und Alltag, sie beugt zugleich späteren Ungleichheiten zwischen Kindern und Jugendlichen mit und ohne Fluchthintergrund vor – und sie stärkt bestehende Verbindungen zwischen der Ukraine und Deutschland“ erklärt Claudia Diehl, Mitglied der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission (SWK) der Kultusministerkonferenz.

„Bei der Integration ins Bildungssystem gilt es sowohl Isolation als auch Segregation ukrainischer Kinder und Jugendlicher zu vermeiden. Dies bedeutet konkret, den Einrichtungen weder einzelne noch eine sehr große Gruppe von Kindern zuzuweisen“, so Claudia Diehl weiter. Dabei muss darauf geachtet werden, dass Schulen, die beispielsweise aufgrund eines hohen Lehrkräftemangels bereits stark belastet sind, nicht zusätzlich beansprucht werden.

„Der Unterricht kann bei jüngeren Kindern in der Grundschule und den ersten Jahren der Sekundarstufe in den Regelklassen erfolgen. In etwa der Hälfte der Schulstunden erhalten sie Unterricht in Deutsch“, empfiehlt Michael Becker-Mrotzek, ebenfalls Mitglied der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission. „Ältere Schülerinnen und Schüler können auch in eigenen Vorbereitungsklassen, den sogenannten Willkommenskassen, unterrichtet werden. Bei einem längeren Aufenthalt sollten sie aber nach etwa einem Jahr in eine Regelklasse wechseln und dort weiter gezielt beim Erwerb des Deutschen unterstützt werden“, so Becker-Mrotzek weiter. Für Schülerinnen und Schüler, die vor der Flucht kurz vor einem Schulabschluss standen, sind fluchtbedingte Unterbrechungen der Bildungskarriere besonders belastend. Hier sollten Möglichkeiten ausgelotet werden, wie Jugendliche ihren Abschluss schnellstmöglich auch von Deutschland aus erwerben können.

Auch die aufnehmenden Schulklassen gilt es in den Blick zu nehmen, so Birgit Leyendecker, Mitglied des Sachverständigenrats für Integration und Migration (SVR): „Viele deutsche Schülerinnen und Schüler haben den Krieg in der Ukraine wahrgenommen. Es ist dennoch wichtig, sie vor der Ankunft geflüchteter Mitschülerinnen und Mitschüler über die Hintergründe der aktuellen Fluchtbewegung zu informieren, damit sie ein Verständnis für deren Situation entwickeln, sie willkommen heißen und nach Kräften unterstützen.“

Anders als der Schulbesuch ist der Kitabesuch in Deutschland nicht verpflichtend, die Plätze sind oft knapp. Gleichzeitig bietet die frühe Bildung aber gerade für neu in Deutschland ankommende Kinder wichtige Gelegenheiten, um sie auf den Schulbesuch vorzubereiten und ihren Alltag zu strukturieren. Kitas können zudem familiär bedingte Ungleichheiten in Lernumgebung und Freizeitmöglichkeiten abfedern. Der Kitabesuch schafft außerdem für Mütter Freiräume und ermöglicht diesen, Sprachkurse zu besuchen oder sich auf den Einstieg in den Arbeitsmarkt vorzubereiten. „Aus der Ukraine kommen derzeit vor allem Frauen und Kinder. Die Integrationskursangebote müssen darauf reagieren, hier ist Kinderbetreuung zentral. Wenn die Mütter nicht wissen, wie ihre Kinder in der Zeit versorgt sind, werden sie keine Integrationskurse besuchen“, so Petra Bendel, Vorsitzende des SVR. Die Geflüchteten sollten bei der Suche nach einem Betreuungsplatz unterstützt werden.

Die im Zuge der Pandemie ergriffenen Eindämmungsmaßnahmen haben den Spracherwerb bereits in Deutschland lebender Geflüchteter erschwert. So wurden viele Sprachkurse teilweise online abgehalten oder ausgesetzt. So wichtig es ist, ukrainischen Müttern möglichst schnell den Sprachkursbesuch zu ermöglichen: Dies sollte nicht zu Lasten der früher Zugezogenen geschehen. Vielmehr sollte das Sprachkursangebot insgesamt ausgedehnt und speziell an die Zielgruppe geflüchteter Frauen ausgerichtet werden. Dies ist nicht nur wichtig für den Spracherwerb, sondern dient auch dem Aufbau von sozialen Netzwerken.

