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Presse

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Pressemitteilungen

19.09.2022: Pressemitteilung: SWK sieht weiteren Handlungsbedarf bei Digitalisierung des Bildungssystems

19.09.2022: Pressemitteilung: SWK sieht weiteren Handlungsbedarf bei Digitalisierung des Bildungssystems

Gemeinsame Pressemitteilung von SWK und KMK

SWK sieht weiteren Handlungsbedarf bei Digitalisierung des Bildungssystems

Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) gibt in ihrem Gutachten Digitalisierung im Bildungssystem Handlungsempfehlungen von der Kita bis zur Hochschule.

Berlin/Bonn, 19.09.2022. Die Ständige Wissenschaftliche Kommission hat heute (19.09.2022) gemeinsam mit der Kultusministerkonferenz (KMK) ihr Gutachten Digitalisierung im Bildungssystem vorgestellt. Darin macht sie einen großen Handlungsbedarf aus bei der Anpassung von Bildungsinhalten, der Entwicklung forschungsbasierter Lernmaterialien in nachhaltigen Strukturen sowie der Aus- und Fortbildung von Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften. In dem Gutachten empfiehlt die Kommission Maßnahmen für Kita, Schule, berufliche Bildung, Lehrkräftebildung und Hochschulbildung. Als Voraussetzung für deren Umsetzung betont sie den Stellenwert einer leistungsfähigen und verlässlichen digitalen Infrastruktur und eines rechtlichen Rahmens.

„Um das Bildungssystem in unserer digitalisierten Welt weiterzuentwickeln, sind trotz aller Fortschritte auch weiterhin enorme Kraftanstrengungen nötig. Gerade deshalb sollte sich die Bildungspolitik auf allen Ebenen auf einen langfristigen, gemeinsamen Entwicklungsplan einigen und Etappenziele festlegen“, fasst Prof. Dr. Olaf Köller, wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaft und Mathematik (IPN) und Co-Vorsitzender der SWK, die Empfehlungen zusammen.

Karin Prien, Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Ministerin für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein: „Wir danken der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission für ihre systematische Aufarbeitung des Themas Digitalisierung im Bildungssystem für alle Bildungsphasen. Das Gutachten fokussiert die in allen Lebensbereichen bestehenden Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung für den Bildungsbereich klar und bietet mit den 14 Handlungsempfehlungen interessante Impulse für die weitere politische Umsetzung, die wir nun intensiv diskutieren müssen. Es freut mich sehr, dass das Gutachten die KMK-Empfehlungen von 2016 und 2021 als richtungsweisend für das Thema Digitalisierung im Bildungssystem ansieht. Die in den letzten Jahren – durch die Corona-Pandemie beschleunigten – Anstrengungen der Länder gilt es nun mit Hilfe des Gutachtens zu prüfen und weiter voranzubringen. Wie die Kommission sind wir auch der Überzeugung, dass die Digitalisierung ein sehr zentraler, zugleich aber auch langer Prozess der Weiterentwicklung des Bildungssystems in allen Bildungsetappen sein wird. Ganz besonders hervorheben möchte ich, dass Digitalisierung erstmals systematisch mit Beginn der frühkindlichen Bildung betrachtet wird. Nicht erst durch die Erkenntnisse aus diesem Gutachten wird deutlich, dass wir zukünftig eine neue Qualität der Zusammenarbeit zwischen frühkindlicher und schulischer Bildung benötigen und das auch neue Formen der Zusammenarbeit von Kita bis Hochschule erfordert.“

Bildungsinhalte verändern: digitale Kompetenzen und Pflichtfach Informatik

In ihrem Gutachten kommt die Kommission zu dem Schluss, dass die Vermittlung digitaler Kompetenzen und Informatikinhalte noch nicht ausreichend in den Bildungsplänen verankert sind. Für den frühkindlichen Bereich empfiehlt die SWK, digitale Bildung verpflichtend in die Bildungspläne aller Länder aufzunehmen. So gibt es Belege, dass der Einsatz von Apps in den einzelnen Bildungsbereichen lernförderlich ist, z. B. für dialogisches Vorlesen oder digitale Mikroskope im naturwissenschaftlichen Bereich, wenn sie didaktisch sinnvoll eingesetzt werden. In der Grundschule sollten Informatikinhalte, etwa die Funktionsweise von Robotern, im Sachunterricht vorkommen. Ab der fünften Klasse schlägt die Kommission Informatik als Pflichtfach in allen Ländern ab dem Schuljahr 2024/25 vor. Die berufliche Bildung sollte angehende Fachkräfte in allen Berufen stärker dafür ausbilden, technologische Entwicklungen zu durchschauen und entsprechend zu handeln. Dafür sollten enge Berufszuschneidungen aufgelöst werden. Auch für den so genannten Übergangssektor, der auf eine spätere Ausbildung vorbereitet, rät die Kommission, die Vermittlung digitaler Kompetenzen so zu verankern, dass die Bildungsgänge anschlussfähig sind für die reguläre Berufsausbildung.

