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Kulturhauptstadt Europas: Einstimmiges Votum für Chemnitz

Chemnitz wird im Jahr 2025 Kulturhauptstadt Europas. Die Kulturministerkonferenz (Kultur-MK) ernannte die knapp 250.000 Einwohner zählende sächsische Stadt am 11. Januar 2021 und folgte damit einstimmig dem fachlichen Votum der europäischen Expertenjury. Unter dem Motto „C the Unseen – European Makers of Democracy“ hat Chemnitz auch nach Ansicht der Kultur-MK ein überzeugendes Konzept vorgelegt. Neben Chemnitz wird im Jahr 2025 das slowenische Nova Gorica Kulturhauptstadt Europas sein. Damit wird Deutschland ein weiteres Mal eine Kulturhauptstadt Europas stellen: Nach Berlin (West) 1988 folgten1999 Weimar und 2010 „Essen für das Ruhrgebiet“ als Kulturhauptstadt Europas.

Der Vorsitzende der Kulturministerkonferenz und Berliner Senator für Kultur und Europa, Dr. Klaus Lederer, erklärte zu der Entscheidung: "Das mehrjährige und mehrstufige Verfahren zur Auswahl der deutschen Kulturhauptstadt Europas 2025 ist nun mit dem Votum für Chemnitz zu einem guten und erfolgreichen Abschluss gekommen. Chemnitz wird damit zu einem kulturellen Aushängeschild Deutschlands mit nationaler, europäischer und internationaler Strahlkraft."

In Vorbereitung des nationalen Auswahlprozesses hatte die Kultusministerkonferenz (KMK) unter Berücksichtigung der detaillierten EU-Regeln die Grundzüge des Auswahlverfahrens in Deutschland festgelegt und die Kulturstiftung der Länder (KSL) mit der praktischen Organisation des Verfahrens beauftragt. Im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung (September 2018 bis Ende September 2019) hatten neben Chemnitz auch Dresden, Gera, Hannover, Hildesheim, Magdeburg, Nürnberg und Zittau ihre Bewerbung um den Titel "Kulturhauptstadt Europas 2025" bei der KSL eingereicht.

Im Dezember 2019 entschied eine europäische Expertenjury auf Basis der eingereichten Bewerbungsbücher und einer Präsentation, welche Bewerberstädte in die Endauswahl kommen sollten. In die Finalrunde hatten es neben Chemnitz auch Hannover, Hildesheim, Magdeburg und Nürnberg geschafft. Im Herbst 2020 gab die europäische Expertenjury nach virtuellen Vor-Ort-Besuchen und ihrer digitalen Endauswahlsitzung dann öffentlich ihre Empfehlung für die Titelverleihung zugunsten von Chemnitz bekannt.

Das Programmkonzept KULTURHAUPTSTÄDTE EUROPAS wurde zuletzt mit EU-Beschluss vom 16.04.2014 für den Zeitraum 2020 bis 2033 aktualisiert (EU-ABL. L132/1 vom 03.05.2014). Mit dem Programm sollen die kulturelle Vielfalt in Europa, die Gemeinsamkeiten europäischer Kulturen und das Gefühl der gemeinsamen europäischen Zugehörigkeit gefördert werden. Die Initiative wird durch das europäische Kulturförderprogramm KREATIVES EUROPA unterstützt, in dem für jede Kulturhauptstadt Europas 1,5 Mio. Euro aus dem Programm vorgesehen sind, die im Rahmen des „Melina Mercouri Preises“ an die ausgewählten Städte verliehen werden können.

Auf Initiative der griechischen Kulturministerin Melina Mercouri wurde das Programm 1985 unter dem Namen Kulturstadt Europas ins Leben gerufen und erfreut sich großer Beliebtheit. Seit dem Beginn des Programms wurde jährlich mindestens eine europäische Stadt zur Kulturhauptstadt Europas ernannt.

Weitere Informationen zum nationalen Auswahlverfahren zur Kulturhauptstadt Europas 2025 sind auf der Webseite der Kulturstiftung der Länder verfügbar. Allgemeine Angaben zum EU-Programm und den europäischen Kulturhauptstädten sind auf der Webseite der Europäischen Kommission  veröffentlicht.

Der Entscheidung der Kulturministerkonferenz am 11.01.2021 war ein Gespräch mit der Vorsitzenden der europäischen Expertenjury, Sylvia Amann, vorausgegangen. Dabei konnten die in den Medien im Zusammenhang mit der Auswahl der Kulturhauptstadt Europas 2025 aufgeworfenen Fragen geklärt werden. Die Kulturministerkonferenz betont in ihrem Beschluss nachdrücklich, dass Transparenz und Chancengleichheit unverzichtbare Elemente für einen fairen Wettbewerb darstellen. Dazu trägt auch der auf der Webseite der Kulturstiftung der Länder veröffentlichte Bericht der Jury bei. Der Vorsitzende der Kultur-MK, Berlins Kultur-Senator Dr. Klaus Lederer, wird sich bei der Europäischen Kommission für die Stärkung eines transparenten Auswahlprozesses einsetzen, um das erfolgreiche EU-Projekt „Kulturhauptstadt Europas“ zukunftsfest zu machen.