Kultusminister Konferenz

 

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„Die Welt zu Gast an Schulen“: Prämienprogramm für ausgezeichnete Deutschlernende feiert 60. Geburtstag

Seit 1959 lädt der PAD ausgezeichnete Deutschschülerinnen und Deutschschüler aus aller Welt zur Teilnahme am Prämienprogramm ein. Am 18. März feiern Aktive und Alumni in Bonn seinen 60. Geburtstag.

Sie kommen aus Staaten von A wie Argentinien bis Z wie Zypern und haben sich im Unterricht, bei Sprachwettbewerben oder Deutscholympiaden durch ihre exzellenten Deutschkenntnisse ausgezeichnet. Seit 1959 lädt der Pädagogische Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz jedes Jahr im Sommer rund 950 Schülerinnen und Schüler aus weltweit mehr als 90 Staaten zur Teilnahme am Prämienprogramm ein. Dahinter verbergen sich das Internationale Preisträgerprogramm und das Programm „Deutschland Plus“. Anlässlich des 60. Bestehens der Programme, die aus Mitteln des Auswärtigen Amtes finanziert werden und fester Bestandteil der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik sind, feiern am 18. März rund 150 Aktive und Alumni in Bonn nicht nur Geburtstag, sondern diskutieren auch über Gegenwart und Zukunft des Programms.

Die Schülerinnen und Schüler, die zum Internationalen Preisträgerprogramm und zu „Deutschland Plus“ eingeladen werden, kommen in der Regel zwischen Anfang Juni und Mitte September zwischen zwei und vier Wochen nach Deutschland. Dabei können sie die im Unterricht erlernte Sprache in der Praxis einsetzen und ihr Bild von Deutschland überprüfen. Die nationalen Gruppen im Programm „Deutschland Plus“ erhalten zwei Wochen an einer Gastschule in unterschiedlichen Städten Deutschlands speziellen Deutschunterricht und hospitieren im Unterricht ihrer Gastgeschwister. Anschließend erkunden sie weitere fünf Tage die deutsche Hauptstadt. Die Schülerinnen und Schüler, die am Internationalen Preisträgerprogramm teilnehmen, kommen zunächst für einige Tage nach Bonn. Danach besuchen sie in verschiedenen Städten den Unterricht an einer öffentlichen Schule. Untergebracht sind sie in dieser Zeit auch in Gastfamilien. Landeskundliche Exkursionen nach Köln, Berlin und München ergänzen das Programm der in international gemischten Gruppen zusammengefassten Schülerinnen und Schüler.

„Die alltäglichen Erfahrungen und authentischen Eindrücke, die den Preisträgerinnen und Preisträgern so ermöglicht werden, lassen sich durch nichts ersetzen. Dies macht den besonderen Wert des Programms aus, das das Bild junger Menschen über Deutschland in besonders nachhaltiger Weise prägt. Das zeigt sich auch darin, dass viele Ehemalige Deutschland und der deutschen Sprache zugewandt geblieben sind“, erklärte die Stellvertretende Generalsekretärin der Kultusministerkonferenz, Heidi Weidenbach-Mattar, zur Eröffnung der Tagung.

„Unsere Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik passt sich ständig den sich rasch verändernden Rahmenbedingungen an. Maßnahmen mit einer 60-jährigen Geschichte sind daher selten. Das Prämienprogramm ist da eine besonders hervorzuhebende Ausnahme – aus gutem Grund: Es ist ein Programm mit einem ganz außergewöhnlichen Erfolg. Viele der Preisträger bleiben mit Deutschland in engem Kontakt. Viele haben bei uns studiert und arbeiten mittlerweile hier oder sie sind unsere Ansprechpartner im Ausland. Das Preisträgerprogramm schafft nachhaltige Verbindungen über Grenzen hinweg. Darauf können wir stolz sein“, würdigte Heidrun Tempel, die Beauftragte des Auswärtigen Amtes für Außenwissenschafts-, Bildungs- und Forschungspolitik und Auswärtige Kulturpolitik, das Programm.

An der Veranstaltung nimmt auch eine Reihe von Ehemaligen teil, die vor 20, 30 oder 40 Jahren auf diese Weise die Bundesrepublik Deutschland besuchen konnten. Sie kommen aus Ägypten, China, Polen und den USA und sind der deutschen Sprache zum Beispiel als Germanistikprofessorinnen und -professoren, Geschäftsmänner und -frauen oder Lehrkräfte immer noch eng verbunden.

Weitere Informationen: PAD, Martin Finkenberger, Tel. 0228-501-221, Mail: martin.finkenberger@kmk.org