Forschungsbasierte Lernmaterialien entwickeln, dauerhafte Strukturen schaffen

Weiterhin empfiehlt die SWK die dauerhafte Einrichtung bzw. den Ausbau länderübergreifender Strukturen in Form von Zentren für digitale Bildung (ZdB). Sie sollen Material für unterschiedliche Schulformen und -stufen entwickeln, bereitstellen, Schulen bei deren Einsatz begleiten und die Länder bei der Entwicklung und Implementierung von Fortbildungsprogrammen für Lehrkräfte unterstützen. Für die berufliche Bildung und die Hochschulen sollten länderübergreifende Strukturen diese Aufgabe ebenfalls stärker übernehmen. „Es kann nicht sein, dass jede einzelne Lehrkraft oder jeder einzelne Dozierende Materialien erstellen und didaktische Fragen ebenso berücksichtigen muss wie Fragen des Datenschutzes und der Urheberrechte. Sie sollten auf geprüfte und didaktisch sinnvolle Materialien zugreifen können“, fordert Prof. Dr. Ulrike Cress, Direktorin des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM), Mitglied der SWK und AG-Vorsitzende für das Gutachten.

Professionalisierung des Bildungspersonals

„Im Feld der Digitalisierung hat die Professionalisierung des Bildungspersonals unter den Bedingungen des Fachkräftemangels einen herausragenden Stellenwert. Die Empfehlungen der Kommission zielen drauf, zentrale digitalisierungsbezogene Inhalte verbindlich in der Aus- und Fortbildung zu verankern und gleichzeitig konkrete Fortbildungsprogramme und -maßnahmen zu verstetigen bzw. aufzulegen“, erklärt Olaf Köller weiter.

So rät die SWK den Ländern, einen gemeinsamen Referenzrahmen für die Lehrkräftebildung zu entwickeln und umzusetzen. Dieser sollte festlegen, welche Inhalte, z. B. digitale Bildung und Informatik, aber auch welche Querschnittsthemen, wie Schulentwicklung und Heterogenität, im Studium, im Referendariat und in der Fortbildung vermittelt werden müssen. Um den Bedarf an Informatiklehrkräften zu decken, empfiehlt die SWK das Einfach-Lehramt für Informatik einzuführen und weitere Qualifikationsprogramme für Quer- und Seiteneinsteigerinnen und -einsteiger. An den Hochschulen müssten Dozierende durch technischen und fachdidaktischen Support unterstützt werden. „Gute digital unterstützte Lehre aktiviert Studierende und kann weit mehr als das, was in den Coronasemestern praktiziert wurde“, so Ulrike Cress.

Ties Rabe, A-Länderkoordinator und Hamburgs Senator für Schule und Berufsbildung: „Die Ständige Wissenschaftliche Kommission gibt mit diesem Gutachten wichtige und konkrete Handlungsempfehlungen. Dazu zählt insbesondere der Vorschlag, in allen Bundesländern in der Mittelstufe das Schulfach Informatik einzuführen. Ich finde diesen Vorschlag sinnvoll. Es ist allerdings ein umfangreiches Unterfangen, bedeutet es doch, dass in anderen Schulfächern Stunden gestrichen werden müssen, um Informatik zu ermöglichen. Zudem müssen wir zusätzliche Lehrkräfte gewinnen, neue Bildungspläne und Unterrichtsmaterial entwickeln. Aber dennoch wird hier sehr klar, dass wir wesentlich stärker als bisher die informatische Grundbildung in der Schule verankern müssen. Deshalb ist es ein wichtiger und kluger Vorschlag.”

Prof. Dr. R. Alexander Lorz, B-Länderkoordinator und Hessischer Kultusminister: „Die Notwendigkeit, in unseren Anstrengungen für die Weiterentwicklung der digitalen Unterrichts-angebote nicht nachzulassen, ist uns in den Ländern sehr bewusst. Digitalisierung betrifft aus unserer Perspektive alle Fächer – auch wenn ein Leitfach hier Gutes leisten kann. Bei neuen Unterrichtsinhalten und -angeboten stellt sich aber stets die Frage, auf welche anderen wir stattdessen verzichten können. Hier erhoffen wir uns ebenso Hinweise und Empfehlungen der Wissenschaft, da man nicht alles, was Schule künftig leisten soll, immer noch obendrauf packen kann.“

Die Empfehlungen auf einen Blick

Empfehlungen für die frühe Bildung in der Kita

1. Digitale Medienbildung als Bildungsziel in die Rahmen- und Orientierungspläne aufnehmen

2. Infrastruktur schaffen und Lehr-Lernmaterialien zur Verfügung stellen

3. Aus- und Weiterbildung des frühpädagogischen Bildungspersonals

Empfehlungen für allgemeinbildende Schulen

4. Dauerhafte Einrichtung länderübergreifender Zentren für digitale Bildung (ZdB)

5. Einführung eines (Pflicht-)Faches Informatik und entsprechender Lehrkräfteausbildung in allen Ländern

Empfehlungen für die berufliche Bildung

6. Modernisierung der Bildungsziele und Curricula

7. Weiterentwicklung des Prüfungswesens

8. Stärkung der Wissenschaftsorientierung durch den Aufbau einer Struktur aus Clearing, Transfer und Leading Houses

Empfehlungen für die Lehrkräftebildung

9. Implementation digitalisierungsbezogener Inhalte und mediendidaktischer Inhalte sowie informatischer Grundlagen in der Lehrkräftebildung