Bei der Bewältigung dieser aktuellen Herausforderung für das deutsche Bildungssystem kann ukrainisches, pädagogisch qualifiziertes Personal eine wichtige Rolle spielen. Schon bevor Anerkennungsfragen abschließend geklärt sind, sollten Möglichkeiten geschaffen werden, diese in den Kita- und Schulalltag einzubeziehen. Dies kann Lehrpersonal entlasten und dabei helfen, Kontakt zu ukrainischen Eltern zu halten, Nachmittagsangebote zu ermöglichen, Kinder mit psychischen oder sozialen Problemen zu identifizieren und zu unterstützen und es denjenigen ohne Deutschkenntnissen erleichtern, dem Fachunterricht zu folgen.

Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz arbeitet aktuell an einer Stellungnahme mit konkreten Empfehlungen.

 

Die Pressemitteilung können Sie hier als PDF herunterladen.

 

Bei Fragen sprechen Sie uns gern an:

Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (KMK)
Geschäftsstelle
Dr. Isabelle Sieh
Tel. 0228-501-701
E-Mail:isabelle.sieh@swk.kmk.org

Sachverständigenrat für Integration und Migration (SVR)
Meike Giordono-Scholz
Kommunikation SVR gGmbH
Mobiltelefon: 0170 635 7164
E-Mail: presse@svr-migration.de

 

Über die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz
Die Ständige Wissenschaftliche Kommission (SWK) ist ein unabhängiges wissenschaftliches Beratungsgremium der Kultusministerkonferenz. Ihr gehören 16 Bildungsforscher*innen aus unterschiedlichen Disziplinen an. Vorsitzende der SWK sind seit Mai 2021 Prof. Dr. Felicitas Thiel (FU Berlin) und Prof. Dr. Olaf Köller (IPN Kiel). Die SWK berät die Länder bei der Weiterentwicklung des Bildungswesens. Sie identifiziert bestehende Probleme und gibt evidenzbasierte Empfehlungen für deren Lösung. Dabei nimmt die Kommission eine interdisziplinäre, längerfristige und systemische Perspektive ein. Expert*innen und Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung, Bildungspraxis und Zivilgesellschaft werden in Hearings einbezogen.

Weitere Informationen unter www.swk-bildung.org

 

Über den Sachverständigenrat

Der Sachverständigenrat für Integration und Migration ist ein unabhängiges und interdisziplinär besetztes Gremium der wissenschaftlichen Politikberatung. Mit seinen Gutachten soll das Gremium zur Urteilsbildung bei allen integrations- und migrationspolitisch verantwortlichen Instanzen sowie der Öffentlichkeit beitragen. Dem SVR gehören neun Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen und Forschungsrichtungen an: Prof. Dr. Petra Bendel (Vorsitzende), Prof. Dr. Daniel Thym (Stellvertretender Vorsitzender), Prof. Dr. Viola B. Georgi, Prof. Dr. Marc Helbling, Prof. Dr. Birgit Leyendecker, Prof. Dr. Steffen Mau, Prof. Panu Poutvaara, Ph.D., Prof. Dr. Sieglinde Rosenberger und Prof. Dr. Hans Vorländer.

Weitere Informationen unter: www.svr-migration.de

 

13.12.2021: Pressemitteilung: Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz verabschiedet erstes Arbeitsprogramm

13.12.2021: Pressemitteilung: Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz verabschiedet erstes Arbeitsprogramm

Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) hat ihr erstes Arbeitsprogramm für das Jahr 2022 verabschiedet. Schwerpunkte sind Grundschule und Digitalisierung.

Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) hat heute (13.12.) gemeinsam mit der Präsidentin der Kultusministerkonferenz ihr Arbeitsprogramm für das Jahr 2022 vorgestellt. Schwerpunkte der Arbeit werden die Themen „Perspektiven für die Grundschule 2030“ und „Bildung und Unterricht in der digitalen Transformation“ sein. Zu beiden Themen wird das Gremium aus 16 Bildungsforscher*innen Gutachten mit Handlungsempfehlungen zur Umsetzung und Finanzierbarkeit vorlegen.

