Kultusminister Konferenz

 

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Ganztagsschulen in Deutschland

Seit 2006 legt die Kultusministerkonferenz in einem Bericht statistische Daten zu den allgemeinbildenden Schulen in Ganztagsform in den Ländern in der Bundesrepublik Deutschland vor und berichtet seitdem jährlich über die weitere Entwicklung in diesem Bereich.

Sie berücksichtigt bei ihrer Definition von Ganztagsschulen sowohl den Gesichtspunkt der ganztägigen Beschulung als auch den der Betreuung. Ganztagsschulen sind demnach Schulen, bei denen im Primar- und SekundarbereichI

  • an mindestens drei Tagen in der Woche ein ganztägiges Angebot für die Schülerinnen und Schüler bereitgestellt wird, das täglich mindestens sieben Zeitstunden umfasst;
  • an allen Tagen des Ganztagsschulbetriebs den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern ein Mittagessen bereitgestellt wird;
  • die Ganztagsangebote unter der Aufsicht und Verantwortung der Schulleitung organisiert und in enger Kooperation mit der Schulleitung durchgeführt werden sowie in einem konzeptionellen Zusammenhang mit dem Unterricht stehen.

Der 2015 veröffentlichte Bericht der Kultusministerkonferenz zu „Ganztagsschulen in Deutschland“ enthält unter anderem länderspezifische Informationen zur Bedeutung der Ganztagsschule, zur Gestaltung des Ganztagsschulangebots, zu allgemeinen pädagogischen Grundsätzen, zu Unterstützungsleistungen und zur Qualitätssicherung an Ganztagsschule sowie zur Aus- und Fortbildung von Lehrkräften und zu Angeboten für Kooperationspartner.

Ganztagsschulen tragen der Heterogenität der Schülerschaft Rechnung, da Kinder und Jugendliche mit unterschiedlicher Voraussetzungen Zeit miteinander verbringen und gemeinsam lernen. Ganztagsschulen bieten somit gute Voraussetzungen für die Umsetzung integrativer und inklusiver Bildung. Dabei reicht die Unterstützung weiter, denn durch die Teilnahme an schulischen Ganztagsangeboten werden die Schülerinnen und Schüler im Sinne ganzheitlicher Bildung nachhaltig in ihrer Entwicklung von kognitiven und sozialen Kompetenzen gefördert. Ganztagsschulen nutzen verstärkt außerschulische Lernorte und greifen auf vorhandene Ressourcen im Gemeinwesen zurück, öffnen sich dem sozialen, kulturellen und auch dem betrieblichen Umfeld und kooperieren aktiv mit außerschulischen Partnern in den Regionen.

Die Kultusministerkonferenz hat im Dezember 2001 nach den ersten Ergebnissen von PISA (Programme for International Student Assessment) aus dem Jahr 2000 gemeinsame Anstrengungen zur Qualitätsentwicklung des deutschen Bildungswesens beschlossen, u.a. Maßnahmen zum Ausbau von schulischen und außerschulischen Ganztagsangeboten mit dem Ziel erweiterter Bildungs- und Fördermöglichkeiten (Pressemitteilung).