10. Strukturelle Weiterentwicklung der hochschulischen Lehrkräfteausbildung

11. Strukturelle Stärkung der Lehrkräftefortbildung und eine stärker wissenschaftsorientierte Ausrichtung

Empfehlungen für die Hochschulbildung

12. Stärkung digitaler Kompetenzen bei Studierenden und Dozierenden

13. Technische, räumliche, fachdidaktische und rechtliche Strukturen aufbauen und verstetigen

14. Standortspezifische und hochschulübergreifende Lehr- und Digitalisierungsstrategien entwickeln

Weitere Informationen

Eine Zusammenfassung des Gutachtens können Sie hier herunterladen: https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/KMK/SWK/2022/SWK-2022-Gutachten_Digitalisierung_Zusammenfassung.pdf

Die Langfassung des Gutachtens ist hier verfügbar: https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/KMK/SWK/2022/SWK-2022-Gutachten_Digitalisierung.pdf

Kontakt

Anna Niewerth
Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK)
Geschäftsstelle
0228 501 702
anna.niewerth@swk.kmk.org
www.swk-bildung.org

Torsten Heil
Sekretariat der Kultusministerkonferenz
030 25418 462
torsten.heil@kmk.org
www.kmk.org

06.09.2022: Presseeinladung: Vorstellung des SWK-Gutachtens "Digitalisierung im Bildungssystem" am 19.09.2022, 8.45 bis 9.45 (via Webex)

06.09.2022: Presseeinladung. Vorstellung des SWK-Gutachtens "Digitalisierung im Bildungssystem" am 19.09.2022, 8.45 bis 9.45 (via Webex)

Die Ständige Wissenschaftliche Kommission (SWK) der Kultusministerkonferenz stellt am 19.09.2022 ihr Gutachten „Digitalisierung im Bildungssystem“ vor. Kern des Gutachtens sind Handlungsempfehlungen für konkrete Schritte und Maßnahmen von der Kita bis zur Hochschule, u. a. zu folgenden Fragen: Wie kann die Entwicklung und Bereitstellung fachlicher Inhalte mit digitalen Medien erfolgen? Welche Rolle sollte Informatik in der frühen Bildung und in der Schule spielen? Wie kann die Aus- und Fortbildung des pädagogischen Personals gelingen?

Für die Vorstellung des Gutachtens laden SWK und KMK zu einer gemeinsamenPressekonferenz am 19.09.2022 von 8.45 bis 9.45 Uhr (via Webex) ein.

Ihre Gesprächspartner:innen sind:

  • Prof. Dr. Olaf Köller, Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) und Co-Vorsitzender der SWK
  • Prof. Dr. Ulrike Cress, Direktorin des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM), Mitglied der SWK und AG-Vorsitzende für das Gutachten
  • Karin Prien, Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Ministerin für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein
  • Ties Rabe, A-Länderkoordinator und Hamburgs Senator für Schule und Berufsbildung
  • Prof. Dr. R. Alexander Lorz, B-Länderkoordinator und Hessischer Kultusminister

Bitte geben Sie uns bis zum 16.09.2022 per Mail an anna.niewerth@swk.kmk.org Bescheid, ob Sie an dem Termin teilnehmen werden. Die Einwahldaten erhalten Sie nach Anmeldung separat per E-Mail.

Am gleichen Tag findet zudem eine digitale Veranstaltung für die Fachöffentlichkeit (SWK Talk „Digitalisierung im Bildungssystem“, 13.30 bis 14.30 Uhr) statt. Weitere Informationen finden Sie hier: https://pretix.eu/swk/swktalk-s1/

Ansprechpartner:innen

Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (KMK)
Geschäftsstelle
Anna Niewerth
0228 501 702
anna.niewerth@swk.kmk.org

Sekretariat der Kultusministerkonferenz
Torsten Heil
030 25418 462
torsten.heil@kmk.org

10.05.2022: Pressemitteilung: Wirkung von Förderprogrammen im Bildungsbereich systematisch prüfen

10.05.2022: Pressemitteilung: Wirkung von Förderprogrammen im Bildungsbereich systematisch prüfen

Wirkung von Förderprogrammen im Bildungsbereich systematisch prüfen

Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) fordert in einem Impulspapier, Leitlinien für das Monitoring und die Evaluation von Förderprogrammen im Bildungsbereich zu entwickeln.

Bonn, 10. Mai 2022. Förderprogramme sind ein wichtiges Instrument, um politische Strategien umzusetzen. Im Bildungsbereich verfolgen sie häufig das Ziel, den Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen zu steigern und soziale Ungleichheiten zu reduzieren. In Deutschland existieren zahlreiche Programme. Jedoch wird deren Wirkung häufig kaum geprüft. Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) empfiehlt daher, Leitlinien für das Monitoring und die Evaluation von Förderprogrammen im Bildungsbereich zu entwickeln.

„Förderprogramme und deren Evaluation sind aufgrund des Zusammenwirkens vieler Akteure auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene sowie in den Bildungseinrichtungen komplex. Ein erster Schritt zur Entwicklung von Leitlinien könnte ein Fachgespräch sein, das die Kultusministerkonferenz gemeinsam mit der SWK unter Beteiligung des Bundes ausrichtet. Gegenstand des Treffens sollte sein, wie sich Bildungsprogramme so evaluieren lassen, dass wir möglichst viel über ihre Wirksamkeit lernen“, erklärt Prof. Dr. Felicitas Thiel, Professorin für Schulpädagogik und Schulentwicklungsforschung an der Freien Universität Berlin und Co-Vorsitzende der SWK.