Professorin Felicitas Thiel, Vorsitzende der SWK und Professorin für Schulpädagogik und Schulentwicklungsforschung an der Freien Universität Berlin: „Deutschlandweit verlassen noch immer zu viele Kinder die Grundschule, ohne ausreichend lesen und schreiben zu können. Daher werden wir uns der Frage widmen, wie der Unterricht aussehen muss, um alle Kinder, unabhängig von Wohnort, Herkunft und Elternhaus, bestmöglich zu fördern und fordern.“

Professor Olaf Köller, Vorsitzender der SWK und wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN): „Die Digitalisierung hat durch die Pandemie einen Schub erfahren. Jetzt geht es darum, aus dem Flickenteppich an Maßnahmen und Ideen ein wirksames Gesamtkonzept zu entwickeln. Mit dem Gutachten wollen wir aufzeigen, welche Dimensionen digitale Bildung umfasst und wie alle Akteure im Bildungssystem gemeinsam dafür sorgen können, dass Kinder und Jugendliche die notwendigen Kompetenzen auch erwerben.“

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Ministerin für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, Britta Ernst: „Die Grundlage für unserer bevorstehende Zusammenarbeit wird dieses abgestimmte Arbeitsprogramm sein. Uns verbindet dabei ein hohes Interesse an der Weiterentwicklung unseres Bildungswesens, so dass die nachfolgenden Generationen die Herausforderungen der Zukunft und einer sich wandelnden Welt gut meistern können. Dabei wird die Ständige Wissenschaftliche Kommission für die Länder künftig ein wichtiger Berater und Impulsgeber sein.“

Künftig gilt das Arbeitsprogramm jeweils für zwei Jahre. Themenvorschläge können sowohl aus der SWK als auch aus der Kultusministerkonferenz kommen. Die Kultusministerkonferenz berät in ihren Sitzungen über das Arbeitsprogramm. In diesem Jahr hat die SWK bereits zwei Stellungnahmen vorgelegt mit Empfehlungen zur Umsetzung des Aktionsprogramms des Bundes „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ und zur „Weiterentwicklung der KMK-Strategie ‚Bildung in der digitalen Welt‘“.

Über die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK)

Die Ständige Wissenschaftliche Kommission (SWK) ist ein unabhängiges wissenschaftliches Beratungsgremium der Kultusministerkonferenz. Ihr gehören 16 Bildungsforscher*innen aus unterschiedlichen Disziplinen an. Die SWK berät die Länder bei der Weiterentwicklung des Bildungswesens. Sie identifiziert bestehende Probleme und gibt evidenzbasierte Empfehlungen für deren Lösung. Dabei nimmt die Kommission eine interdisziplinäre, längerfristige und systemische Perspektive ein. Expert*innen und Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung, Bildungspraxis und Zivilgesellschaft werden in Hearings einbezogen Die Geschäftsstelle der SWK hat im Oktober die Arbeit aufgenommen. Sie unterstützt die Kommission bei ihrer Arbeit.

Weitere Informationen unter https://www.kmk.org/kmk/staendige-wissenschaftliche-kommission/

Das Arbeitsprogramm der SWK für das Jahr 2022 können Sie hier herunterladen

Die Stellungnahme „Pandemiebedingte Lernrückstände aufholen – Unterstützungsmaßnahmen fokussieren, verknüpfen und evaluieren“ mit Empfehlungen zur Umsetzung des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ finden Sie hier

Die Stellungnahme „Weiterentwicklung der KMK-Strategie ‚Bildung in der digitalen Welt‘“ finden Sie hier

Kontakt

Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (KMK)
Geschäftsstelle
Anna Niewerth
anna.niewerth@swk.kmk.org
Tel. 0228-501-702

Kultusministerkonferenz
Pressestelle
Torsten Heil
Torsten.heil@kmk.org
Tel. 030 25418 – 462

09.12.2021: Presseeinladung: Vorstellung des Arbeitsprogramms 2022 am 13.12.2021 um 9 Uhr

09.12.2021: Presseeinladung: Vorstellung des Arbeitsprogramms 2022 am 13.12.2021 um 9 Uhr

Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) hat im Mai 2021 ihre Arbeit aufgenommen. Sie berät die Länder bei aktuellen Herausforderungen und der Weiterentwicklung des Bildungswesens. Zur Vorstellung des Arbeitsprogramms und der inhaltlichen Schwerpunkte für das Jahr 2022 möchten wir Sie herzlich einladen am 13.12.2021 um 9:00 Uhr im Rahmen einer virtuellen Pressekonferenz.

An der Pressekonferenz nehmen teil:

  • Prof. Dr. Felicitas Thiel, Co-Vorsitzende der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) und Professorin für Schulpädagogik und Schulentwicklungsforschung an der Freien Universität Berlin
  • Britta Ernst, Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) und Ministerin für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Wir bitten um Anmeldung per E-Mail bis Freitag, 10.12.2021, 15.00 Uhr, an anna.niewerth@swk.kmk.org. Den Link zur Webex-Videokonferenz senden wir Ihnen nach Anmeldung zu.

Über Ihre Teilnahme und Berichterstattung freuen wir uns.

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Weitere Informationen unter https://www.kmk.org/kmk/staendige-wissenschaftliche-kommission/