Kultusminister Konferenz

 

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Sprachförderung

Als direkte Konsequenz aus den ersten PISA-Ergebnissen hat die Kultusministerkonferenz die Verbesserung der Sprachkompetenz bereits im vorschulischen Bereich als eines von sieben Handlungsfeldern in den Fokus genommen. Die Beherrschung der deutschen Sprache einschließlich eines Sinnverständnisses ("literacy") ist entscheidende Voraussetzung für einen problemlosen Übergang in die Schule und eine erfolgreiche Schullaufbahn in allen Unterrichtsfächern.

Die Länder haben eine Reihe von Maßnahmen  - vorschulische Sprachstandserhebungen, Sprachförderkurse auch unter Einbeziehung der Eltern, entsprechende Schulungen der Erzieherinnen und Erzieher - ergriffen, mit dem Ziel, sprachliche Defizite von Kindern noch vor Schulbeginn so weit wie möglich auszugleichen.

Sprachfördermaßnahmen finden dann in der Schule ihre Fortsetzung, sowohl im Rahmen des Unterrichts insbesondere im Fach Deutsch als auch in eigenen Förderstunden.

In diesem Zusammenhang sei auch auf den Beschluss der Kultusministerkonferenz "Grundsätze zur Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben oder im Rechnen" hingewiesen.

Bund-Länder-Initiative BISS

Mit der im Oktober 2012 ins Leben gerufenen Bund-Länder-Initiative zur Sprachförderung, Sprachdiagnostik und Leseförderung (BISS) - Pressemitteilung hier - verfolgen alle Beteiligten das Ziel, die vielfältigen Maßnahmen der Länder zur sprachlichen Bildung in Deutschland zu bündeln, zu evaluieren und weiter zu entwickeln, um Kindern von Anfang an eine noch bessere individuelle Sprach- und Leseförderung in den Kindertageseinrichtungen und Schulen zu ermöglichen. Sie wird getragen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), der Kultusministerkonferenz (KMK) und der Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder (JFMK). 

Das Herzstück der Initiative bilden Verbünde von Kindertageseinrichtungen bzw. Schulen, die zum Beispiel von Universitäten oder Bibliotheken unterstützt werden. Durch die Zusammenarbeit in den Verbünden erhalten die Kindertagesstätten und Schulen vielfältig Gelegenheit, ihre Erfahrungen auf dem Gebiet der Sprachförderung, Sprachdiagnostik und Leseförderung auszutauschen sowie gezielt Maßnahmen der Sprachbildung abzustimmen und umzusetzen. Auf diesem Wege sollen auch konzeptionelle Ansätze zur Sprachförderung, Sprachdiagnostik und Leseförderung im Hinblick auf ihre Wirksamkeit und Effizienz wissenschaftlich überprüft und weiterentwickelt werden. Darüber hinaus unterstützt das Programm die erforderliche Weiterqualifizierung der Erzieherinnen und Erzieher sowie der Lehrkräfte.

Einen inhaltlichen Schwerpunkt bildet die alltagsintegrierte sprachliche Bildung im Elementarbereich, die Diagnose und Förderung des Leseverständnisses im Primarbereich bzw. die sprachliche Bildung in fachlichen Kontexten im Sekundarbereich. Ferner werden Themen wie die Diagnose und Förderung der Leseflüssigkeit, die intensive sprachstrukturelle Förderung und das Schreiben und Lesen mit digitalen Medien bearbeitet.