Häufig erfolgen statt Wirkungsanalysen mit einer klaren Definition der Ziele und Indikatoren Fallstudien und Befragungen mit subjektiven Einschätzungen zum Erfolg des Programms. In anderen Ländern oder Politikfeldern gibt es umfangreiche Erfahrungen, etwa mit so genannten Ex ante Evaluationen. Sie bewerten vor der Einführung eines Programms, ob Ziele und Bedarfe zueinander passen, ob sich das Programm gut umsetzen lässt sowie ob Kosten und Nutzen in einem sinnvollen Verhältnis stehen.

„Auch im Bildungsbereich ist die Wirksamkeit bei einigen Maßnahmen bereits gut erforscht. Dieses Wissen sollte künftig stärker in die Entwicklung von Programmen einfließen“, fordert Prof. Dr. Olaf Köller, wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaft und Mathematik (IPN) und Co-Vorsitzender der SWK. „Während der Laufzeit des Programms ist ein kontinuierliches Monitoring entscheidend. Auf Grundlage dieser Daten können die Programme im Anschluss evaluiert werden, um daraus Schlussfolgerungen für künftige Maßnahmen abzuleiten“, so Olaf Köller weiter.

 

Weitere Informationen

Das vollständige Impulspapier „Entwicklung von Leitlinien für das Monitoring und die Evaluation von Förderprogrammen im Bildungsbereich“ können Sie hier herunterladen: https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/KMK/SWK/2022/SWK-2022-Impulspapier_Monitoring.pdf

 

Über die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK)

Die Ständige Wissenschaftliche Kommission (SWK) ist ein unabhängiges wissenschaftliches Beratungsgremium der Kultusministerkonferenz. Ihr gehören 16 Bildungsforscher*innen aus unterschiedlichen Disziplinen an. Die SWK berät die Länder zu bildungspolitischen Fragen. Sie identifiziert bestehende Herausforderungen und gibt evidenzbasierte Empfehlungen für deren Lösung. Dabei nimmt die Kommission eine interdisziplinäre, längerfristige und systemische Perspektive ein. Die SWK bindet externe Sachverständige in ihre Arbeit ein und hört Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung, Bildungspraxis und Zivilgesellschaft an. Eine Geschäftsstelle unterstützt die Kommission bei ihrer Arbeit.

Weitere Informationen unter www.swk-bildung.org

 

Kontakt

Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (KMK)
Geschäftsstelle
Anna Niewerth
anna.niewerth@swk.kmk.org
Tel. 0228-501-702

29.03.2022: Pressemitteilung: SWK gibt Empfehlungen zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine

SWK gibt Empfehlungen zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine

SWK gibt Empfehlungen zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine

Bonn, 29. März 2022. Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) hat eine Stellungnahme zur Integration geflüchteter ukrainischer Kinder und Jugendlicher in Kitas und Schulen veröffentlicht. „Die Kernforderung ist: Alle Kinder und Jugendlichen sollten so bald wie möglich nach ihrer Ankunft die Kita oder Schule besuchen. Dort können sie Deutsch lernen, ihren Bildungsweg fortsetzen, Kontakte zu Gleichaltrigen knüpfen und Hilfe bei der Bewältigung möglicher Traumata erhalten“, erklärt Prof. Dr. Olaf Köller, wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaft und Mathematik (IPN) und Co-Vorsitzender der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK).

Davon ausgehend formuliert die Stellungnahme konkrete Empfehlungen für die folgenden Themen:

  1. Unterstützung bei der Verarbeitung traumatischer Erfahrungen
  2. Sprachförderung in der Bildungssprache Deutsch und Zugang zum Fachunterricht
  3. Bildungsangebote in ukrainischer Sprache als unterrichtsergänzende Angebote
  4. Förderung der Integration in neue Freundschaftsnetzwerke
  5. Entwicklung von Qualifizierungs- und Weiterbildungsangeboten für ukrainische Lehrkräfte
  6. Möglichkeiten der digitalen Beschulung und Prüfungen auf der Grundlage der ukrainischen Curricula

Wir müssen davon ausgehen, dass 25 bis 35 Prozent der Kinder und Jugendlichen aus der Ukraine unter schweren psychischen Belastungen leiden. Aus der Forschung wissen wir, dass neben der Familie positive Kontakte mit Gleichaltrigen wesentliche Schutzfaktoren sind. Umso wichtiger ist es, den Kita- und Schulbesuch zu ermöglichen und schulbasierte Angebote für die Bewältigung psychischer Belastungen zu schaffen. Die aus der Ukraine geflüchteten Lehrkräfte, Therapeuten und pädagogischen Fachkräfte sollten nach Möglichkeit von Beginn an einbezogen werden“, erklärt Prof. Dr. Felicitas Thiel, Professorin für Schulpädagogik und Schulentwicklungsforschung an der Freien Universität Berlin und Co-Vorsitzende der SWK.

„Wichtig ist eine hochwertige Sprachförderung, ob in der Vorbereitungs- oder in der Regelklasse. Sie darf auch dann nicht enden, wenn die Schülerinnen und Schüler komplett in den Regelunterricht wechseln. Neben dem Deutsch lernen ist es wichtig, die Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler zu ermitteln, und zwar unabhängig von den Sprachkenntnissen, damit sie das fachliche Lernen auf ihrem Niveau fortführen können“, ergänzt Prof. Dr. Michael Becker-Mrotzek, Direktor des Mercator-Instituts für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache und ebenfalls Mitglied der SWK.

