Kultusminister Konferenz

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KMK-Präsident Lorz eröffnet Bitkom-Bildungsforum - Lorz: „Der digitale Wandel hat weitreichende Folgen für unsere Arbeitswelt und für die Art, wie wir in Zukunft Wissen vermitteln werden.“

Der Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK) und Hessische Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz hat heute das Bildungsforum des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (Bitkom) in Berlin eröffnet. Dabei betonte er: „Ein reflektierter und konstruktiver Umgang mit digitalen Medien ist für Schülerinnen und Schüler heutzutage genauso wichtig wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Es ist deshalb von entscheidender Bedeutung, Kinder und Jugendliche optimal auf ein Leben und Arbeiten in der digitalen Welt vorzubereiten.“

Den absehbaren Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz sei der Mensch nicht gewachsen, wenn er sich dort messe, wo die Maschine ohnehin überlegen sei. Darum sollten vielmehr diejenigen Kompetenzen gestärkt werden, die den deutschen Wirtschaftsstandort seit jeher ausmachen: Kreativität, Planung und Erfindergeist.

Bei einer Podiumsdiskussion mit Catharina van Delden vom Softwareentwickler innosabi zum Thema „Wie schaffen wir die digitale Bildungsrevolution?“ ging Lorz näher auf den Umsetzungsstand der Digitalisierung an Schulen ein und erklärte: „Bei der Einführung digitaler Medien muss das Primat des Pädagogischen gelten, denn eines ist im Unterricht durch nichts zu ersetzen: die Lehrkraft. Entscheidend ist nicht, wie häufig oder lange die digitalen Technologien genutzt, sondern dass sie didaktisch sinnvoll verknüpft werden.“ Erklärtes Ziel sei daher, verstärkt in die Fortbildung der Lehrkräfte zu investieren, damit sie digitale Medien noch selbstverständlicher im Unterrichtsalltag einbinden können.

Zum Abschluss hielt der Kultusminister fest: „Ich bin fest davon überzeugt, dass in den digitalen Technologien viele Möglichkeiten stecken, die zu mehr Chancengerechtigkeit im Bildungssystem beitragen werden. Gleichzeitig kann die Digitalisierung aber nicht das erhoffte Allheilmittel sein, weshalb ich Forderungen nach einem eigenständigen Fach „Digitalisierung“ skeptisch sehe. Weitsichtiger ist es, die Digitalisierung inhaltlich in allen Schulfächern aufzugreifen und Schülerinnen und Schüler ganz grundsätzlich von ihren Vorzügen profitieren zu lassen.“