„Gleichzeitig sollten den geflüchteten Kindern und Jugendlichen Bildungsangebote in ihrer Herkunftssprache zur Verfügung gestellt werden. Dies ist nicht nur wichtig, damit sie nach einer möglichen Rückkehr in die Ukraine gut weiterlernen können, sondern auch für eine fundierte Auseinandersetzung mit der Geschichte und Kultur ihres Herkunftslandes. Das Angebot könnte sich am Modell des herkunftssprachlichen Unterrichts orientieren, der in den meisten Ländern existiert, und unter Einbeziehung geeigneter zivilgesellschaftlicher Akteure umgesetzt werden“, empfiehlt Prof. Dr. Petra Stanat, wissenschaftlicher Vorstand des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) und Mitglied der SWK.

„Ukrainische Fachkräfte sollten die Chance haben, möglichst schnell und unkompliziert unterrichtsergänzende Bildungsangebote zu übernehmen. Dafür brauchen sie begleitende Fortbildungen und Mentoring-Angebote, um sich in dem neuen Schulsystem zurecht zu finden. Ukrainischen Lehrkräften sollte zudem orientiert an den Programmen für syrische Lehrkräfte die Perspektive einer dauerhaften Lehrtätigkeit an deutschen Schulen eröffnet werden“, so Prof. Dr. Thilo Kleickmann, Leiter der Abteilung Schulpädagogik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und Mitglied der SWK.

Die SWK plant eine weitere Stellungnahme, die sich mit der Integration von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in das Berufsbildungssystem beschäftigen wird.

 

Weitere Informationen

Die komplette Stellungnahme „Unterstützung geflüchteter Kinder und Jugendlicher aus der Ukraine durch rasche Integration in Kitas und Schulen“ finden Sie hier: https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/KMK/SWK/2022/SWK-Stellungnahme_Ukraine.pdf

Das gemeinsame Pressestatement von SWK und SVR vom 21.03. finden Sie hier: https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/KMK/SWK/220321_Pressestatement_SWK_SVR_Ukraine_Bildung.pdf

 

Über die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK)

Die Ständige Wissenschaftliche Kommission (SWK) ist ein unabhängiges wissenschaftliches Beratungsgremium der Kultusministerkonferenz. Ihr gehören 16 Bildungsforscher*innen aus unterschiedlichen Disziplinen an. Die SWK berät die Länder zu bildungspolitischen Fragen. Sie identifiziert bestehende Herausforderungen und gibt evidenzbasierte Empfehlungen für deren Lösung. Dabei nimmt die Kommission eine interdisziplinäre, längerfristige und systemische Perspektive ein. Die SWK bindet externe Sachverständige in ihre Arbeit ein und hört Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung, Bildungspraxis und Zivilgesellschaft an. Eine Geschäftsstelle unterstützt die Kommission bei ihrer Arbeit.

Weitere Informationen unter www.swk-bildung.org

 

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21.03.2022: Gemeinsame Pressemitteilung von SWK und SVR: Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine rasch Kita- und Schulbesuch ermöglichen

21.03.2022: Gemeinsame Pressemitteilung von SWK und SVR: Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine rasch Kita- und Schulbesuch ermöglichen

Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine rasch Kita- und Schulbesuch ermöglichen

In den kommenden Wochen werden voraussichtlich hunderttausende Kinder und Jugendliche aus der Ukraine nach Deutschland flüchten. Für sie stellt der Schul- und Kitabesuch einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu Normalität und Alltag dar. Er sollte daher möglichst bald nach der Ankunft in Deutschland erfolgen. Das fordern die Ständige Wissenschaftliche Kommission (SWK) der Kultusministerkonferenz und der Sachverständigenrat für Integration und Migration (SVR).

Bonn/Berlin, 21. März 2021. „Die Erfahrung mit früheren Fluchtbewegungen lehrt, dass sich bei einem Teil der Geflüchteten der Aufenthalt verstetigt, auch wenn derzeit viele Ukrainerinnen und Ukrainer auf eine baldige Rückkehr hoffen. Die frühe Integration in das Bildungssystem ist aber unabhängig von der Frage nach Rückkehr oder Verbleib wichtig. Sie bietet den Betroffenen schon kurz nach Ankunft ein Stück Normalität und Alltag, sie beugt zugleich späteren Ungleichheiten zwischen Kindern und Jugendlichen mit und ohne Fluchthintergrund vor – und sie stärkt bestehende Verbindungen zwischen der Ukraine und Deutschland“ erklärt Claudia Diehl, Mitglied der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission (SWK) der Kultusministerkonferenz.

„Bei der Integration ins Bildungssystem gilt es sowohl Isolation als auch Segregation ukrainischer Kinder und Jugendlicher zu vermeiden. Dies bedeutet konkret, den Einrichtungen weder einzelne noch eine sehr große Gruppe von Kindern zuzuweisen“, so Claudia Diehl weiter. Dabei muss darauf geachtet werden, dass Schulen, die beispielsweise aufgrund eines hohen Lehrkräftemangels bereits stark belastet sind, nicht zusätzlich beansprucht werden.

„Der Unterricht kann bei jüngeren Kindern in der Grundschule und den ersten Jahren der Sekundarstufe in den Regelklassen erfolgen. In etwa der Hälfte der Schulstunden erhalten sie Unterricht in Deutsch“, empfiehlt Michael Becker-Mrotzek, ebenfalls Mitglied der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission. „Ältere Schülerinnen und Schüler können auch in eigenen Vorbereitungsklassen, den sogenannten Willkommenskassen, unterrichtet werden. Bei einem längeren Aufenthalt sollten sie aber nach etwa einem Jahr in eine Regelklasse wechseln und dort weiter gezielt beim Erwerb des Deutschen unterstützt werden“, so Becker-Mrotzek weiter. Für Schülerinnen und Schüler, die vor der Flucht kurz vor einem Schulabschluss standen, sind fluchtbedingte Unterbrechungen der Bildungskarriere besonders belastend. Hier sollten Möglichkeiten ausgelotet werden, wie Jugendliche ihren Abschluss schnellstmöglich auch von Deutschland aus erwerben können.

Auch die aufnehmenden Schulklassen gilt es in den Blick zu nehmen, so Birgit Leyendecker, Mitglied des Sachverständigenrats für Integration und Migration (SVR): „Viele deutsche Schülerinnen und Schüler haben den Krieg in der Ukraine wahrgenommen. Es ist dennoch wichtig, sie vor der Ankunft geflüchteter Mitschülerinnen und Mitschüler über die Hintergründe der aktuellen Fluchtbewegung zu informieren, damit sie ein Verständnis für deren Situation entwickeln, sie willkommen heißen und nach Kräften unterstützen.“

Anders als der Schulbesuch ist der Kitabesuch in Deutschland nicht verpflichtend, die Plätze sind oft knapp. Gleichzeitig bietet die frühe Bildung aber gerade für neu in Deutschland ankommende Kinder wichtige Gelegenheiten, um sie auf den Schulbesuch vorzubereiten und ihren Alltag zu strukturieren. Kitas können zudem familiär bedingte Ungleichheiten in Lernumgebung und Freizeitmöglichkeiten abfedern. Der Kitabesuch schafft außerdem für Mütter Freiräume und ermöglicht diesen, Sprachkurse zu besuchen oder sich auf den Einstieg in den Arbeitsmarkt vorzubereiten. „Aus der Ukraine kommen derzeit vor allem Frauen und Kinder. Die Integrationskursangebote müssen darauf reagieren, hier ist Kinderbetreuung zentral. Wenn die Mütter nicht wissen, wie ihre Kinder in der Zeit versorgt sind, werden sie keine Integrationskurse besuchen“, so Petra Bendel, Vorsitzende des SVR. Die Geflüchteten sollten bei der Suche nach einem Betreuungsplatz unterstützt werden.

Die im Zuge der Pandemie ergriffenen Eindämmungsmaßnahmen haben den Spracherwerb bereits in Deutschland lebender Geflüchteter erschwert. So wurden viele Sprachkurse teilweise online abgehalten oder ausgesetzt. So wichtig es ist, ukrainischen Müttern möglichst schnell den Sprachkursbesuch zu ermöglichen: Dies sollte nicht zu Lasten der früher Zugezogenen geschehen. Vielmehr sollte das Sprachkursangebot insgesamt ausgedehnt und speziell an die Zielgruppe geflüchteter Frauen ausgerichtet werden. Dies ist nicht nur wichtig für den Spracherwerb, sondern dient auch dem Aufbau von sozialen Netzwerken.

Bei der Bewältigung dieser aktuellen Herausforderung für das deutsche Bildungssystem kann ukrainisches, pädagogisch qualifiziertes Personal eine wichtige Rolle spielen. Schon bevor Anerkennungsfragen abschließend geklärt sind, sollten Möglichkeiten geschaffen werden, diese in den Kita- und Schulalltag einzubeziehen. Dies kann Lehrpersonal entlasten und dabei helfen, Kontakt zu ukrainischen Eltern zu halten, Nachmittagsangebote zu ermöglichen, Kinder mit psychischen oder sozialen Problemen zu identifizieren und zu unterstützen und es denjenigen ohne Deutschkenntnissen erleichtern, dem Fachunterricht zu folgen.

Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz arbeitet aktuell an einer Stellungnahme mit konkreten Empfehlungen.

 

Die Pressemitteilung können Sie hier als PDF herunterladen.

 

Bei Fragen sprechen Sie uns gern an:

Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (KMK)
Geschäftsstelle
Dr. Isabelle Sieh
Tel. 0228-501-701
E-Mail:isabelle.sieh@swk.kmk.org

Sachverständigenrat für Integration und Migration (SVR)
Meike Giordono-Scholz
Kommunikation SVR gGmbH
Mobiltelefon: 0170 635 7164
E-Mail: presse@svr-migration.de

 

Über die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz
Die Ständige Wissenschaftliche Kommission (SWK) ist ein unabhängiges wissenschaftliches Beratungsgremium der Kultusministerkonferenz. Ihr gehören 16 Bildungsforscher*innen aus unterschiedlichen Disziplinen an. Vorsitzende der SWK sind seit Mai 2021 Prof. Dr. Felicitas Thiel (FU Berlin) und Prof. Dr. Olaf Köller (IPN Kiel). Die SWK berät die Länder bei der Weiterentwicklung des Bildungswesens. Sie identifiziert bestehende Probleme und gibt evidenzbasierte Empfehlungen für deren Lösung. Dabei nimmt die Kommission eine interdisziplinäre, längerfristige und systemische Perspektive ein. Expert*innen und Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung, Bildungspraxis und Zivilgesellschaft werden in Hearings einbezogen.

Weitere Informationen unter www.swk-bildung.org

 

Über den Sachverständigenrat

Der Sachverständigenrat für Integration und Migration ist ein unabhängiges und interdisziplinär besetztes Gremium der wissenschaftlichen Politikberatung. Mit seinen Gutachten soll das Gremium zur Urteilsbildung bei allen integrations- und migrationspolitisch verantwortlichen Instanzen sowie der Öffentlichkeit beitragen. Dem SVR gehören neun Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen und Forschungsrichtungen an: Prof. Dr. Petra Bendel (Vorsitzende), Prof. Dr. Daniel Thym (Stellvertretender Vorsitzender), Prof. Dr. Viola B. Georgi, Prof. Dr. Marc Helbling, Prof. Dr. Birgit Leyendecker, Prof. Dr. Steffen Mau, Prof. Panu Poutvaara, Ph.D., Prof. Dr. Sieglinde Rosenberger und Prof. Dr. Hans Vorländer.

Weitere Informationen unter: www.svr-migration.de

 

13.12.2021: Pressemitteilung: Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz verabschiedet erstes Arbeitsprogramm

13.12.2021: Pressemitteilung: Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz verabschiedet erstes Arbeitsprogramm

Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) hat ihr erstes Arbeitsprogramm für das Jahr 2022 verabschiedet. Schwerpunkte sind Grundschule und Digitalisierung.

Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) hat heute (13.12.) gemeinsam mit der Präsidentin der Kultusministerkonferenz ihr Arbeitsprogramm für das Jahr 2022 vorgestellt. Schwerpunkte der Arbeit werden die Themen „Perspektiven für die Grundschule 2030“ und „Bildung und Unterricht in der digitalen Transformation“ sein. Zu beiden Themen wird das Gremium aus 16 Bildungsforscher*innen Gutachten mit Handlungsempfehlungen zur Umsetzung und Finanzierbarkeit vorlegen.

Professorin Felicitas Thiel, Vorsitzende der SWK und Professorin für Schulpädagogik und Schulentwicklungsforschung an der Freien Universität Berlin: „Deutschlandweit verlassen noch immer zu viele Kinder die Grundschule, ohne ausreichend lesen und schreiben zu können. Daher werden wir uns der Frage widmen, wie der Unterricht aussehen muss, um alle Kinder, unabhängig von Wohnort, Herkunft und Elternhaus, bestmöglich zu fördern und fordern.“

Professor Olaf Köller, Vorsitzender der SWK und wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN): „Die Digitalisierung hat durch die Pandemie einen Schub erfahren. Jetzt geht es darum, aus dem Flickenteppich an Maßnahmen und Ideen ein wirksames Gesamtkonzept zu entwickeln. Mit dem Gutachten wollen wir aufzeigen, welche Dimensionen digitale Bildung umfasst und wie alle Akteure im Bildungssystem gemeinsam dafür sorgen können, dass Kinder und Jugendliche die notwendigen Kompetenzen auch erwerben.“

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Ministerin für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, Britta Ernst: „Die Grundlage für unserer bevorstehende Zusammenarbeit wird dieses abgestimmte Arbeitsprogramm sein. Uns verbindet dabei ein hohes Interesse an der Weiterentwicklung unseres Bildungswesens, so dass die nachfolgenden Generationen die Herausforderungen der Zukunft und einer sich wandelnden Welt gut meistern können. Dabei wird die Ständige Wissenschaftliche Kommission für die Länder künftig ein wichtiger Berater und Impulsgeber sein.“

Künftig gilt das Arbeitsprogramm jeweils für zwei Jahre. Themenvorschläge können sowohl aus der SWK als auch aus der Kultusministerkonferenz kommen. Die Kultusministerkonferenz berät in ihren Sitzungen über das Arbeitsprogramm. In diesem Jahr hat die SWK bereits zwei Stellungnahmen vorgelegt mit Empfehlungen zur Umsetzung des Aktionsprogramms des Bundes „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ und zur „Weiterentwicklung der KMK-Strategie ‚Bildung in der digitalen Welt‘“.

Über die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK)

Die Ständige Wissenschaftliche Kommission (SWK) ist ein unabhängiges wissenschaftliches Beratungsgremium der Kultusministerkonferenz. Ihr gehören 16 Bildungsforscher*innen aus unterschiedlichen Disziplinen an. Die SWK berät die Länder bei der Weiterentwicklung des Bildungswesens. Sie identifiziert bestehende Probleme und gibt evidenzbasierte Empfehlungen für deren Lösung. Dabei nimmt die Kommission eine interdisziplinäre, längerfristige und systemische Perspektive ein. Expert*innen und Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung, Bildungspraxis und Zivilgesellschaft werden in Hearings einbezogen Die Geschäftsstelle der SWK hat im Oktober die Arbeit aufgenommen. Sie unterstützt die Kommission bei ihrer Arbeit.

Weitere Informationen unter https://www.kmk.org/kmk/staendige-wissenschaftliche-kommission/

Das Arbeitsprogramm der SWK für das Jahr 2022 können Sie hier herunterladen

Die Stellungnahme „Pandemiebedingte Lernrückstände aufholen – Unterstützungsmaßnahmen fokussieren, verknüpfen und evaluieren“ mit Empfehlungen zur Umsetzung des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ finden Sie hier

Die Stellungnahme „Weiterentwicklung der KMK-Strategie ‚Bildung in der digitalen Welt‘“ finden Sie hier

Kontakt

Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (KMK)
Geschäftsstelle
Anna Niewerth
anna.niewerth@swk.kmk.org
Tel. 0228-501-702

Kultusministerkonferenz
Pressestelle
Torsten Heil
Torsten.heil@kmk.org
Tel. 030 25418 – 462

09.12.2021: Presseeinladung: Vorstellung des Arbeitsprogramms 2022 am 13.12.2021 um 9 Uhr

09.12.2021: Presseeinladung: Vorstellung des Arbeitsprogramms 2022 am 13.12.2021 um 9 Uhr

Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) hat im Mai 2021 ihre Arbeit aufgenommen. Sie berät die Länder bei aktuellen Herausforderungen und der Weiterentwicklung des Bildungswesens. Zur Vorstellung des Arbeitsprogramms und der inhaltlichen Schwerpunkte für das Jahr 2022 möchten wir Sie herzlich einladen am 13.12.2021 um 9:00 Uhr im Rahmen einer virtuellen Pressekonferenz.

An der Pressekonferenz nehmen teil:

  • Prof. Dr. Felicitas Thiel, Co-Vorsitzende der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) und Professorin für Schulpädagogik und Schulentwicklungsforschung an der Freien Universität Berlin
  • Britta Ernst, Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) und Ministerin für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Wir bitten um Anmeldung per E-Mail bis Freitag, 10.12.2021, 15.00 Uhr, an anna.niewerth@swk.kmk.org. Den Link zur Webex-Videokonferenz senden wir Ihnen nach Anmeldung zu.

Über Ihre Teilnahme und Berichterstattung freuen wir uns.

Kontakt

Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (KMK)
Geschäftsstelle
Anna Niewerth
anna.niewerth@swk.kmk.org
Tel. 0228-501-702

Kultusministerkonferenz
Pressestelle
Torsten Heil
Torsten.heil@kmk.org
Tel. 030 25418 – 462

Über die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz

Die Ständige Wissenschaftliche Kommission (SWK) ist ein unabhängiges wissenschaftliches Beratungsgremium der Kultusministerkonferenz. Ihr gehören 16 Bildungsforscher*innen aus unterschiedlichen Disziplinen an. Die SWK berät die Länder bei der Weiterentwicklung des Bildungswesens. Sie identifiziert bestehende Probleme und gibt evidenzbasierte Empfehlungen für deren Lösung. Dabei nimmt die Kommission eine interdisziplinäre, längerfristige und systemische Perspektive ein. Expert*innen und Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung, Bildungspraxis und Zivilgesellschaft werden in Hearings einbezogen.  Eine Geschäftsstelle unterstützt die Kommission bei ihrer Arbeit.

Weitere Informationen unter https://www.kmk.org/kmk/staendige-wissenschaftliche-kommission/

Die SWK in den Medien (Auswahl)

2022

"Experten fordern digitale Bildung schon in der Kita – und kritisieren negative Sicht auf neue Medien" (Handelsblatt vom 19. September 2022)

"Bildungsexperten fordern Pflichtfach Informatik" (Süddeutsche Zeitung vom 19. September 2022)

"189 Seiten Ambitionen" (Wiardas Blog vom 19. September 2022)

"Droht dem System Schule der Kollaps?" (Beitrag zum Lehrkräftemangel bei Titel Thesen Temperamente, Sendung vom 28. August 2022)

Konzepte gegen den Lehrkräftemangel (Diskussion mit Hörerbeteiligung bei Deutschlandfunk Campus & Karriere, u. a. mit dem SWK-Vorsitzenden Olaf Köller vom 13. August 2022)

"Wir müssen priorisieren. So ist die Lage" (Interview mit der SWK-Vorsitzenden Felicitas Thiel in der ZEIT vom 23. Juni 2022)

"Wer wissen will, muss messen" (Wiardas Blog vom 10. Mai 2022)

"Bildungsforscher sprechen sich gegen Willkommensklassen für ukrainische Grundschüler aus" (Spiegel Online vom 29. März 2022)

"Das Trauma überwinden in Kita und Schule" (FAZ.net vom 29. März 2022)

Interview mit dem SWK-Vorsitzenden Olaf Köller zur Corona-Lage an Schulen (Deutschlandfunk Campus & Karriere vom 5. Januar 2022)

2021

Interview mit der SWK-Vorsitzenden Felicitas Thiel zur Situation an Grundschulen (Tagesspiegel vom 15. Dezember 2021, Paywall)

Interview mit der SWK-Vorsitzenden Felicitas Thiel zum Arbeitsprogramm der SWK für das Jahr 2022 (Deutschlandfunk Campus & Karriere vom 13. Dezember 2021)

"Digitale Bildung an Schulen - eine Großbaustelle" (Das Deutsche Schulportal vom 7. Oktober 2021)

Interview mit den SWK-Vorsitzenden Felicitas Thiel und Olaf Köller zur Weiterentwicklung der KMK-Strategie "Bildung in der digitalen Welt" (Wiardas Blog vom 7. Oktober 2021)

Interview mit dem SWK-Vorsitzenden Olaf Köller zur Stellungnahme "Pandemiebedingte Lernrückstände aufholen" (Wiardas Blog vom 11. Juni 2021)

Interview mit der SWK-Vorsitzenden Felicitas Thiel zur Einrichtung der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission (Sueddeutsche.de vom 30. Mai 2021)

"Unbequem sollen sie sein" (faz.net, 27. Mai 2021, Paywall)

"Der Nachhilfeverein" (Zeit Online, 5. Mai 2021)